Jetzt hätte ich euch doch fast die letzten Bilder vorenthalten!
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… und immer schön die Zähne zusammenbeißen…
Es gibt sicherlich schönere Momente im Leben als Abschied nehmen zu müssen. Robert und ich haben heute wieder kräftig die Zähne zusammenbeißen müssen, aber wir werden es auch dieses mal überstehen. Da ich ja mit meiner Diss vorwärts kommen will, hoffe ich ja mal, dass es bis zu meinem nächsten Besuch nicht wieder so lange dauern wird.
Morgen um diese Zeit sitze ich schon im kalten Berlin – wie gruselig…
Bis bald!
Noch ein kleiner Nachschlag über Kampala
Die Konferenz verlief zum Ende hin etwas organisierter, was aber nicht unbedingt dazu geführt hat, dass die Vortragenden zahlreicher erschienen wären. Echt schade. In der Schluss-Zeremonie wurde das mit der Nicht-Absage der jeweiligen Vortragenden begründet – offenbar sind sie erst gar nicht gekommen.
Die Abende wurden jedenfalls zunehmender gesellig genutzt (was wiederum nicht unbedingt dazu beigetragen hat, dass die erste Session besser besucht gewesen wäre ;-)). Am Mittwochabend gab es ein Dinner am Pool bzw. am See, wo es in etwa das gleiche gab, wie sonst zum Mittagessen, aber wenigstens lokales Essen, was ich ja ganz gerne hab. Die Mücken gab es kostenlos dazu und auch ich konnte es nicht 100%ig vermeiden, gestochen zu werden. Hoffen wir mal das Beste…
Der Donnerstagabend stand dann im Zeichen des CGIS – wir sind alle ins Green Village (ein etwas kleiners Hotel in Munyonyo) gefahren, um den letzten gemeinsamen Abend zu feiern. Das war auch sehr schön. Ich vermiss meine ehemaligen Kollegen schon sehr.
Freitagabend war ich ja dann von Hilary zu einer Geburtstagsfeier eingeladen worden. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mich im Hotel abzuholen und mich dann nachts um halb3 wieder zurückzufahren! Die Geburtstagsfeier fing erstmal in einem Kenyanischen Restaurant („Jeans Palace“) an, wo es Ziege vom Grill gab, die echt super lecker war. Nach unserem Umzug ins Bamboo Nest, fiel das Unterhalten erheblich schwerer, aber dafür hatten wir alle unseren Spaß bei 80er Jahre Musik inkl. Videos! Kann sich von euch noch jemand an Color me Badd erinnern? Ist weder eine Schande noch ein Verlust, wer sie nicht kennt
Die hatte ich schon erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt, wurden dort aber tatsächlich auch gespielt. So wie viele andere coole alte Songs auch. Da hab ich mich ja fast wieder wie 12 gefühlt ![]()
Wie gesagt, um halb3 fuhr mich dann Hilary wieder zurück ins Hotel, wo uns dann um 5 der Weckdienst wieder geweckt hat. Gäääähn! Aber da ich uns für 6 Uhr Frühstück organisiert hatte und wir noch ein bisschen packen mussten, war das schon angebracht. Nach einem noch ganz leckeren Frühstück kutschierte uns dann ein Taxi in die Stadt, wo wir dann viel zu früh bei unserem Bus ankamen. Kann ja keiner ahnen, dass es um die Zeit so wenig Verkehr gibt… Dafür kamen wir noch ganz nett ins Gespräch mit Catherine und ihrem Vater Andrew, die auch mit uns den Bus nach Kigali besteigen, dann aber noch weiter über Burundi nach Tansania wollten.
(Leider hab ich es noch nicht hinbekommen, die in diesem Posting gezeigten Bilder auch hintereinander angezeigt zu bekommen, sorry!)
Some more picts
Endlich ein paar Bilder
Hier kommen nun endlich ein paar Bilder, damit ihr mal einen Eindruck bekommt, was hier „abgeht“. Von meinem Hotelzimmer im Ravi Raj konnte ich kein Bild machen, weil das Zimmer so klein war, dass quasi nix auf das Bild gepasst hat ![]()
Jetzt bin ich direkt nach Munyonyo gezogen und genieße Internetanschluss auf dem Zimmer. Während der Konferenz (so wie jetzt gerade) gibt es zwar WLAN, aber das ist zum Teil reichlich langsam, so dass ich es jetzt erstmal wieder aufgebe mit den Fotos… (mehr Fotos kommen dann demnächst)
Leicht chaotische Konferenz in einer tollen Umgebung
Zunächst einmal: Ich bin gut mit meinen 46 kg Gepäck in Kampala angekommen. Die Sicherheitskontrolle scheint sich zwar sehr für den Bassverstärker in meinem Koffer interessiert zu haben, hat ihn aber freundlicherweise drin gelassen und mir dafür eine Nachricht hinterlassen. Ist ja schon ein bisschen unheimlich, wenn der Koffer abgeschlossen ist und man dann trotzdem was drin findet, was man selbst dort nicht reingetan hat. Aber mit so einem Woolworth-Allerweltsschloss dürfte das für die Sicherheitskontrolle kein zu großes Hindernis darstellen. Roberts Bruder Hilary war so freundlich, mich vom Flughafen abzuholen und mich in mein Hotel zu bringen. Das Hotelzimmer, das Robert für mich/uns im Ravi Raj International reserviert hat, war zwar nicht reserviert aber noch verfügbar und wurde dann auch noch mal gewechselt, nachdem ich die tropfende Toilette nicht mal 5 Minuten ertragen konnte.
Den Sonntag hab ich relativ faul verbracht. Als es mittags anfing, in Strömen zu regnen, hab ich spontan beschlossen, lieber noch ein Nickerchen zu machen, statt mich irgendwo draußen zu entspannen. Nach dem Regenguss bin ich dann auf eigene Faust los (durch die teilweise ganz schön aufgeweichten Straßen bzw. Fußwege). Kampala ist verglichen mit Kigali ganz schön dreckig, hat aber dafür auch ein paar sehr schöne Straßen und faszinierenderweise mitten in der Stadt brütende Marabustörche! Am anderen Ende der Innenstadt angekommen hab ich mich gleich noch mit Maniküre und Pediküre ein bisschen verwöhnen lassen und meine Schuhe wurden dort auch gleich geputzt. Sehr freundlich ![]()
Leider ohne Frühstück wurde ich dann gestern früh schon um halb8 von Hilary abgeholt, um mich zum Veranstaltungsort der Konferenz zu bringen. Ein echt beeindruckendes „Resort“ direkt am Victoria Lake mit eigenem Yachthafen! Reiten kann man hier auch und das Mittagessen wird am Pool serviert. Echt schöne Umgebung für so eine Konferenz. Aber schon bei der Registrierung wurde es leicht chaotisch: Leute, die (angeblich) schon bezahlt hatten, standen in der Liste als noch zu zahlen, Leute wie ich, die bezahlt hatten und auch als solche in der Liste standen haben deshalb noch lange nicht ein Namensschild und eine Tasche mit den Tagungsunterlagen bekommen. Eine schwarz-weiß-Kopie meines Namensschildes bekam ich dann am Nachmittag, die Tagungsunterlagen heute Mittag, aber eine Tasche hab ich immer noch nicht, davon scheint es nicht besonders viele gegeben zu haben.
Die Spitze der Unorganisiertheit konnten wir aber am Montag Nachmittag erfahren, als völlig unklar war und bis zum Ende blieb, wo zwei meiner Kollegen ihre Präsentation halten sollten, so dass die ganze Session am Ende ausfiel. Das fand ich dann schon ganz schön ärgerlich für die beiden und die anderen Vortragenden.
Inzwischen ist nun schon Mittwoch und ich komme einfach nicht dazu, meine Bilder runterzuladen, um sie euch zu zeigen.
Gestern brach hier – offenbar nur ziemlich lokal – ein furchtbarer Sturm aus mit erheblichen Niederschlägen was vermutlich in Verbindung mit einer unglücklichen Verwirbelung dazu geführt hat, dass die aufgestellten Wände im bzw. an der Außenwand des Ausstellungszelts wie Dominosteine umfielen und etliche Poster dem Regen zum Opfer gefallen sind. Von drinnen war das ein ganz anschauliches Spektakel, was auch recht schnell wieder vorbei war (pünktlich zur Kaffeepause), aber für die Aussteller wird das nicht ganz so spaßig gewesen sein. Die Wiese ist jedenfalls immer noch extrem muddy und ich hab mir bei dem Versuch, mir ein paar der Ugandischen Kinkerlitzchen anzusehen, ordentlich die Sandaletten eingesaut. Meine Präsentation gestern hab ich auch gut überstanden, auch wenn ich ganz schön nervös war. Ich versteh zwar gar nicht warum, weil ich diese Präsentation nun schon so in etwa das dritte Mal auf Englisch plus dreimal auf Deutsch gehalten habe. Aber nachdem mein direkter Vorgesetzter vom GIS Center auftauchte, bekam ich irgendwie ein bisschen Muffensausen. Aber ich hab’s wie gesagt gut überstanden und von verschiedenen Seiten zu hören bekommen, dass mir die Präsentation gut gelungen ist – was will man/frau mehr? ![]()
Apropos „was will frau mehr“: Ich will endlich meinen Freund wiedersehen! Nachdem ich ja nun schon wusste, dass sich das mit Roberts Reisepass noch etwas verzögert, kam Montagabend schon die nächste Hiobsbotschaft. Diesmal in Form einer Nachricht des Immigration Office von Ruanda an Robert, in der er gebeten wurde, doch bitte heute um 1 noch mal zum Immigration Office zu kommen, um ein paar Fragen zu beantworten. Also nix mit gestern Reisepass abholen, heute nach Uganda fahren und noch ein paar schöne Tage mit mir in Uganda verbringen. Pustekuchen. Stattdessen werde ich nun am Samstag mit den CGIS Leuten und ca. 60 anderen Passagieren zusammen einen Bus besteigen, der uns dann hoffentlich heil nach Kigali bringt. Na mal sehen, wie spaßig das wird, aber wenigstens muss ich nicht alleine fahren. Ich hatte ja erst überlegt, ob ich schon Freitag fahre, um so früh wie möglich in Kigali zu sein, aber Roberts Bruder hat mich nun heute noch zu einer Party für Freitagabend eingeladen, so dass ich jetzt also noch bleibe. Wenn ich schon mal da bin…
Ein paar kleinere Abendteuer hab ich in der Zwischenzeit auch schon erlebt: Zum einen, mit dem Matatu (das sind die kleinen Minibusse, die hier den Linienverkehr ausmachen) von Munyonyo, wo die Konferenz stattfindet, wieder nach Kampala rein zu fahren. Das kostet nur 1000 USH (ca. 40 cent), ist sogar relativ bequem und dauert nur etwa 45 Minuten. Beim ersten Mal war ich allerdings etwas verunsichert, weil ich natürlich keinen blassen Schimmer hatte, wo ich wieder aussteigen müsste. Aber der „Geldeinsammler“ setzte mich erst an der Endstation auf die Straße und riet mir dann ein Boda Boda zu nehmen, womit wir auch schon bei meinem zweiten Abendteuer sind: dem Boda-Boda-Fahren in der Rushhour in Kampala. Das wird definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Wer aber ab und zu mal einen Adrenalinkick braucht, wäre damit bestens bedient. Nachdem es erst etwas gedauert hat, zu klären, wo ich denn eigentlich hin will, wurde ich etwa 15 Minuten lang auf einem Motorradtaxi durch die Gegend kutschiert, was ich ja eigentlich schon von Kigali kenne. Bloß so einen Verkehr wie in Kampala gibt es in Kigali zu keiner Tageszeit und es ist einfach unglaublich durch was für Lücken diese Motorradfahrer meinen, fahren zu müssen. Ich sah mich jedenfalls etliche Mal schon unter einem Bus liegen. Aber ich hab’s ja überlebt. Gestern bin ich auch noch mit einem Kollegen in die Stadt gefahren, wo wir dann auch gezwungenermaßen auf Boda Bodas umsteigen mussten, weil weit und breit kein Auto zu bekommen war. Nachdem wir die „Hauptachse des Bösen“ verlassen hatten, war es dann aber ganz gemütlich und meinem Kollegen hat es soviel Spaß gemacht, dass er den Fahrern gleich noch ein Trinkgeld gegeben hat. „That was so much fun!“ Naja, geht so…
Auf der Konferenz geht es weiterhin einigermaßen chaotisch zu. Immerhin scheinen die Räumlichkeiten jetzt einigermaßen klar zu sein. Dafür tauchen etliche der Vortragenden erst gar nicht auf. In meiner Session gestern waren (für die Anwesenden glücklicherweise) nur drei der sechs vorgesehenen Vortragenden anwesend, so dass wir ein bisschen mehr Zeit hatten und auch noch Zeit für ein paar Kommentare blieb. In der letzten Session, zu der ich gestern gehen wollte, kam dann aber gar kein Vortragender mehr, was ich bei fünf potentiellen Speakern schon etwas seltsam finde. Das könnte aber damit zusammenhängen, dass sich nach dem Sturm gestern die Kaffeepause ganz schön hinausgezögert hat und so wahrscheinlich keiner mehr auf die Zeit geachtet hat. Who knows… Heute nun aber genau das gleiche. Mindestens zwei der vier parallel laufenden Sessions wurden mangels Vortragender abgesagt. Sehr schade. In der, zu der ich wollte, gab es auch einen ganz – dem Abstract nach zu urteilen – interessanten Vortrag zur Malaria. Was ich allerdings etwas befremdlich fand, war die Tatsache, dass in dem Abstract stand, die Untersuchung wurde 1997 durchgeführt. Das ist ja dann schon fast ein historischer Bericht. Zu der Zeit sah das mit den GIS-Applikationen ja noch ein bisschen anders aus…
Nun gut, auch wenn ich euch jetzt immer noch keine Bilder zu bieten habe, gibt es jetzt wenigstens schon mal was zu lesen. Damit seid ihr jetzt wahrscheinlich auch beschäftigt, bis ich die Bilder soweit habe ![]()
dem grauen Wetter entfliehen
Endlich ist es nun soweit: noch einmal schlafen, dann geht schon mein Flieger nach Brüssel/Kigali/Entebbe
Die Koffer sind gepackt (gute 46 kg – davon sind vielleicht max. 20 kg von mir!), das Taxi ist für 5 Uhr bestellt und ich muss jetzt ganz flott ins Bett. Robert kann leider erst am Dienstag oder Mittwoch nachkommen, weil sein neuer Reisepass noch nicht fertig ist. Positiv denken: so kann ich die Vorfreude noch etwas auskosten :-/
Füttert jemand in der Zwischenzeit meine Giraffe? ![]()
Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark IV
Unser letzter Urlaubstag startete wie gewohnt in aller Frühe. Wir wollten noch einen Abstecher zu den Löwen in Ishasha machen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Kigali begeben mussten.
So ging es zunächst einmal durch den Park zurück zur Hauptstraße, über den Kanal und etwa 4 km Richtung Süden, bevor wir auf eine „Dirt road“ Richtung Westen abbogen. Der folgt man dann etwa 90 km fast bis zur Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und kommt so in einen weiteren Bereich des Nationalparks, in dem man eher die Chance hat, ein paar Wilde Tiere zu treffen. Auf deutschen Straßen wären 90 km ja ein Katzensprung, aber wir brauchten dann doch fast zwei Stunden bis wir wieder auf Nationalpark-Personal stießen. (Wer keine Kosten scheut, kann übrigens auch nach Ishasha fliegen…) In Ishasha angekommen wollten wir uns diesmal sogar einen Guide leisten. Aber da der letzte gerade in einen Bus mit Studenten gestiegen war und wir nicht eine halbe Stunde oder länger warten wollten, bis ein anderer wieder auftauchen würde, haben wir uns einfach an ihre Fersen geheftet. Auf diese Weise auch wir in den Genuss noch ein paar Elefanten – diesmal auch von richtig nah – und endlich auch die von mir heiß ersehnten Löwen zu sehen. In dieser Region findet man sie (also die Löwen, nicht die Elefanten) oft in Feigenbäumen liegend, wo sie wohl Schutz vor den Bremsen suchen, von denen sie anscheinend belästigt werden, wenn sie im Gras liegen. Es war sooo toll, die Löwen – leider waren es nur drei – zu beobachten! Ich hätte dort Stunden zubringen können! Aber wir mussten ja auch noch irgendwie wieder nach hause kommen. Also machten wir uns dann auch bald auf den Weg. Wir nahmen die Route durch den Bwindi Impenetrable (zu deutsch: „undurchdringbar“!) Forest National Park. Diese Strecke war wenigstens auch für Robert mal neu und auch wirklich schön. Bis auf ein paar ziemlich große Schlaglöcher, in denen man bis zum Knie im Schlamm versunken wäre, wenn man das Bedürfnis gehabt hätte. Wir hatten schon die Befürchtung, da nicht durchzukommen, aber mit 4-Rad-Antrieb und Roberts Erfahrung war es dann doch kein Problem. Die Straße windet sich scheinbar endlos einen Berg hinauf, der in meiner Karte mit 2250 m Höhe eingezeichnet ist und schließlich muss man durch ein Gate, wo man von einem unfreundlichen Parkwächter ein Buch hingehalten bekommt, in das man sich eintragen muss (wer, wann, warum in diesen Park fährt). Theoretisch könnte man in diesem Wald sogar Gorillas treffen, praktisch ist uns aber keiner vor das Auto gesprungen und auch im Wald habe ich keinen rumturnen sehen. Lediglich ein paar Colobus Monkeys winkten von den Bäumen, bevor sie sich dann ganz schnell verdrückten. Nach gut 12 km ist man durch den Wald durch und muss sich an einem weiteren Gate in ein weiteres Buch eintragen. Tja, die Leute wollen schließlich auch beschäftigt sein… Mit etwas Glück hat man nun einen tollen Blick auf die Vulkane Muhabura und Gahinga an der Grenze zu Ruanda. Leider haben sich uns ziemlich viel Wolken in den Weg gestellt, deshalb verschone ich euch mit einem schlechten Bild. Bis zu einer fast fertigen neuen Straße ist es von dort dann nicht mehr weit und dann ist man auch schon bald in Kabale, wo wir eine kleine verspätete Mittagspause eingelegt haben. Am liebsten wären wir auf der gemütlichen Couch gleich liegen geblieben, aber wir wollten ja noch nach hause. Also haben wir die letzten Meter zur Grenze auch noch geschafft, wo wir dummerweise genau nach einer großen Pilgergruppe ankamen, so dass wir im Aus- bzw. Einwanderungsbüro eine ganze Weile warten mussten. Aber auch die haben wir überwunden und haben dann auch noch die etwa anderthalb Stunden nach Kigali – endlich wieder auf der richtigen Seite der Straße! – geschafft. Unser tapferes Gefährt wurde direkt in die Werkstatt gebracht und gegen einen Landcruiser eingetauscht, in den wir dann unser ganzes Gepäck (ja, ich weiß, diese Frauen immer…) umpacken mussten. Aber dann hatten auch wir es geschafft.
Der Park ist wirklich eine Reise wert! Aber vier Tage im Auto haben dann auch gereicht…
Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark III
Unser zweiter Tag im Park startete wieder früh um 7 mit einem nicht ganz so beeindruckenden aber auch schönem Sonnenaufgang. Nachdem es in der Nacht sehr heftig geregnet hatte, lag noch der Dunst über der Savanne, als wir wieder im östlichen Teil des Parks unterwegs waren. Nachdem wir dort wieder kein Glück bezüglich der Sichtung von Löwen oder Elefanten hatten, konnten wir immerhin miteinander kämpfenden Kobs zusehen. Diesmal ohne Frühstückspause (ich hatte Corny-Riegel aus Deutschland mitgebracht, das hat für’s erste gereicht) hielten wir nur kurz am Haupttor und folgten dann dem Crater Drive. Schon auf dem Weg zum Haupttor konnte ich endlich die ersten Elefanten in der Savanne sehen. Robert hatte sie zuerst entdeckt und ich hatte erst Schwierigkeiten, sie überhaupt zu sehen, aber dann war ich ganz entzückt, gleich eine ganze Familie zu sehen, die sich da offenbar auf dem Weg zum zweiten Frühstück befanden. Der Weg zum Haupttor hat offenbar eine kleine Sanierung nötig und das scheint auch schon vor einer Weile erkannt worden zu sein – darauf deuten zumindest die zahlreichen „Hügel“ hin, die dort in regelmäßigen Abständen auf die Straße geschüttet wurden. Dummerweise liegen die da schon ein paar Monate, so dass sie sich bei den starken Regenfällen schon langsam selbst auf die Straße ergossen, wovon die Straße nicht wirklich besser wurde…
Der Crater Drive zieht sich vom Haupttor Richtung Nordosten bis nach Kikorongo, wobei man an zahlreichen Kratern vulkanischen Ursprungs entlangfährt. Eine beeindruckende Kulisse! Besonders faszinierend fand ich die Tatsache, dass jeder Krater etwas anders aussieht, obwohl sie zum Teil direkt aneinander grenzen. Nach einer kleinen Fotosession auf einer Aussichtsplattform haben wir ein Päuschen in Kikorongo eingelegt, wo wir ein kaltes Weichgetränk und eine Internetverbindung genießen konnten.
Bevor wir uns wieder auf dem Weg zu einer weiteren Bootstour machten, fuhren wir noch schnell zum Äquator. Man beachte, dass sich Robert eindeutig auf der Südhalbkugel positioniert, während ich mich bewusst mit einem Bein in den Süden und mit einem in den Norden gestellt hab
Bei unserer zweiten Bootstour war unser Guide noch etwas müder als am ersten Tag, hatte ich das Gefühl. So haben wir zwar nicht viel gehört, aber dafür etliche Krokodile gesehen und auch einfach die Fahrt genossen. Immerhin hatte Robert so auch mal die Gelegenheit, ein bisschen zu entspannen, statt den ganzen Tag Auto zu fahren.
Der Abend wurde geprägt durch das eine oder andere Bier im Sonnenuntergang auf der Terrasse der Mweya Lodge und ein weiteres sehr leckers Drei-Gänge-Menü.
Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark II
Für die anstrengende Nacht wurden wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang entlohnt! So etwas bekommt man in Ruanda nur schwerlich zu sehen, weil ja ständig einer der 1000 Hügel im Weg steht ![]()
Da wir ja schon unsere Permits am Abend bezahlt hatten, konnten wir direkt durchstarten und sind gleich um 7 zu unserem ersten „Game drive“ in den östlichen Teil des Parks aufgebrochen. So haben wir die ersten Tiere offenbar schon nach dem ersten Frühstück erwischt. Die Löwen ließen sich allerdings nicht blicken und die Elefanten müssen sich auch in irgendwelchen Löchern versteckt haben. Ganz alleine waren wir dort auch nicht unterwegs, aber während der nächsten zwei Stunden sind uns nur drei oder vier Wagen begegnet, so dass wir uns schon ziemlich allein fühlten. Zum Frühstück haben wir dann einen Boxenstop in der Mweya Lodge eingelegt und haben uns gleich noch für den Boat trip am Nachmittag eintragen lassen. Während ich dann ein bisschen Urlaub am Pool gemacht hab, hat sich Robert um unsere Unterkunft gekümmert. Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir bei der Unterkunft eher Geld sparen und statt dessen besser essen wollten. So bekamen wir diesmal zwar kein „selfcontained“ Zimmer, aber es war sauber und die Dusche war schön kalt. Aber erstmal habe ich den nicht ganz so kalten Pool genossen und einen ersten Blick auf ein paar Elefanten am anderen Ufer des Kazinga Channels werfen können. Zugegebenermaßen ist das ein ziemliches Suchbild ![]()
Nachmittags stand dann unsere Bootstour auf dem Programm. Diese findet auf dem Kanal statt und man bekommt viele Vögel, Krokodile, Nilpferde, Büffel, Elefanten und ein Fischerdorf zu sehen. Je nachdem wen man als Guide dabei hat und wie gut derjenige drauf ist, bekommt man dann auch mehr oder weniger Informationen über den Park und die Tiere, die man zu Gesicht bekommt.
Eigentlich wollten wir danach nur noch eine kleine Runde durch den Park drehen. Aber als wir an das Tor kamen, fragte ein Guide, ob wir ihn zur Hauptstraße mitnehmen könnten. Soweit wollten wir eigentlich nicht fahren, aber Robert nutzte die Chance, mit einem kostenlosen Guide die Strecke zu fahren. Und er konnte uns auch einige Vögel benennen, die wir am Morgen gesehen hatten. Eine Großfamilie Paviane haben wir auf diese Weise auch noch getroffen.
Danach hörten wir schon von weitem die kalte Dusche nach uns rufen und ließen uns dann ein sehr gutes Drei-Gänge-Menü und ein Glas Wein schmecken. Im Vergleich zum Frühstück war es nichtmal teuer. Wesentlich größer war unser Zimmer in dieser Nacht nicht, aber mit zwei getrennten Betten ließ sich die Hitze einigermaßen aushalten. Aber auch hier hatte das (nur über einem Bett hängende) Moskitonetz ziemlich große Löcher, so dass ich versucht habe, die Mücken zu ignorieren, die um mich herumschwirrten.








































