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Endlich bei meinem Schatz

Ich hab die gestrige Busfahrt mit ein paar blauen Flecken überstanden und bin endlich nach etwa 9 Stunden in Kigali angekommen, nachdem man an der Grenze erst in alle Gepäckstücke schauen wollte, dass auch ja keiner Plastiktüten ins Land schmuggelt. Besonders gründlich haben sie nicht gerade gesucht… Weil ich ja eh schon kaum ungeduldig war, endlich nach Kigali zu kommen, wurde unser Bus dann auch noch von Drogenfandern angehalten. So lang wie gestern ist mir das Stück von der Grenze bis nach Kigali rein noch nie vorgekommen. Aber schließlich sind wir ja dann doch noch angekommen und Robert konnte mich am Busbahnhof in Empfang nehmen. Zuhause wartete dann sogar ein Blumenstrauß auf mich! Der Junge überrascht mich immer wieder :) Heute gabs auch noch ein super leckeres Frühstück. Ich sollte mich nicht zu sehr an das Verwöhnprogramm gewöhnen, fürchte ich.

Willkommensblümchen

Willkommensblümchen

Die ersten 20 kg Gepäck bin ich heute auch schon losgeworden. Morgen fahren wir nach Ruhengeri, wo ich mich mit Sarah treffen werde, die dann etwa 6 weitere kg bekommt. Robert hat seine Mitbringsel gestern auch schon in Empfang genommen, so dass sich meine Koffer/Taschen langsam leeren.

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Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark IV

Unser letzter Urlaubstag startete wie gewohnt in aller Frühe. Wir wollten noch einen Abstecher zu den Löwen in Ishasha machen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Kigali begeben mussten.

So ging es zunächst einmal durch den Park zurück zur Hauptstraße, über den Kanal und etwa 4 km Richtung Süden, bevor wir auf eine „Dirt road“ Richtung Westen abbogen. Der folgt man dann etwa 90 km fast bis zur Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und kommt so in einen weiteren Bereich des Nationalparks, in dem man eher die Chance hat, ein paar Wilde Tiere zu treffen. Auf deutschen Straßen wären 90 km ja ein Katzensprung, aber wir brauchten dann doch fast zwei Stunden bis wir wieder auf Nationalpark-Personal stießen. (Wer keine Kosten scheut, kann übrigens auch nach Ishasha fliegen…) In Ishasha angekommen wollten wir uns diesmal sogar einen Guide leisten. Aber da der letzte gerade in einen Bus mit Studenten gestiegen war und wir nicht eine halbe Stunde oder länger warten wollten, bis ein anderer wieder auftauchen würde, haben wir uns einfach an ihre Fersen geheftet. Auf diese Weise auch wir in den Genuss noch ein paar Elefanten – diesmal auch von richtig nah – und endlich auch die von mir heiß ersehnten Löwen zu sehen. In dieser Region findet man sie (also die Löwen, nicht die Elefanten) oft in Feigenbäumen liegend, wo sie wohl Schutz vor den Bremsen suchen, von denen sie anscheinend belästigt werden, wenn sie im Gras liegen. Es war sooo toll, die Löwen – leider waren es nur drei – zu beobachten! Ich hätte dort Stunden zubringen können! Aber wir mussten ja auch noch irgendwie wieder nach hause kommen. Also machten wir uns dann auch bald auf den Weg.  Wir nahmen die Route durch den Bwindi Impenetrable (zu deutsch: „undurchdringbar“!) Forest National Park. Diese Strecke war wenigstens auch für Robert mal neu und auch wirklich schön. Bis auf ein paar ziemlich große Schlaglöcher, in denen man bis zum Knie im Schlamm versunken wäre, wenn man das Bedürfnis gehabt hätte. Wir hatten schon die Befürchtung, da nicht durchzukommen, aber mit 4-Rad-Antrieb und Roberts Erfahrung war es dann doch kein Problem. Die Straße windet sich scheinbar endlos einen Berg hinauf, der in meiner Karte mit 2250 m Höhe eingezeichnet ist und schließlich muss man durch ein Gate, wo man von einem unfreundlichen Parkwächter ein Buch hingehalten bekommt, in das man sich eintragen muss (wer, wann, warum in diesen Park fährt). Theoretisch könnte man in diesem Wald sogar Gorillas treffen, praktisch ist uns aber keiner vor das Auto gesprungen und auch im Wald habe ich keinen rumturnen sehen. Lediglich ein paar Colobus Monkeys winkten von den Bäumen, bevor sie sich dann ganz schnell verdrückten. Nach gut 12 km ist man durch den Wald durch und muss sich an einem weiteren Gate in ein weiteres Buch eintragen. Tja, die Leute wollen schließlich auch beschäftigt sein… Mit etwas Glück hat man nun einen tollen Blick auf die Vulkane Muhabura und Gahinga an der Grenze zu Ruanda. Leider haben sich uns ziemlich viel Wolken in den Weg gestellt, deshalb verschone ich euch mit einem schlechten Bild. Bis zu einer fast fertigen neuen Straße ist es von dort dann nicht mehr weit und dann ist man auch schon bald in Kabale, wo wir eine kleine verspätete Mittagspause eingelegt haben. Am liebsten wären wir auf der gemütlichen Couch gleich liegen geblieben, aber wir wollten ja noch nach hause. Also haben wir die letzten Meter zur Grenze auch noch geschafft, wo wir dummerweise genau nach einer großen Pilgergruppe ankamen, so dass wir im Aus- bzw. Einwanderungsbüro eine ganze Weile warten mussten. Aber auch die haben wir überwunden und haben dann auch noch die etwa anderthalb Stunden nach Kigali – endlich wieder auf der richtigen Seite der Straße! – geschafft. Unser tapferes Gefährt wurde direkt in die Werkstatt gebracht und gegen einen Landcruiser eingetauscht, in den wir dann unser ganzes Gepäck (ja, ich weiß, diese Frauen immer…) umpacken mussten. Aber dann hatten auch wir es geschafft.

Der Park ist wirklich eine Reise wert! Aber vier Tage im Auto haben dann auch gereicht…

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Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark III

Unser zweiter Tag im Park startete wieder früh um 7 mit einem nicht ganz so beeindruckenden aber auch schönem Sonnenaufgang. Nachdem es in der Nacht sehr heftig geregnet hatte, lag noch der Dunst über der Savanne, als wir wieder im östlichen Teil des Parks unterwegs waren. Nachdem wir dort wieder kein Glück bezüglich der Sichtung von Löwen oder Elefanten hatten, konnten wir immerhin miteinander kämpfenden Kobs zusehen. Diesmal ohne Frühstückspause (ich hatte Corny-Riegel aus Deutschland mitgebracht, das hat für’s erste gereicht) hielten wir nur kurz am Haupttor und folgten dann dem Crater Drive. Schon auf dem Weg zum Haupttor konnte ich endlich die ersten Elefanten in der Savanne sehen. Robert hatte sie zuerst entdeckt und ich hatte erst Schwierigkeiten, sie überhaupt zu sehen, aber dann war ich ganz entzückt, gleich eine ganze Familie zu sehen, die sich da offenbar auf dem Weg zum zweiten Frühstück befanden. Der Weg zum Haupttor hat offenbar eine kleine Sanierung nötig und das scheint auch schon vor einer Weile erkannt worden zu sein – darauf deuten zumindest die zahlreichen „Hügel“ hin, die dort in regelmäßigen Abständen auf die Straße geschüttet wurden. Dummerweise liegen die da schon ein paar Monate, so dass sie sich bei den starken Regenfällen schon langsam selbst auf die Straße ergossen, wovon die Straße nicht wirklich besser wurde…
Der Crater Drive zieht sich vom Haupttor Richtung Nordosten bis nach Kikorongo, wobei man an zahlreichen Kratern vulkanischen Ursprungs entlangfährt. Eine beeindruckende Kulisse! Besonders faszinierend fand ich die Tatsache, dass jeder Krater etwas anders aussieht, obwohl sie zum Teil direkt aneinander grenzen. Nach einer kleinen Fotosession auf einer Aussichtsplattform haben wir ein Päuschen in Kikorongo eingelegt, wo wir ein kaltes Weichgetränk und eine Internetverbindung genießen konnten.
Bevor wir uns wieder auf dem Weg zu einer weiteren Bootstour machten, fuhren wir noch schnell zum Äquator. Man beachte, dass sich Robert eindeutig auf der Südhalbkugel positioniert, während ich mich bewusst mit einem Bein in den Süden und mit einem in den Norden gestellt hab ;-) Bei unserer zweiten Bootstour war unser Guide noch etwas müder als am ersten Tag, hatte ich das Gefühl. So haben wir zwar nicht viel gehört, aber dafür etliche Krokodile gesehen und auch einfach die Fahrt genossen. Immerhin hatte Robert so auch mal die Gelegenheit, ein bisschen zu entspannen, statt den ganzen Tag Auto zu fahren.
Der Abend wurde geprägt durch das eine oder andere Bier im Sonnenuntergang auf der Terrasse der Mweya Lodge und ein weiteres sehr leckers Drei-Gänge-Menü.

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Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark II

Für die anstrengende Nacht wurden wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang entlohnt! So etwas bekommt man in Ruanda nur schwerlich zu sehen, weil ja ständig einer der 1000 Hügel im Weg steht ;-)
Da wir ja schon unsere Permits am Abend bezahlt hatten, konnten wir direkt durchstarten und sind gleich um 7 zu unserem ersten „Game drive“ in den östlichen Teil des Parks aufgebrochen. So haben wir die ersten Tiere offenbar schon nach dem ersten Frühstück erwischt. Die Löwen ließen sich allerdings nicht blicken und die Elefanten müssen sich auch in irgendwelchen Löchern versteckt haben. Ganz alleine waren wir dort auch nicht unterwegs, aber während der nächsten zwei Stunden sind uns nur drei oder vier Wagen begegnet, so dass wir uns schon ziemlich allein fühlten. Zum Frühstück haben wir dann einen Boxenstop in der Mweya Lodge eingelegt und haben uns gleich noch für den Boat trip am Nachmittag eintragen lassen. Während ich dann ein bisschen Urlaub am Pool gemacht hab, hat sich Robert um unsere Unterkunft gekümmert. Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir bei der Unterkunft eher Geld sparen und statt dessen besser essen wollten. So bekamen wir diesmal zwar kein „selfcontained“ Zimmer, aber es war sauber und die Dusche war schön kalt. Aber erstmal habe ich den nicht ganz so kalten Pool genossen und einen ersten Blick auf ein paar Elefanten am anderen Ufer des Kazinga Channels werfen können. Zugegebenermaßen ist das ein ziemliches Suchbild :)
Nachmittags stand dann unsere Bootstour auf dem Programm. Diese findet auf dem Kanal statt und man bekommt viele Vögel, Krokodile, Nilpferde, Büffel, Elefanten und ein Fischerdorf zu sehen. Je nachdem wen man als Guide dabei hat und wie gut derjenige drauf ist, bekommt man dann auch mehr oder weniger Informationen über den Park und die Tiere, die man zu Gesicht bekommt.
Eigentlich wollten wir danach nur noch eine kleine Runde durch den Park drehen. Aber als wir an das Tor kamen, fragte ein Guide, ob wir ihn zur Hauptstraße mitnehmen könnten. Soweit wollten wir eigentlich nicht fahren, aber Robert nutzte die Chance, mit einem kostenlosen Guide die Strecke zu fahren. Und er konnte uns auch einige Vögel benennen, die wir am Morgen gesehen hatten. Eine Großfamilie Paviane haben wir auf diese Weise auch noch getroffen.
Danach hörten wir schon von weitem die kalte Dusche nach uns rufen und ließen uns dann ein sehr gutes Drei-Gänge-Menü und ein Glas Wein schmecken. Im Vergleich zum Frühstück war es nichtmal teuer. Wesentlich größer war unser Zimmer in dieser Nacht nicht, aber mit zwei getrennten Betten ließ sich die Hitze einigermaßen aushalten. Aber auch hier hatte das (nur über einem Bett hängende) Moskitonetz ziemlich große Löcher, so dass ich versucht habe, die Mücken zu ignorieren, die um mich herumschwirrten.

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Reisebericht Queen Elizabeth Nationalpark I

Hier nun endlich mein vollständiger Reisebericht von unserem Trip zum Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda vom 2. bis 5. Juni 2009:
Nachdem wir nach einigen Verzögerungen schließlich gegen Mittag aufbrechen konnten, sind wir recht flott vorangekommen und waren schon nach anderthalb Stunden an der Grenze zu Uganda. Etwa 45 Minuten braucht man dort, um die Formalitäten zu erledigen, wenn man ein Auto mitbringt. So konnte ich gleich noch Geld tauschen – wovon ich vermutlich in Zukunft eher absehen werde. Woanders hätte ich bestimmt einen besseren Kurs bekommen. Für einen Dollar bekommt man normalerweise 2250 USH (Uganda Shilling), ich hab nur 2100 bekommen. Na gut, macht mich nicht gerade arm… In Uganda sieht es zunächst einmal nicht viel anders aus als in Ruanda. Die Täler sind etwas weiter wenn man Richtung Kabale fährt, aber die Straßen sind zunächst noch immer kurvenreich. Umso weiter man ins Land kommt, desto gerader werden aber die Straßen hatte ich den Eindruck. Dadurch werden sie nicht unbedingt besser, denn die LKW rasen wie die bekloppten über die Schlaglöcher oder weichen ihnen in halsbrecherischen Manövern aus. Aber Robert scheint auf dieser Strecke schon jedes Schlagloch persönlich zu kennen, so dass wir ganz selten nur mal durch eines gefahren sind. Nach einer Weile werden die Berge ganz grün und sehen aus als hätte man einen Kunstrasen drüber gelegt. Aber die Rinder, die man aus Ruanda schon kennt, gibt es auch hier. Wir sind hinter Kabale der Straße bis nach Ntungamo gefolgt. Aus dieser Gegend kommt Robert, und wir haben natürlich prompt auch ein paar alte Freunde von ihm auf der Straße getroffen. In bzw. kurz vor Ntungamo haben wir die neue Straße Richtung Westen genommen (bei GoogleMaps heißt die Ntungamo Katunguru Road). Und von weitem konnte ich auch einen Blick auf das Haus werfen, in dem Robert groß geworden ist (und das ja ganz ordentlich ;-)). An dem Markt, auf den er früher jeden Dienstag gefahren ist, sind wir auch vorbeigekommen. Ein buntes Treiben! Ich hab irgendwie nur Klamotten gesehen, aber vielleicht wurde der Rest woanders angeboten. In Kagamba ist dann Ende der Ausbaustrecke, wenn ich mich richtig erinnere und man biegt nach Norden in Richtung Kitagata bzw. Bushenyi ab. Ich glaub, da stand sogar ein Schild. In Kitagata hat mir Robert noch die heißen Quellen gezeigt, die die Einheimischen dort benutzen, um auch mal ein heißes Bad zu nehmen. Ich hab das Wasser nicht getestet, aber es hat immerhin gedampft. Die Straße über Kashenyi, Nyakishozo, Buhinda zieht sich ganz schön hin. Robert meinte, sie wäre besser als die Straße von Cyangugu nach Kibuye, wem das was sagt ;-), wovon ich aber nicht ganz so überzeugt bin. Ich würd sagen, sie sind vergleichbar. In Katunguru überquert man dann den Kazinga Channel, der bereits im Queen Elizabeth Nationalpark liegt und den Lake Edward mit dem Lake George verbindet. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen Kanal, der etwa 42 km lang und ich glaube 8 m tief ist. Die Bilder von GoogleEarth geben leider nicht viel her für die Region, aber ihr könnt ja mal nach Katunguru suchen, dann landet ihr in etwa am Kanal. Folgt ihr dem Kanal Richtung Westen kommt ihr zum Lake Edward und zur Mweya Lodge, zu der ich später noch kommen werde. Richtung Osten geht es zum Lake George. Kurz hinter dem Kanal kommt man in einen kleinen Ort, in dem wir dann auch unsere erste Nacht in einem sogenannten „selfcontained“ Zimmer verbracht haben. Obwohl eigentlich schon Feierabend im Parkbüro war, haben wir uns noch schnell die Genehmigungen zum Rumfahren für die nächsten zwei Tage abgeholt, so dass wir gleich morgens durchstarten konnten. Ziemlich müde bezogen wir dann also unser Zimmer. Selfcontained meint, dass Dusche und WC direkt vom Zimmer zugänglich sind. Wir hatten das große Glück, das einzige „selfcontained“ Zimmer in dieser Unterkunft zu bekommen. Allerdings bestand Dusche und WC aus einem kleinen gefliesten Raum mit einem Porzelan-Loch im Boden, über dem man dann also alles erledigen konnte, was man eben so in Dusche und WC normalerweise so tut. Es war etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit Roberts Hilfe hab ich es auch geschafft, zu duschen (dazu muss man sich eigentlich selbst mit Wasser aus einem Kanister übergießen, was ich aber nicht alleine geschafft hab). Viel hat die Dusche nicht geholfen – nach kürzester Zeit fühlte ich mich schon wieder ganz klebrig, was wohl an den heißen Temperaturen und dem schwülen Wetter lag. Die Mücken haben sich daran nicht gestört und haben wahrscheinlich ein Festmahl genossen. Wir vermuten, dass Robert sich von dort auch Malaria mitgebracht hat. Wie man auf dem Bild sieht, hätte es zwar ein Moskitonetz gegeben, aber bei handtellergroßen Löchern hielt ich es für unnötigen Kraftaufwand, es runterzulassen.

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Auf gepackten Koffern

Nun ist mein Urlaub leider schon wieder fast vorbei. Der Koffer ist gepackt, und ich hoffe, er hat nicht mehr als 30 kg sonst muss ich nochmal umpacken am Flughafen und da hab ich ja gar keine Lust drauf. [Anm. d. Red.: Er hatte sogar nur gut 25 kg!]

Gestern habe ich mich schon von Irene und Dancille und von meinen ehemaligen Kollegen bei PNILP verabschiedet, mich abends sogar noch mit jemandem im Gesundheitsministerium getroffen und war dann noch mit Robert im Heaven essen. Der Mochito konnte mich leider nicht über den Abschiedsschmerz hinwegtrösten und das Essen war leider auch nicht so gut wie teuer. Aber das ist man ja inzwischen auch schon gewöhnt hier…

Dancille and Irene

Dancille and Irene

Irene and Nicole

Irene and Nicole

Dancille and Nicole

Dancille and Nicole

Nicole in Heaven

Nicole in Heaven

Robert in Heaven

Robert in Heaven

Das ganze Wochenende habe ich damit verbracht, die Fotos von letzter Woche aufzubereiten, damit ich sie heute noch Robert auf den Rechner kopieren kann. Jetzt muss ich nur noch eine Auswahl von den etwa 1100 Bildern treffen, was gar nicht so einfach ist. Zugegebenermassen sind etliche „doppelte“ Tiere dabei, aber ein Bild ist schöner als das andere wie ich finde (jedenfalls mehrheitlich, hab auch schon etliche gelöscht). In der Zwischenzeit könnt ihr euch schon auf Hippos, etliche Vögel, Kobs, weitere Warthogs, Waterbucks, Krokodile und Elefanten freuen – und Löwen natürlich! Vorfreude ist ja bekanntlich auch die schönste Freude ;-)

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Urlaub auf Abruf

Leider verschiebt sich unser Aufbruch nach Uganda nun auf morgen. Ursprünglich wollten wir ja schon letzten Donnerstag fahren. Dann hat Robert aber noch einen Mieter für den Wagen gehabt, so dass er noch ein bisschen unsere Urlaubskasse auffüllen konnte. So war unsere Abreise für gestern geplant. Das hat dann aber leider auch nicht geklappt, weil der Volli***, der sich den Wagen geliehen hat, zu schnell gefahren ist und hier dann gleich die Papiere eingezogen werden, bis die Strafe von 50.000 RWF bezahlt ist. Also liegen die Papiere von unserem Auto nun in Rwamagana, wo sie hoffentlich heute abgeholt werden, so dass wir nun morgen früh endlich aufbrechen können. Hoffen wir mal das Beste. Dadurch haben wir nun leider auch nicht mehr ganz so viel Zeit nach hinten, weil Robert Freitagabend oder Samstag früh wieder hier sein muss. Wir werden aber bestimmt trotzdem eine schöne Zeit haben.
Etwas Gutes hatte die Verschieberei dennoch: Jean de Dieu, ein ehemaliger Kollege von mir hier in Kigali, hat gestern geheiratet. Davon wusste ich bis Freitag noch nichts und hatte dann eigentlich auch schon gesagt, dass ich leider nicht kommen kann. Aber nachdem wir nun gestern nicht losfahren konnten und Robert auch beschäftigt war, hatte ich doch mal wieder das Vergnügen an einer ruandischen Hochzeit teilzunehmen. Weil es prompt als ich mich auf den Weg machen wollte, anfing, wie aus Kübeln zu schütten, habe ich meine Anwesenheit auf den Empfang beschränken wollen. Da die es hier aber nicht mal schaffen, pünktlich zu heiraten, kam ich gerade zur Kirche, als die Hochzeitsgesellschaft sich auf den Weg zum Telecom House machten, wo im Garten die Fotos gemacht werden sollten. Als mich ein Verwandter ansprach, wollte ich eigentlich solange warten, bis sie wieder zurück wären (der Empfang sollte auch wieder in der Kirche sein). Aber als sich dann ein Minibus auf den Weg machen wollte, wurde ich fast genötigt mitzufahren. So kam ich dann auch mal wieder zu dem etwas zweifelhaften Vergnügen, in einem Minibus zu fahren. Aber nett fand ich das ja schon. Auf die Weise kam ich dann auch auf das Foto mit den Arbeitskollegen. Beim Empfang mussten wir uns wieder ein wenig in Geduld üben, aber wenigstens gab es schöne Musik, die von zwei Chören zum Besten gegeben wurden und das Brautpaar musste sogar tanzen. Drumrum mussten sie sich gegenseitig Getränke einflößen, wurden mit Kunstschnee besprüht, mussten sich gegenseitig mit Hochzeitstorte füttern und mussten dann noch die Schwiegereltern mit Hochzeitstorte bewirten. War also insgesamt ganz unterhaltsam. Neben mir saßen auch noch zwei Mädchen, die ganz fasziniert von meiner Kamera waren und ständig gucken wollten, was ich denn für Fotos gemacht hab. Diese Aufmerksamkeit kam mir auch von anderen Seiten zuteil, in Form von ob ich nicht lieber in der ersten Reihe auf einem der Plastikstühle sitzen wolle statt in der Kirchenbank oder dass mir jemand eine Sprite bringen würde, weil es nur noch Tonic gab, dabei war mir der Tonic auch recht. Schon komisch was die für einen Aufriss machen, bloß weil man eine andere Hautfarbe hat. Zugegebenermaßen waren Stefan, der das Brautpaar gefahren hat und Jean de Dieus Chef, und ich die einzigen Muzungus bei der Feier, aber dafür können wir doch nichts! ;-)

Brautpaar mit den Kollegen vom CGIS

Brautpaar mit den Kollegen vom CGIS

Neugierige Maedels

Neugierige Maedels

Abends wurde ich noch von meinem Schatzi bekocht! Es gab „Steak an Brokkoli-Möhren-Gemüse und Kartoffelbrei“ – ein echtes Gedicht! So leckeren Kartoffelbrei hab ich echt noch nie gegessen! Er hat seinen „Fehler“ auch gleich „bereut“: um das Kochen wird er sich in Zukunft nicht so leicht drücken können, dazu war es einfach zu gut :D Ich hab auch gleich gefragt, was es denn heute gibt, aber ich fürchte, das wird wiedermal auf Pizza hinauslaufen. Wäre auch mal wieder an der Zeit – die letzte Pizza gab’s am Mittwoch, was dann allerdings auch schon die dritte in 5 Tagen war; ich liege also hoffnungslos unter meinem Schnitt für diesen Urlaub ;-)

Ob mein Schatz das auch alles richtig macht?

Ob mein Schatz das auch alles richtig macht?

Smashed Potatoes

Smashed Potatoes

Oh wie lecker!

Oh wie lecker!

Romantisches Dinner zu zweit

Romantisches Dinner zu zweit

Dann drückt mir mal die Daumen, dass wir morgen wirklich losfahren können und nicht wieder irgendwas dazwischen kommt!

PS: Hier noch mein neuer Ring:

Nachtrag: mein neuer Ring

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Unvollständige Berichterstattung

Noch so erfüllt von den nächtlichen Geschehnissen hab ich doch glatt den Rest des gestrigen Tages vergessen zu erwähnen! Annelies war vormittags bei der Massage (bei ihrer ersten!), wo ich sie abgeholt habe und dann haben wir erstmal die Souvenierläden der Umgebung unsicher gemacht. Erstaunlicherweise finde ich ja dort immer wieder noch etwas, obwohl da ja ständig drin war, wenn ich in Kigali war. Dieses mal hab ich endlich einen Ring gefunden, den ich schon lange im Visier hatte, aber nie in meiner Größe gefunden habe. Mal sehen, ob ich es noch schaffe, euch ein Foto zu machen ;-)

Nach einem leckeren Mittagessen im Karibu haben wir erst ein bisschen gezögert, ob wir wirklich ins Novotel fahren sollten, um uns dort ein wenig am Pool zu vergnügen, haben uns letztendlich dann aber doch dafür entschlossen und haben diese Entscheidung auch nicht bereut. Die haben jetzt dort auch viele neue Liegestühle, was den Aufenthalt noch um einiges angenehmer gestaltet. Zwischendurch wurde es zwar etwas frisch, weil sich die Sonne hinter ziemlich hartnäckigen Wolken versteckte, aber insgesamt war es super. [Anm. der Redaktion: Jetzt wisst ihr auch, warum ich auf dem Foto im letzten Beitrag von heute früh so rötlich aussehe ;-)]  Für Annelies war es ein schöner Ausklang ihres Urlaubs und für mich war es in meinem nicht 100%ig urlaubshaften Urlaub eine echte Oase der Entspannung. Hat mir richtig gut getan. Nachdem Annelies schon etwas früher aufgebrochen ist, um sich mit Irene zu treffen, hat mich Robert abgeholt und hat sich bei der Gelegenheit gleich noch einen Liebesknochen gekauft. Als er auf dem Parkplatz den ersten Bissen nahm, kam ein ziemlich großer Vogel angeflogen (könnte ein Falke gewesen sein, davon gibt es hier etliche) und schnappte sich ein Stück, woraufhin Robert den Rest vor Schreck fallen ließ. Ich hab mich auch total erschrocken, weil der Vogel so zwischen uns durchschoss, dass ich erst gar nicht kapiert hab, was da passiert ist! Unglaublich! Und mein armer Schatz musste ohne verspätetes Mittagessen auskommen :(

Robert hat gestern schon so davon geschwärmt, was wir nächste Woche alles sehen werden, dass ich schon richtig aufgeregt bin. Irgendwie hab ich die ganze Zeit das Gefühl, in die Flitterwochen zu fahren. Aber keine Sorge, so weit sind wir noch nicht ;-)

Ach ja: Und falls jemand von euch auf eine Postkarte wartet: die werde ich erst schreiben, wenn ich wieder in Deutschland bin und selbst vernünftige Postkarten drucken kann ;-) Also geduldet euch noch ein bisschen. Und wie’s mir geht seht ihr ja hier :-P

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Abschiedsabend für Annelies

Zugegeben: „Annelies“ klingt jetzt nicht gerade typisch amerikanisch. Sie ist aber die beste Freundin von Irene und fliegt heute wieder nach Hause. Entsprechend mussten wir ihr gestern noch ein bisschen das ruandische Nachtleben zeigen. Das fing nicht ganz so typisch an, wie wir ursprünglich dachten. Wir waren erst im Mille Collines um dort der Live-Musik zu lauschen, aber statt der von uns eher erwarteten regionalen Musik wurden internationale Pop-Titel zum Besten gegeben. Im Ganzen nicht schlecht, aber halt nicht das was wir erwartet hatten. Wir hatten trotzdem unseren Spaß wie man sieht (hier fehlt Emily – klingt auch nicht amerikanisch, ist aber auch eine Freundin von Irene, die auch hier schon mit von der Partie war):

Happy Girls

Happy Girls

Dann ging es ins Republica, wo es gutes afrikanisches Essen gibt. Dem Taxifahrer haben wir dabei gleich noch eine schöne Geschichte geliefert, die er jetzt wohl all seinen Kollegen erzählt: Emily wollte noch vor dem Losfahren klären, dass wir nicht mehr als 1000 RWF bezahlen würden, sagte aber „one million“ statt „une mille“ oder „one thousand“, woraufhin der Fahrer etwas verdutzt guckte und nochmal nachfragte. Das konnten wir dann natürlich noch aufklären, mussten dann allerdings trotzdem 2000 bezahlen, aber das war auch ganz ok. Nach einem sehr leckeren Essen kam Robert auch noch zu unserer Mädchenrunde und gemeinsam zogen wir dann noch in den Nachtclub im KBC (weiß nicht, ob der Club einen eigenen Namen hat), wo wir so richtig den Laden gerockt haben :D Robert kennt glücklicherweise den DJ (wen kennt Robert eigentlich nicht?), so dass wir auch gute ostafrikanische Musik bekamen und damit auch die angetrunkenen Männer ertragen konnten, die sich auf „unserer“ Tanzfläche breitmachten. Zu lustig, wie manche Leute so tanzen. Wir hatten alle aber sehr viel Spaß denke ich. Robert und ich haben es so auch endlich mal geschafft, zusammen tanzen zu gehen! Und das nach knapp 8 Monaten… unglaublich…

Der Hahn im Korb

Der Hahn im Korb

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Alles beim Alten

Nachdem mein Schatz gestern Nacht tatsächlich mal Zeit hatte, zuhause zu schlafen, haben wir unser Wiedersehen mit Pizza und Wein gefeiert und Robert konnte sich gar nicht satt sehen an seinen Mitbringseln. Wie ein kleines Kind zu Weihnachten – echt süß :) Aber wie gewohnt war unser Zusammensein mal wieder nur von kurzer Dauer. Er ist nun schon wieder auf dem Weg in den Akagera Park und ich sitze „mal wieder“ im Bourbon Coffee nach einem Salat und werde gleich mit Irene nach Butare fahren.
Beunruhigenderweise habe ich mir am Samstag ganz schön viele Mückenstiche beim Hash eingefangen. Hoffen wir mal, dass das alles keine Malaria-Mücken waren… Heute Abend gibt’s dann Anti-Mücken-Zeugs!

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