Bei einem „Spaziergang“ durch meinen Garten habe ich mit Freuden und gleichzeitig mit Schrecken festgestellt, dass ich inzwischen eine Basilikumplantage in meinem Garten habe! Gefreut weil der richtig gut aussieht, erschreckt weil ich gar nicht weiß, was ich jetzt damit anfangen soll. Soviel Tomatensalat mit Basilikum kann doch kein Mensch essen! Das hat allerdings meine Kreativität beflügelt und so gabs mittags heute Spaghetti mit „ruandischem Pesto“ – in Ermangelung von Pinienkernen und frischem Parmesankäse gab es eine etwas trockene aber leckere Soße aus Knoblauch, Olivenöl, Basilikum und Tüten-Parmesankäse. Zum Abendessen gabs dann Tomatensalat mit Basilikum. Noch irgendwelche kreativen Vorschläge was ich mit meinem Basilikum anfangen kann außer ihn zu verkaufen?
Neben dem Basilikum gibt es schon einen Hauch von Karotten, die es aber wohl nicht mehr zur Vollendung schaffen werden, bevor ich abreise. Ebenso wenig die Gurken oder Wassermelonen, die im nächsten Feld wachsen. Ja, sorry, keine Ahnung wie die Pflanzen von Gurken und Wassermelonen aussehen! Ich weiß nur, dass es eins von beidem sein müsste, da ich keine anderen Samen mitgebracht hab.
Als Schmankerl hab ich heute noch zwei kleine Anekdoten der letzten Woche zu bieten:
Am Sonntag wollte ich eigentlich das Apfel-Zimt-Brot backen, das Nic mitgebracht hatte. Ich hatte auch schon alles schön zusammengerührt und zum Gehen in die Sonne gestellt. Als ich es dann allerdings reinholen wollte, um es zu backen, war es verschwunden! Mein Französisch hat dazu gereicht, herauszufinden, dass Alphonse, mein Guard (toller Wächter!) dachte, das Brot wäre für ihn und dass er schon was davon gegessen hat! Seit dem hab ich ihn extrem selten gesehen muss ich sagen und gesprochen haben wir auch so gut wie gar nicht. Selbst die Schüssel, in der der Teig war, hab ich noch nicht wiedergesehen… Vielleicht hat er ja wenigstens ordentlich Bauchschmerzen bekommen. Ggggrrrr.
Am Dienstag auf dem Weg nach Kigali wurde unser Bus auf einmal von einer enormen Druckwelle erfasst: Dem Laster vor uns (mal wieder gnadenlos überladen wie es aussah) ist ein Reifen geplatzt! Ich hab gedacht, das wär ne Explosion gewesen, so hat das geknallt! Aber sowohl der Laster als auch unser Bus haben die Lage ohne Probleme gemeistert – bzw. die Fahrer natürlich ![]()
Morgen bekomme ich einen neuen Mitbewohner: Claudio aus der Schweiz, der beim CGIS ein Praktikum macht. Gleichzeitig muss ich mich von meinem Internet verabschieden: Irene kommt heute aus Griechenland zurück und will natürlich ihr Internet wiederhaben. Dann kann ich mich vielleicht auch wieder aufs Arbeiten konzentrieren
Und ihr müsst wieder ein bisschen geduldiger sein mit meinen Beiträgen…
leitln, ihr denkts z’kompliziert:
in .rw: aufessen + stehen lassen
in .de: beim metro im topf kaufen