Category archives: in Ruanda

Gefunden!

Nach einer endlos erscheinenden Odyssee durch die Bürokratie und die Büros von NUR haben Theresa und ich doch heute tatsächlich den Brief gefunden, in dem ich um die Rückerstattung meiner Reisekosten vom Juli/August gebeten hatte! Wäre ich doch bloß früher schon mal zum Vizerektor für Finanzen gegangen! Heute habe ich jedenfalls die Damen in seinem Vorzimmer offenbar so eingeschüchtert, dass sie verzweifelt in ihren Büchern gesucht haben, um herauszubekommen, was mit meinem Brief passiert ist. Nachdem ich dort dann schon etwa 10-15 Minuten rumstand, kam glücklicherweise noch meine Kollegin Theresa, die im CGIS für die Finanzen zuständig ist und hat mir beigestanden. Entsprechend erleichtert waren die Damen, als sie den Vermerk in ihren Büchern gefunden haben, dass der Brief Anfang September das Büro des VRAFs verlassen hat und ins Büro vom Direktor für Finanzen gewandert ist. Also sind wir hinterher gewandert. Dort wurde uns gleich gesagt, dass der Brief unmöglich noch dort sein kann und wieder verzweifelt durch die Bücher geguckt. Und auch diese Dame wurde fündig: Der Brief wurde an die nächste Abteilung weitergeleitet. Also gingen wir wiederum in das nächste Büro, wo dann jemand erst in dem einen dann in einem anderen Aktenordner blätterte, um dann meinen Brief fein säuberlich abgelegt dort wiederzufinden. Sogar der Vermerk vom Direktor für Finanzen „OK for refund“ war schon drauf. Bloß dass uns dieser leider nie erreicht hat und so Theresa mir auch nie einen Scheck ausstellen konnte. Seufz. Ende gut, alles gut!

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Der Countdown läuft

Nachdem ich letzte Woche noch ganz gut das Training hinter mich gebracht hab, war ich erstmal (und das erste Mal!) mit Robert in Nyamirambo shoppen und konnte für 100 Euro zwei Jeans, zwei Röcke und zwei Blusen ergattern. Während ich im ersten Laden noch das Gefühl hatte, zuviel bezahlt zu haben, hat Robert im zweiten dann ordentlich verhandelt, so dass ich dort für das gleiche Geld wesentlich mehr bekommen hab.

Am Freitag hab ich mich dann mal auf die Suche nach drei Angeboten für meinen Rückflug nach Deutschland gemacht. Naiv wie ich bin, bin ich zu den drei Agenturen gegangen, die ich selbst gefunden hab, bzw. die mir Robert empfohlen hat. Als ich bei der letzten raus bin, hatte ich aber doch ein blödes Gefühl und hab  doch lieber nochmal bei Yvette angerufen, um nachzufragen, ob das jetzt so in Ordnung sei. Natürlich nicht – NUR akzeptiert nur die Angebote von drei bestimmten Reiseagenturen, die ich dann also auch noch auf- und z.T. suchen musste. Erstaunlicherweise bekam ich so nun insgesamt 6 Angebote mit Preisen zwischen umgerechnet etwa 510 und 900 Euro für einen einfachen Flug von Kigali nach Tegel, alle mit dem gleichen Flieger! Das günstigste Angebot war natürlich nicht von einer der Agenturen, die von NUR bevorzugt werden. Nun bin ich gespannt, ob die das noch bei Zeiten hinbekommen, mir meinen Flug zu buchen. Wenn nicht, bleib ich eben hier :) War nur Spaß…

Bei dem strahlenden Sonnenschein und nach einem Vormittag am Pool gestern fällt es mir immer schwerer, mich auf zuhause zu freuen. Könnt ihr nicht alle ein Stück Berlin einpacken und herkommen? Das würde mir sehr entgegen kommen…

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Etwas destruktiv die Guten…

Gestern haben Martina und ich noch gestaunt, in welcher Geschwindigkeit, die Leutchen, einen Berg Kies ein paar Meter weiter geschippt haben. Heute bei der Kaffeepause konnten wir dann staunen, wie schnell doch eine Mauer unter der Last von ein paar Kubikmetern Kies einstürzen kann:

eingestürzte Mauer im Zuge von Umschichtung eines Berges Kies so sieht die ganze Baustelle aus

Das ganze war zu beobachten vom Telekom House in Kacyiru (in Kigali), wo ich momentan ein Training in Angewandten Techniken in GIS für PNILP gebe. Leider hab ich immer nur 1-2 Teilnehmer, was mich ein bisschen frustriert, dafür kann ich aber immer noch die Büromitarbeiter vom CGIS Kigali Office zur Kaffeepause einladen, weil die für 5 Leute geplant war und auch so geliefert wird. Und immerhin wird man hier im 5. Stock mit einer schönen Aussicht belohnt:

Aussicht Telekom House Kacyiru/Kigali

Der Guard hier meint’s bestimmt auch nur gut, aber im Falle einer meiner Teilnehmerinnen hat er dann doch etwas übertrieben finde ich. Er wollte sie nicht reinlassen, weil sie keine ID dabei hatte! Auch als ich meinte, ich kenne sie, wollte er keine Ausnahme machen. Ich weiß nicht, wie sie es dann schließlich hinbekommen hat, aber sie hat es dann doch noch geschafft. Weiß ja auch nicht, aber mich hat noch nie jemand nach ner ID gefragt. Wahrscheinlich könnte ich hier mit drei Computern unterm Arm rausspazieren, bloß weil ich Muzungu bin…

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Was tun mit der Basilikumplantage?

Bei einem „Spaziergang“ durch meinen Garten habe ich mit Freuden und gleichzeitig mit Schrecken festgestellt, dass ich inzwischen eine Basilikumplantage in meinem Garten habe! Gefreut weil der richtig gut aussieht, erschreckt weil ich gar nicht weiß, was ich jetzt damit anfangen soll. Soviel Tomatensalat mit Basilikum kann doch kein Mensch essen! Das hat allerdings meine Kreativität beflügelt und so gabs mittags heute Spaghetti mit „ruandischem Pesto“ – in Ermangelung von Pinienkernen und frischem Parmesankäse gab es eine etwas trockene aber leckere Soße aus Knoblauch, Olivenöl, Basilikum und Tüten-Parmesankäse. Zum Abendessen gabs dann Tomatensalat mit Basilikum. Noch irgendwelche kreativen Vorschläge was ich mit meinem Basilikum anfangen kann außer ihn zu verkaufen?

meine Basilikumplantage  ein Hauch von Karotten  Gurken oder Wassermelonen?

Neben dem Basilikum gibt es schon einen Hauch von Karotten, die es aber wohl nicht mehr zur Vollendung schaffen werden, bevor ich abreise. Ebenso wenig die Gurken oder Wassermelonen, die im nächsten Feld wachsen. Ja, sorry, keine Ahnung wie die Pflanzen von Gurken und Wassermelonen aussehen! Ich weiß nur, dass es eins von beidem sein müsste, da ich keine anderen Samen mitgebracht hab.

Als Schmankerl hab ich heute noch zwei kleine Anekdoten der letzten Woche zu bieten:

Am Sonntag wollte ich eigentlich das Apfel-Zimt-Brot backen, das Nic mitgebracht hatte. Ich hatte auch schon alles schön zusammengerührt und zum Gehen in die Sonne gestellt. Als ich es dann allerdings reinholen wollte, um es zu backen, war es verschwunden! Mein Französisch hat dazu gereicht, herauszufinden, dass Alphonse, mein Guard (toller Wächter!) dachte, das Brot wäre für ihn und dass er schon was davon gegessen hat! Seit dem hab ich ihn extrem selten gesehen muss ich sagen und gesprochen haben wir auch so gut wie gar nicht. Selbst die Schüssel, in der der Teig war, hab ich noch nicht wiedergesehen… Vielleicht hat er ja wenigstens ordentlich Bauchschmerzen bekommen. Ggggrrrr.

Am Dienstag auf dem Weg nach Kigali wurde unser Bus auf einmal von einer enormen Druckwelle erfasst: Dem Laster vor uns (mal wieder gnadenlos überladen wie es aussah) ist ein Reifen geplatzt! Ich hab gedacht, das wär ne Explosion gewesen, so hat das geknallt! Aber sowohl der Laster als auch unser Bus haben die Lage ohne Probleme gemeistert – bzw. die Fahrer natürlich ;-)

Morgen bekomme ich einen neuen Mitbewohner: Claudio aus der Schweiz, der beim CGIS ein Praktikum macht. Gleichzeitig muss ich mich von meinem Internet verabschieden: Irene kommt heute aus Griechenland zurück und will natürlich ihr Internet wiederhaben. Dann kann ich mich vielleicht auch wieder aufs Arbeiten konzentrieren ;-) Und ihr müsst wieder ein bisschen geduldiger sein mit meinen Beiträgen…

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S…kalt!

Also wirklich! Ihr hättet eure S…kälte ruhig für euch behalten können! Wir sitzen hier alle in Jacken  im Büro weil es so kalt ist (ich nur in Strickjacke, weil ich nicht dachte, dass es soooo kalt sein würde) und alle sind am Jammern. Ich hab ihnen dann erstmal erzählt, wie kalt es in Deutschland ist und dass wir etwa 30 Grad mehr haben als ihr da oben im hohen Norden. Leider ändert das aber nichts an meinen kalten Fingern und meiner kalten Nase und meinen kalten Füßen und meinen verspannten Schultern. Außerdem regnet es auch noch, was mich gerade davon abhält, mal wieder ein Päckchen von der Post abzuholen. Da wäre mir ja dann doch Schnee lieber…

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Irgendwelche Wünsche?

So, meine Lieben, da hier meine Zeit langsam aber sicher dem Ende zugeht, ist es jetzt an mir zu fragen, ob jemand noch irgendwelche Wünsche hat, was ich ihr/ihm aus dem schönen Ruanda mitbringen könnte. Kaffee, Tee und Pilipili wären typisch für Ruanda, ebenso Imigongos (die Kuhdungbilder mit meistens geometrischen Formen in schwarz-weiß oder noch mit grau und/oder rot) oder knallbunte Stoffe. Da ich nicht jedem 5m Stoff oder ein tansanisches Pärchen von 1,70m mitbringen kann, würde ich mal sagen: Wer zuerst kommt, malt zuerst! Gerne auch per Email an meine TFH-Adresse.

@Alex: Der Stoff für dich ist natürlich schon notiert, kannst mir aber trotzdem mal ein Foto schicken von der Tunika, die du gemacht hast, damit ich ne Vorstellung davon hab, was dir gefällt.  ;-)

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Sie ist weg

Tja, jetzt isse schon wieder weg. Eigentlich wollte ich ja heute zu einem Meeting nach Kigali fahren und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, Nicole (die andere) zum Flughafen zu bringen. Aber mein Direktor hatte die tolle Idee einer Klausurtagung, so dass ich Nicole nur in den Bus setzen konnte und nun in Sovu sitze und ein bisschen das Gefühl habe, meine Zeit zu verschwenden. Aber ich schätze mal, dass das hier schon alles seinen Sinn hat ;-)

Einen guten Vorsatz hat unser Direktor heute früh schon für die Arbeit im CGIS gefasst: Er will die Pünktlichkeit verbessern. Das hat natürlich heute schonmal nicht geklappt, aber der gute Wille zählt, nicht wahr?

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Happy New Year 2009!

Frohes Neues Jahr euch allen noch!

Ja, wir haben den Jahreswechsel überlebt – feuchtfröhlich mit etwa zwei Raketen über Kigali und 40 Wunderkerzen bei Gary und Kim (seinem Hund) zuhause. Zur East African Party sind wir leider nicht mehr gekommen, aber auch bei Gary war es lustig und wir waren erst um 4 im Bett.

Zweimal Nicole im neuen Jahr

Am Neujahrstag ging es dann bereits um 10 (gut dass wir nicht fahren mussten ;-)) nach Kibuye. Einen Bus gab es leider nicht, so dass wir uns mal wieder Emmi und ein Auto geleistet haben. Man gönnt sich ja sonst nix… Kibuye hat sich aber – wie immer bisher – gelohnt. Ich war ja nun schon zum vierten Mal da und war wieder begeistert von der tollen Landschaft. Die Küche vom Bethanie hat uns allerdings eher im negativen Sinne vom Hocker gehauen: Da wartet man ewig (über eine Stunde!) auf eine Tomatensuppe, die sich als – mit gutem Willen – Gemüsesuppe präsentierte, wobei der Kellner aber darauf bestand, dass das wirklich Tomatensuppe sei, obwohl da keine einzige Tomate drin war, und ein paar fritierte Bananen, die als Bananenchips verkauft wurden. Na gut, wir haben auch nur insgesamt 3000 RWF (nichtmal 4 Euro) dafür bezahlt, aber irgendwie hätte man ja schon gerne das, was man bestellt hat und das dann möglichst in einer Zeit, in der man nicht Gefahr läuft, in der Zwischenzeit zu verhungern…

Nachdem wir am ersten Nachmittag in Kibuye nicht ganz so tolles Strandwetter hatten, wurden wir am 2. von der Sonne verwöhnt und konnten reichlich Sonne tanken. Ausnahmsweise war ich sogar mal so gut eingeschmiert, dass ich nichtmal einen Sonnenbrand bekommen hab.

ich mal wieder beim Telefonieren ;-)

Am Samstag ging es dann leider schon wieder zurück nach Kigali. Naja, für mich nicht nur „leider“, weil ich auch endlich mal wieder Robert – nach 16 Tagen Abstinenz! – gesehen hab. Und er hatte sogar ein bisschen Zeit für uns, so dass wir noch lecker essen waren und auch sonst noch  ein bisschen Zeit für einander hatten. Die 16 Tage waren echt ganz schön hart, aber wohl schon ein kleiner Vorgeschmack auf die Zeit, die mir bevorsteht, wenn ich wieder nach Deutschland gehe :(

Robert und ich

Morgen fährt nun auch Nicole (die andere) wieder nach hause – ein Grund mehr, traurig zu sein. War echt eine schöne Zeit…

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Weihnachten in Ruanda

Sooo viel ist passiert in den letzten Tagen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll mit erzählen.
Heiligabend war jedenfalls sehr schön! Nahezu traditionell mit Weihnachtsbaum, selber singen, Weihnachtsgeschichte und Bescherung. Nur statt Würstchen mit Kartoffelsalat, wie es bei mir in der Familie der Brauch ist, gab es bei uns Senfeier – einfach, weil wir das beide sehr gerne essen und ich mir extra Senfgurken aus Deutschland mitgebracht aber noch nicht verbraucht hatte. Leider haben wir nicht herausbekommen, ob es eine Christmette gibt (wenn möglich auch auf französisch), so dass wir den Gottesdienstbesuch auf den ersten Feiertag vertagt haben. Dieser hat dann auch prompt knapp zwei Stunden gedauert mit einer 20-25 minütigen Predigt – das war schon knapp an der Schmerzgrenze.
Für den Festbraten hatten wir Kurt, den ehemaligen Direktor vom CGIS, zum Essen eingeladen. Schon am Heiligabend hatten wir für einen Sauerbraten 1kg Rindfleisch eingelegt, das dann fast den ganzen Donnerstag Nachmittag im Ofen verbracht hat und von uns fleißig begossen und gewendet wurde. War ganz schön anstrengend, zumal uns ein wenig das passende Equipment fehlte. So musste meine Brotbackform als Bräter herhalten, was aber erstaunlich gut funktioniert hat. So 100%ig hat das mit dem Timing von Essen und Gast zwar dann nicht geklappt, aber als dann endlich das Essen auf dem Tisch stand (und zugegebenermaßen der Braten leider schon etwas kalt war), war uns (zumindest mir) trotzdem recht feierlich zumute und das Essen hat auch gut geschmeckt. Zum Sauerbraten gab es die mitgebrachten Kartoffel- bzw. Semmelknödel und Rotkohl und zum Nachtisch Mousse au Chocolat an Ananas mit Lebkuchenherz. Seeeehr lecker :)

Festessen: Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen

Der zweite Weihnachtsfeiertag war dann von Eugènes Hochzeit geprägt. Eugène ist einer meiner Lieblingskollegen, der aber leider die meiste Zeit in Kigali ist. So machten wir uns schon am frühen Morgen auf den Weg nach Kigali, zogen uns bei Robert in der Wohnung noch schnell um, kauften im Novotel noch ein kleines Hochzeitsgeschenk und eine Karte und fuhren dann nach Remera in die katholische Kirche. Vor der Kirche standen schon zwei Autos mit Brautpaaren und Bernard hatte uns bereits auf dem Weg nach Kigali erzählt, dass die Braut von Eugène gemeinsam mit ihrer Schwester heiraten würde. Eigentlich sollte die Hochzeit ja um 1 anfangen,und gegen halb2 ging es dann auch endlich mal los, allerdings nicht nur mit zwei Brautpaaren, sondern gleich mit fünf und insgesamt acht Priestern! Mit fünf Brautpaaren war schon etwas eigentümlich, aber das scheint wohl hier so üblich zu sein. So hatten dann auch die beiden Schwestern quasi ihren eigenen Pfarrer und die anderen drei Brautpaare dann auch jeweils einen. Leider haben wir natürlich nichts verstanden, aber es wurden alle „Phasen“ der Zeremonie immer der Reihe nach für alle Brautpaare durchgeführt, soweit haben wir noch durchgesehen. Dazu haben dann auch noch zwei Chöre gesungen und bei einem der letzten Lieder haben dann sogar die Schwester von Eugènes Frau und ihr Mann sowie deren Trauzeugen mitgesungen. Das war schon ein bisschen feierlicher als die moslemische Hochzeit beim letzten Mal und mehr nach meinem Geschmack. Zumal die Braut (eigentlich ja die Bräute) auch gefragt wurde und sie so schön gestrahlt hat :) Und ich hab sogar ganz tapfer durchgehalten und gar nicht geheult ;-)

5 Hochzeitspaare und 5 von 8 Priestern  Das stolze Brautpaar: Eugène und Immaculée  Nicole auf der Jagd

Burundische Trommler   Abendessen bei der Hochzeit
Nach der Trauung ging es in die „Bambino Super City“, einem Erholungspark etwas außerhalb Kigalis, wo an die 500 Gäste (mein Kollege schätzte sogar 600) zusammenkamen und einer schönen Feier mit tollen Tänzern und burundischen Trommlern beiwohnten. Diesmal gab es sogar was zu essen für alle: Kartoffeln, ein Brochette und eine Teigtasche. Da wir aber am Samstag früh aufstehen wollten, konnten wir leider nicht mehr so lange bleiben, auch noch unser Geschenk zu überreichen. So eine Hochzeit zieht sich echt ganz schön hin! Aber wir haben es dann meinen Kollegen mitgegeben, so dass es hoffentlich seine Empfänger erreicht hat.

Und jetzt seid ihr bestimmt neugierig, warum wir am Samstag so früh raus mussten :) Wir sind um halb6 abgeholt worden, um in den Akagerapark zu fahren! Ursprünglich wollten wir das mit Robert machen, aber der hat natürlich wieder kurzfristig einen anderen Auftrag bekommen, so dass er uns einen Freund geschickt hat, der uns durch die Gegend kutschiert hat. Ein echt lieber Kerl, der uns auch schon am Abend von der Hochzeit abgeholt hat. Als wir dann – noch nichtmal in Rwamagana angekommen – schon einen Platten hatten, tat er uns ganz schön leid. Ihm tat es auch furchtbar leid, obwohl er ja gar nichts dafür konnte, aber so waren wir dann ganz schön spät dran, als wir in den Akagerapark kamen. Wir haben dennoch noch einen Guide bekommen und konnten uns auch darauf einigen, in den Norden zu fahren, weil ich da noch gar nicht war und es dort oben etwas größere Herden geben sollte. Die Landschaft ist dort auch nochmal ganz anders, wie ich mich selbst überzeugen konnte. Auch wenn wir diesmal wesentlich mehr Zeit auf den geteerten Straßen Ruandas als im Park selbst verbracht haben, war es doch wieder ein tolles Erlebnis! Besonders viel Spaß hat es wohl gemacht, weil wir in dem Minibus, mit dem wir gefahren sind (mit 4WD!), auf die Sitze steigen und oben aus dem Dachfenster gucken und Fotos machen konnten. Unserem Fahrer wurde es dann aber wohl doch etwas mulmig, als wir durch die Savanne auf die Büffelherde zugefahren sind und der Guide ihn immer weiter fahren ließ. Aber wie ich gestern auch nochmal nachgelesen hab, sind die Büffel nur gefährlich wenn sie alleine sind. Ich finde ja, sie sehen ziemlich dämlich aus ;-)

männliches Impala  Zebras in der Savanne  Büffel auf der Flucht

ein Giraffenknäuel im Akagerapark   zwei Nicoles im Akagerapark  die Reisegruppe: Nicole2, Emmi, Charles und Nicole1

Den Sonntag haben wir dann entspannt mit einem Frühstück im Bourbon Coffee begonnen und wollten dann eigentlich Souvenirs einkaufen gehen, aber leider hatten die meisten Geschäfte geschlossen, so dass wir die meiste Zeit in einer Buchhandlung verbracht haben. Nachmittags ging es dann an den Pool vom Novotel, wo wir noch genüsslich das Wochenende ausklingen ließen, bevor es wieder in den Bus nach Butare ging.

leckeres Frühstück  paradiesisch im Garten vom Novotel

So, jetzt wisst ihr, was wir hier so getrieben haben, die letzten Tage. Ein paar von euch werden jetzt aber bestimmt gerne noch wissen wollen, wie denn die Ruander hier Weihnachten feiern. Leider kann ich dazu gar nicht viel sagen. Offenbar scheint es aber üblich zu sein – zumindest bei den jüngeren – an Weihnachten auf Parties oder in die Disco zu gehen und wir wurden etwas schräg angeguckt, als wir erzählten, dass wir ganz traditionell mit Weihnachtsbaum und Singen den Abend verbracht haben. Robert war jedenfalls erst um 5 im Bett, hatte aber seiner Familie zwei Tage vorher noch eine Ziege und einen Sack Reis nach Uganda geschickt. Komische Vorstellung…

Reicht für heute, oder? ;-)

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Noheli nziza!

Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch (bitte nicht zu wörtlich nehmen) ins neue Jahr!

So sehen hier die Weihnachtsbäume aus :(

Viele liebe Grüße, Nicole

PS: Für die, die es immernoch nicht mitbekommen haben: Momentan sieht es so aus als wäre ich ab 4.2.2009 wieder in Berlin.

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