Diesmal war es sogar DER Pool, der in dem Titel zum Film gemeint ist, nämlich der vom Hotel des Mille Collines. Dort gibt es Sonntags ein Lunch Buffet inkl. Pool-Benutzung – also ganz perfekt für mich als Strohwitwe. Das Wetter hat sogar auch mitgespielt, gleichzeitig war es aber auch nicht zu heiß, ich hab noch einen Platz mit Sonnenschirm ergattert und Sonnenmilch hab ich diesmal auch genügend aufgetragen, so dass ich keinen Sonnenbrand habe! Leckeres Essen gab es auch – mal sehen ob ich auch alles vertrage.
Den Mücken habe ich heute Abend den Kampf angesagt! Im Schlafzimmer hab ich jetzt gesprüht und ich hab auch Nachfülldinger gefunden, für diese Dinger, die man in die Steckdose stecken kann. Mal sehen, ob das hilft.
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kalte Duschen
Am Donnerstag Nachmittag kam zwar endlich das Wasser zwischenzeitlich wieder (heute war es ein ständiges Kommen und Gehen), aber nun hab ich die Qual der Wahl zwischen einer kalten Dusche von oben oder einer warmen aus dem Eimer. Weil nämlich das Heizsystem für die warme Dusche offenbar kaputt ist. Ich glaube, die paar Male, wo ich tatsächlich mal in den Genuss einer warmen Dusche bei Robert kam, kann ich an einer Hand abzählen. Entweder gibt es gar kein Wasser oder das Ding ist kaputt. Jetzt muss ich mich entscheiden, ob ich mir wieder eine kalte Dusche antue, oder ob ich mir die Mühe mache, Wasser warm zu machen. Na erst mal gucken, ob wir überhaupt noch Wasser haben, sonst hat sich eine Teilfrage schonmal erledigt. Aber ich tendiere doch eher zu einer warmen Eimerdusche…
Irgendwelche Tipps, wie man Mücken aus dem Zimmer bekommt, ohne sie einzeln zu erschlagen oder Gift zu sprühen?
… temporarily not available…
Ich hab mich gestern dummerweise daran gemacht, die Software für meine Webseite zu aktualisieren, was leider dazu führte, dass sie gar nicht mehr ging. Ich hoffe, ihr habt euch noch keine Sorgen gemacht. Aber jetzt ist ja alles wieder schick und up-to-date ![]()
Heute hab ich mich mal aus dem Haus gewagt und nutze das angeblich so gute Internet im Bourbon Coffee. Bis gerade eben hätte ich das auch bestätigt (hatte ich auch gerade Robert geschrieben, dass das Internet gut ist), aber prompt war die Verbindung weg und ließ dann auch eine Weile auf sich warten, bis sie wieder da war. Super. Sowas nennen die dann reliable internet connection und machen auch noch Werbung damit. Dabei wollte ich doch noch soviel online erledigen! Grummel…
Das Stück den Hügel rauf in die Innenstadt hat mich ganz schön geschlaucht. Ich ärger mich, dass ich nicht gleich meinen Badeanzug mitgebracht hab, wenn ich schonmal hier bin. Dann hätte ich nach dem Mittagessen gleich noch in den Pool hopsen können. Aber wenn ich erst wieder nach hause muss und dann den Hügel wieder hoch, kann ich mich bestimmt nicht dazu überwinden. Vielleicht ja morgen dann.
Ich bin ganz stolz auf mich, weil ich gestern nicht nur mein Buch zuende gelesen sondern tatsächlich auch schonmal eine Liste gemacht hab, wen ich treffen/sprechen muss und mit welcher Priorität. Die ersten beiden Anrufe hab ich auch schon gemacht, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben, gell
Wieder in meinem zweiten Zuhause…
…oder in meinem ersten? Endlich wieder bei meinem Schatz zu sein, hat schon irgendwie mehr was von einem Zuhause als meine Einzimmerwohnung in Berlin. Was mir hier bloß fehlt, ist ein Schreibtisch bzw. ein annehmbarer Arbeitsplatz (abgesehen von der Couch) und ein Kleiderschrank – am besten einer für mich alleine
Und zugegebenermaßen sind meine Familie und Freunde in Berlin ganz schön weit weg, aber was soll man machen?
Der Flug mit Lufthansa/Ethiopian Airlines (diesmal nicht mit Brussels) war zwar lang und der Aufenthalt in Frankfurt teuer (eine Kugel Häagen Dasz Eis für 2,90 Euro! Man gönnt sich ja sonst nix…), aber immerhin gab es auf dem Lufthansa-Flug nach Addis ein gutes Unterhaltungsprogramm (für jeden einzeln steuerbar!), so dass ich mich nicht langweilen musste. In Addis fand ich es wieder sehr sonderbar, aber wenigstens hatte ich dadurch nur eine Stunde, die ich überbrücken musste. Erst mussten wir über eine normale Gangway in den Terminal, wurden dann in einer Gruppe gesammelt, die in den Transit nach Kigali oder Dar es Salaam oder so wollten. Nach einer Weile wurde dann diese Gruppe durch einen langen Gang und eine Treppe runter geleitet (hier immerhin auch eine Rolltreppe, die aber nach oben ging, nicht nach unten, wo wir hin mussten), um dann dort auf einen Bus zu warten, der einen in den anderen Terminal bringt. Dort ging es dann eine total schmale Treppe wieder rauf und kam dann zu dem jewiligen Gate (oder endlich aufs Klo!). Am Gate bekamen dann einige noch Boarding Karten, und alle einen Aufkleber auf die Karte – wofür auch immer. Hieß jedenfalls wieder Schlangestehen, aber man hat ja auch sonst nix zu tun. Zum Flieger nach Kigali ging es dann eine ähnliche schmale Treppe wieder runter, in den nächsten Bus, der einen dann zum Flugzeug brachte, wobei ich das Gefühl hatte, die würden uns jetzt mit dem Bus nach Kigali bringen, weil unser Flieger scheinbar am anderen Ende des Flughafengeländes geparkt war. Es war auch eine recht kleine Propellermaschine (aber immerhin größer als die vor zwei Wochen von Brüssel nach Berlin), die furchtbar laut und unbequem war. Ich habe jedenfalls keinen Hebel oder ähnliches gefunden, um den Sitz nach hinten zu legen und auch mit iPod war die Geräuschkulisse nicht wirklich zu übertönen ohne einen Gehörschaden zu nehmen. Die Maschine scheint auch noch ohne empfindliche elektrische Systeme geflogen zu sein – jedenfalls wurden wir vor der Landung nicht dazu aufgefordert, unsere Geräte abzuschalten und die meisten wurden dann auch erst direkt bei der Landung wieder wach glaube ich. Ich bin schon beim Ausklappen der Räder aufgewacht und mein erste Gedanke war: „Gleich seh ich meinen Schatz!“ ![]()
Hier ist jedenfalls fast alles beim Alten: Seit ich angekommen bin, gibt es kein fließend Wasser bei uns im Haus (wahrscheinlich im ganzen Viertel). Ich versteh das ja immer nicht, wie sie einfach für 1000 Menschen das Wasser abstellen können, damit es für die anderen reicht oder warum auch immer. Ich gewöhne mich jedenfalls wieder daran, aus dem Eimer zu duschen, was heute dann eher kalt ausfiel, weil ich zu faul war, mir Wasser heiß zu machen. Robert ist auch schon etwas genervt, dass das Wasser immernoch weg ist. Gestern hatte ich schon das große Vergnügen, endlich wieder meinen Lieblings-Grillfisch zu essen, auch wenn mir der im Chez Lando nicht so gut schmeckt wie im La Palme in Musanze. Eine Stunde drauf warten muss man aber überall, das kennen wir ja schon. Immerhin ließ man uns im Chez Lando nicht auf dem Trockenen sitzen und wir bekamen während der Wartezeit was zu trinken. Das ist ja hier auch nicht immer vorauszusetzen.
Auch wenn Robert tagsüber diese Woche in Kigali arbeiten muss, genießen wir die Zeit, die wir zusammen haben, sehr. Nächste Woche werde ich wohl ein paar Tage ohne ihn auskommen müssen
Ich muss mir jetzt erstmal nen Plan machen, was ich überhaupt in den nächsten Wochen hier alles erledigen und mit wem ich sprechen muss, damit ich in sechs Wochen nicht nach hause fahre, ohne weitergekommen zu sein. Gestern hatte ich jedenfalls schonmal einen sehr schönen Urlaubstag – ich fürchte, so entspannend wird es nicht die ganzen sechs Wochen laufen können.
Ich bin dann mal weg….
Die Koffer sind schon seit Samstag gepackt und das Taxi ist auch schon bestellt – jetzt geht es gleich endlich wieder nach Ruanda. Diesmal hab ich nicht ganz so ein volles Programm, so dass ich hoffentlich auch ein bisschen dazu komme, Urlaub zu machen und Zeit mit meinem Schatz zu verbringen. Die gute Kamera hab ich auch wieder dabei – vielleicht gibt es ja dann auch wieder ein paar schöne Bilder zwischendurch.
Ich wünsch euch nen schönen Sommer!
Mich erwarten 28 Grad bei Wind und Regen, wie es aussieht, na mal sehen. Wird schon auch ein bisschen Sonne für mich geben. Sonnenmilch hab ich jedenfalls vorsichtshalber dabei.
Macht’s gut!
Kurzurlaub im Nordwesten Ruandas
So meine Lieben, endlich sind die Fotos fertig bearbeitet und hochgeladen, so dass ich euch nun auch etwas über meine letzten Tage berichten kann.
Robert und ich hatten ein paar herrliche Tage in Ruhengeri (Musanze) und Gisenyi (Rubavu) und allem was so dazwischen oder drum rum liegt. Abgesehen davon, dass es natürlich einfach schön war, noch ein paar Tage mit Robert zu verbringen, hatten wir absolutes Glück mit dem Wetter und haben die Schönheit dieses Landes genossen, das Robert auch mal auf eine ganz andere Weise gesehen hat. Ist halt doch was anderes, ob man mit Touristen im Gepäck unterwegs ist, oder mit seiner Liebsten ![]()
Am Mittwoch ging es zunächst nach Ruhengeri, wo wir bei Robert im Haus übernachtet haben. Ist immer wieder schön, dort zu sein, zumal viele meiner Sachen für Küche und Wohnzimmer inzwischen hier gelandet sind. Am Donnerstag Vormittag hat es dann erstmal wie aus Kübeln gegossen, aber was gibt es gemütlicheres als den auf das Dach prasselnden Regen, wenn man gemütlich im Bett liegen bleiben kann?! Glücklicherweise zog es dann aber am Nachmittag auf, so dass sich unser Ausflug zur Virunga Lodge oberhalb der Seen Bulera und Ruhango (auch Twin Lakes genannt) sehr gelohnt hat. Ein bisschen diesig war es leider auch den Rest des Tages, aber man hat dort eine tolle Aussicht und wir haben das Schauspiel der Wolken genossen. Eine Übernachtung dort oben kostet etwa 1000 USD (nein, kein Tippfehler) – wir haben uns mit Kaffee und African Tea begnügt. Es ist schon ein sehr schönes Plätzchen und bis auf das Hauspersonal waren wir auch die einzigen dort.

Panorama der Virunga Vulkane; von links nach rechts: Karisimbi (4507 m), Mikeno (Congo) hinter Bisoke, Sabyinyo (kaum zu sehen), Gahinga und Muhabura (4127 m)
Am liebsten hätten wir dort auch noch den Sonnenuntergang abgewartet, aber wir wollten auch noch nach Gisenyi an den Lake Kivu, so dass wir uns irgendwann von dem Anblick der Vulkane und der Seen loseisen mussten. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu hause ging es dann also weiter Richtung Osten. Von 1840 m in Ruhengeri geht es über die Berge mit etwa 2500 m wieder runter zum See, der auf etwas 1500 m Höhe liegt. Auf der Straße sieht man unendlich viele Menschen (wie fast überall in Ruanda), aber auch ein Mützig-Hotel (Mützig ist eine der führenden Bier-Marken hier in Ruanda) und mit etwas Glück hat man auch nochmal einen schönen Blick auf die Vulkane.
In Gisenyi wurde im Stipp Hotel gespeist (sehr leckeres Steak), im Musanto House Hotel übernachtet und im Lake Kivu Serena ordentlich gefrühstückt, nachdem wir quasi noch vor dem Aufstehen schon die drei Kilometer bis zur kongolesischen Grenze (und natürlich auch wieder zurück) im flotten Laufschritt absolviert hatten. Nach dem Abendessen hatten wir noch versucht, das Glühen der Lava im Nyiragongo zu sehen, aber wahrscheinlich standen die Wolken gerade nicht günstig darüber. Als wir in der Dämmerung nach Gisenyi rein fuhren, war ein leichter roter Schimmer über dem Vulkan zu erahnen. Der Nyiragongo hatte 2002 die Grenzstadt Goma im Kongo zu einem Großteil zerstört.
Im Großen und Ganzen gibt es in Gisenyi nicht soooo viel zu sehen, aber dennoch ist es mal einen Ausflug wert. Hier gibt es beim Lake Kivu Serena und dann ein gutes Stück in Richtung kongolesische Grenze einen ganz schönen Sandstrand, von wo aus der See auch ausgiebig zum Baden genutzt wird. Wir hatten nun als wir zum Frühstücken im Hotel ankamen kein optimales Badewetter, aber einen tollen Kontrast zwischen Pool und See bzw. Regenwolken darüber. Eine schöne Stimmung.
Bei einem kleinen „Spaziergang“ durch den Garten des Hotels entdeckte ich einen Baum mit mir völlig unbekannten Früchten. Kann mir da jemand weiterhelfen?
Ansonsten gibt es von Gisenyi aus noch die Metangas-Bohrplattform im Lake Kivu zu sehen. Allerdings sieht man davon nur mit einem Fernglas oder einem Teleobjektiv wirklich was, da sie schon sehr weit im See liegt.
Was ich noch nicht wusste, ist, dass es in der Nähe von Gisenyi eine heiße Quelle gibt, die von den Kindern zum Baden und von den Müttern zum Kochen von Süßkartoffeln genutzt wurde, als wir dort auftauchten. Robert meint, die Gegend um Gisenyi ist eine der ärmsten Ruandas. Ob das so ist, mag ich nicht beurteilen, aber die Kinder sahen hungriger und ein bisschen verwahrloster aus als anderswo. Deshalb waren sie aber nicht weniger interessiert an unserem Auto (Roberts Dienstwagen).
Leider klarte es auf dem Rückweg nach Ruhengeri nicht schnell genug auf, um schönes Licht für ein paar Landschaftaufnahmen zu haben. So sind die Teeplantagen zwar trotzdem schön grün, aber die Hügel sind halt leider immer diesig. Dennoch haben Robert und ich die schöne Landschaft genossen und ein bisschen was versucht, für euch einzufangen.

Terrassen-Landwirtschaft mit den Virunga Vulkanen im Hintergrund (Karisimbi, Mikeno (Congo) und Bisoke)
Kurz vor Kigali war das Licht dann wieder so schön, dass ich endlich mal ein schönes Bild von Kigali machen konnte (sofern man Kigali als schönes Motiv ansieht). Rechts auf dem Hügel inklusive dem Hochhaus liegt die Innenstadt.
Wir schafften es gerade so nach hause, bevor Robert schon wieder ins Büro musste, um sich den Plan für die nächsten Kunden abzuholen. Jetzt hoffen wir, dass er am Dienstag rechtzeitig genug zurück in der Stadt ist, um mich zum Flughafen zu bringen.
Freitag Abend war dann aber wenigstens auch endlich mal Gelegenheit, mich mit Markus und einer neu gewonnenen Freundin aus Bayern zum Essen zu treffen. Katja hat gerade vier Monate hier in Ruanda in einem Jugenddorf gearbeitet und hatte mich – so wie Markus auch – über meine Webseite gefunden, kontaktiert und mit Fragen gelöchert. So waren wir froh, dass wir uns nun tatsächlich auch mal persönlich kennenlernen konnten.
Den Sonntag habe ich heute mit zwei weiteren Gästen aus Berlin im La Pallise am Pool verbracht. Leider scheint die Regenzeit doch noch nicht ganz überwunden zu sein, auch wenn es insgesamt schon trockener zu werden scheint, so dass wir beim Mittagessen mit Sack und Pack vor dem Regen unter den bereitstehenden Pavillon flüchten mussten. Dadurch wurde es dann auch recht kühl, so dass wir gar nicht so lange geblieben sind wie wir ursprünglich geplant hatten. Das hat trotzdem nichts daran geändert, dass ich trotz LSF 30 wiedermal einen ordentlichen Sonnenbrand habe. Geht halt hier doch immer viel schneller als ich denke…
Jetzt ist noch mal ein kleiner Endspurt angesagt, um in den letzten beiden Tagen noch ein paar nützliche Leute zu treffen (ich will endlich Daten haben!). Dass die Zeit hier immer so schnell vergehen muss! Bald habt ihr mich wieder ![]()
VIP Treatment
Nach fast einer Woche ohne meinen Schatz können wir jetzt endlich ein paar Tage miteinander verbringen. Ja, ich hab trotzdem Zeit, am Rechner zu sitzen, weil er gerade bei einem Freund um die Ecke ist, um noch eine Kleinigkeit für sein neues „Marketingprogramm“ zu besprechen. Robert hat ein paar sehr gute Ideen, ein bisschen haben ihn wohl auch die „deutschen Besucher aus Berlin“ inspiriert, die verzweifelt und vergeblich nach schönen Postkarten gesucht haben.
Für letzte Nacht und heute musste Roberts bester Freund aus Roberts Wohnung ausziehen, die er seit vier Wochen mit seiner frisch Angetrauten bewohnt hat. Jetzt wollten wir auch mal wieder hier wohnen. Dadurch hatte Robert heute mal die Gelegenheit, sich ein bisschen für das „VIP treatment“ (O-Ton Robert) zu revenchieren, das Robert in Berlin von mir bekommen hat. Teil dieses VIP treatments war es auch, gestern bei ZEN essen zu gehen. Ein Restaurant mit orientalischer Küche und schöner Atmosphäre – und extrem-super-schnellem und gleichzeitig sehr leckerem Essen. Heute wurde ich dann auch schon wieder zum Frühstück vewöhnt. So lässt sich das aushalten
Heute geht es nun noch nach Ruhengeri, wo wir auf gutes Wetter hoffen, damit ich endlich noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten Ruandas sehen kann. Die gute Kamera habe ich jedenfalls im Gepäck, so dass ihr euch schon auf neue schöne Bilder freuen dürft ![]()
Hier nur die Bilder von gestern Abend [man beachte Roberts Hemd (Design: Karl Lagerfeld) und Hose (von ZARA) beides vom Ku’damm
]
In einer Woche bin ich schon wieder in Berlin ![]()
mal wieder Halbzeit
Die ersten zwei Wochen sind schon wieder um, der Workshop gut über die Runden gebracht und der Chef schon wieder an den heimischen Schreibtisch zurückgekehrt.
Glücklicherweise konnten wir aber am letzten Wochenende noch ein paar sehr schöne Tage in Kibuye verbringen. Dort finde ich es immer besonders schön und den Ort kannte Jürgen auch noch nicht. Schon die Fahrt nach Kibuye war ein Erlebnis für sich. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön, wenn man durch die Berge fährt und wir hatten zusätzlich auch noch das Glück, einen doppelten Regenbogen zu sehen, der bis zum Boden sichtbar war.
In Kibuye waren ein paar Großveranstaltungen, was es uns etwas schwerer machte, Zimmer zu bekommen, aber wir haben dann doch noch eine Unterkunft im Bethanie bekommen (wo ich fast immer geschlafen habe, wenn ich in Kibuye war) und sind dann am Samstag in Holiday Hotel umgezogen. Vorher hatten wir uns auch noch das Hotel Eden Rock angeguckt, aber da muss man ja Angst haben, sich zu verlaufen, so verwinkelt ist das. Preislich lag es etwas unter Bethanie und Holiday Hotel, aber da waren uns dann eine schöne Aussicht und ein schönes Plätzchen doch wichtiger. Überrascht waren wir beide vom guten Service im Bethanie, der flott und freundlich war und das Essen hat auch noch ausgezeichnet geschmeckt. Wir haben uns ja in den letzten zwei Wochen zu Brochette-Experten entwickelt und mussten wirklich sagen, dass die im Bethanie auf alle Fälle zu den besten gehören, die wir bisher gegessen haben. Und hübsch angerichtet waren sie auch noch. Am Samstag habe ich Jürgen stundenlang bei strahlendem Sonnenschein durch Kibuye „geschleift“ – erst auf der Suche nach einem neuen Hotel und dann mussten wir natürlich noch die wenigen Sehenswürdigkeiten abklappern, so dass wir meine übliche Runde dann auch noch beendet haben. Abgesehen von der Hauptstraße, die zum Krankenhaus führt, besteht der Ort nämlich hauptsächlich noch aus einer weiteren Straße, die aber als Einbahnstraße gegen den Uhrzeigersinn um einen Hügel herum verläuft. Wenn man die einmal abgelaufen hat, hat man eigentlich alles vom Ort gesehen
Mit kleinen Zwischenstopps, um eine Cola oder einen Tee zu trinken waren wir so eine ganze Weile unterwegs. Nachmittags konnten wir aber dann doch noch in den See „springen“, der temperaturtechnisch erstaunlich angenehm (wenn auch kühl) war. Der zweite Planschausflug wurde dann durch einen Regenschauer abgekürzt, der sich dann allerdings auch recht schnell in einen ausgewachsenen Regenguss verwandelte, so dass wir von zwei Kellnern mit Sonnenschirmen zum Hotel geleitet wurden. Da kamen wir uns ja dann schon ein bisschen albern vor, aber so ist das hier. Dafür wurden wir dann aber noch mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt (im Hintergrund der Kongo).
Am Sonntag haben wir noch der neuen Cormoran Lodge einen Besuch abgestattet.
Die hat für ziemlich hohe Übernachtungspreise immerhin eine außergewöhnliche Architektur zu bieten, aber dafür auch einen extrem schlechten Tee und einen höchstens „ausreichenden“ Kaffee. Meiner Erkältung zuliebe habe ich mich am Wochenende zum „African-Tea-Spezialisten“ entwickelt, der aber tatsächlich (zumindest subjektiv betrachtet) dazu beigetragen hat, dass es mir inzwischen viel besser geht. Während es meistens eher kleine Unterschiede im Geschmack gibt (mir ist oft zuwenig Ingwer drin, aber dafür gab es auch einmal einen mit Zimt), war der in der Cormoran Lodge eine echte Zumutung. Und normalerweise trinke ich auch meinen Tee aus, auch wenn er mir nicht so 100%ig schmeckt, aber den hab ich nicht runterbekommen!
Nachdem ich am Dienstag meinen Chef in den Flieger gesetzt hatte, hatte Robert immerhin noch kurz Zeit für einen gemeinsame Kaffee am Flughafen, bevor er mit den nächsten Gästen schon wieder nach Ruhengeri musste.
Gestern hatte ich dann noch ein bisschen was in Butare zu erledigen, wo ich wieder mal meine Freundin Irene schmerzlich vermisst habe. War doch immer wieder schön, dort einen Anlaufpunkt zu haben. Wäre schön gewesen, noch ein paar Tage in Butare zu bleiben. Aber ich bin ja schließlich nicht zum Urlaubmachen hier ![]()
Mit den Baumwipfeln auf Augenhöhe
Nach einer Woche in Ruanda gibt es schon wieder eine Menge zu erzählen und eigentlich weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Da ich euch aber nicht wieder mit seitenlangen Beiträgen belästigen will, versuche ich, mich kurz zu fassen und picke mir das absolute Highlight der ersten Woche heraus: den Canopy Walk im Nyungwe Nationalpark.
Für 60 USD darf man im Nyungwe Nationalpark seit letztem Oktober direkt in die Höhen der Baumwipfel des Regenwaldes hinaufsteigen. Dafür geht man eigentlich erstmal ein gutes Stück runter (insgesamt macht man bei der Tour aber gerade mal 150 Höhenmeter), um dann mit Hilfe des Canopy Walks ein Tal zu überqueren. Insgesamt 150 m Weg wurden hier mit einer extrem sicher wirkenden Seil- und Alu-Konstruktion mitten in den Regenwald gebaut. Von ein paar Kanadiern, die durch 20 einheimische Arbeiter unterstützt wurden. In ca. 6 Monaten wurden Unmengen an schwerem Gerät, Alugestängen, Seilen, Schrauben und was-weiß-ich-nicht-alles in den Regenwald geschleppt, wo 15 Meter tiefe Fundamente ausgehoben wurden, um die Alutürme zu verankern, die die Seilkonstruktionen halten. Das erste Stück Weg ist mit einer Länge von 45 m noch ganz gut zum Eingewöhnen. Vor dem Betreten des Alu-Weges bekommt man vom Guide auch noch ein paar ganz nützliche Anweisungen, wie z. B. dass wir möglichst in der Mitte gehen, nicht zu viel Abstand lassen sollten und dass springen und hopsen verboten ist. Spätestens auf der zweiten Strecke, die auf 90 m bis zu 60 m über dem Erdboden hängt, wo auch noch ein ordentlicher Wind wehte, machte sich dann auch der gute Rat, sich doch an den Seilen festzuhalten, bezahlt. Das war dann doch schon eher etwas für Fortgeschrittene bzw. definitiv nichts für unter Höhenangst Leidende. Jürgen hat jedenfalls gleich gesagt, das wäre nichts für seine Frau und ich musste an meinen lieben Kollegen Norbert denken, der sich vermutlich nie auch nur auf die erste Plattform gewagt hätte. Dabei trägt die Kontruktion vier Tonnen! Wir (Jürgen, Peter und ich) fanden es jedenfalls toll und haben die schöne Aussicht und das Gefühl, mit den Baumwipfeln auf Augenhöhe zu sein, genossen.
Und wer nicht so viel lesen will, der kann sich ab hier auch nur die Bilder angucken
(Tut mir leid, dass ich immernoch nicht rausbekommen habe, wie man es einrichtet, dass ihr euch alle Bilder hintereinander angucken könnt.)
Mit den Kollegen von der Humboldt Universität ging es am Freitag nach Butare, um die dortige Universität zu besuchen. Auf dem Weg machten wir noch einen Zwischenstop in einem der Health Centre, die ich im letzten Jahr besucht habe, wo eine Schwester geduldig die Fragen der mitreisenden Professoren beantwortete. Im Gespräch konnte ich so auch noch ein paar Informationen aufschnappen, die ich gut für meine Doktorarbeit verwenden kann und sofort notiert wurden. Kurz vor Feierabend haben wir auch noch einen Abstecher auf den Markt gemacht, der im letzten Jahr zu einem guten Teil einem neuen Gebäude weichen musste (ich hatte ursprünglich gedacht, dass in dieses Gebäude der Markt einziehen soll, aber danach sieht es jetzt nicht mehr aus). Entsprechend hat sich jetzt der Markt auf eine freie Fläche neben dem eigentlichen Markt verlagert, was leider nicht zu einer schönen Atmosphäre beiträgt. Wir wurden jedenfalls ziemlich argwöhnisch beäugt, als wir dort herumliefen und bei einem schönen Abendlicht ein paar Fotos machen wollten.
Am Samstag wurden wir zuerst von Rachel auf dem Campus der Universität herum geführt, wo wir von einem der Regenzeit alle Ehre machenden Unwetter heimgesucht wurden. Glücklicherweise haben wir es fast trocken bis ins Hauptgebäude geschafft, wo wir dann auch mit dem Dekan der Geographie verabredet waren. Bei dem Regen waren wir gezwungen, uns etwas länger in seinem Büro zu unterhalten. Unser gemeinsamer Ausflug „auf’s Land“ beschränkte sich dann aufgrund der Straßenverhältnisse mehrheitlich auf die Hauptstraße, war aber dennoch sehr interessant.
Für den Sonntag hatte ich mir überlegt, in den Nyungwe Nationalpark zu fahren, dort eine kleine Wanderung zu machen und in Cyangugu am Lake Kivu zu übernachten. Ersteres und Letzteres war auch kein Problem, aber als wir im Park ankamen, schüttete es wie aus Kübeln, so dass es überhaupt nicht in Frage kam, eine Wanderung zu machen. Aber wir haben uns die Informationsstation des Nationalparks angeguckt und beschlossen, am nächsten Morgen wiederzukommen. Zum Trost sind wir dann noch auf einen Tee/ein Bier in eine neu gebaute Lodge am Rande des Parks mitten in einer Teeplantage gefahren, die wirklich beeidruckend schön gelegen ist. Der Regen ließ dann auch nach, so dass der Wald wie verzaubert wirkte, als sich die Nebelschwaden durch die Bäume bewegten.
Nach einem netten und glücklicherweise auch trockenen Abend in Cyangugu wurden wir am nächsten Morgen mit strahlendem Sonnenschein und singenden, von der Arbeit heimkehrenden Fischern begrüßt. Immer wieder finde ich diesen See beeindruckend. Genauso begeistert mich immer wieder das Grün der Teeplantagen rund um den Nyungwe Nationalpark. Und so mussten wir, auch wenn wir eigentlich möglichst früh im Park sein wollten, um noch den Canopy Walk zu machen, doch noch anhalten, um die grünen Hügel zu fotografieren. Einfach nur wunderschön!
Inzwischen sind wir wieder in Kigali und haben bereits den ersten von drei Workshop-Tagen hinter uns gebracht. Wie nicht anders zu erwarten war, mussten wir uns doch noch um ziemlich viel kümmern und nicht alles hat optimal geklappt, aber zum heutigen Feierabend waren wir dann mit dem Verlauf des Workshops doch recht zufrieden. Mal sehen, wie die nächsten Tage werden…
Ach ja, meinen Job als Wachhund bin ich immernoch nicht los geworden und meine Stimme taugt auch noch nicht zur Karaoke fürchte ich. Dabei hatte ich am Montag beschlossen, dass das mit der Husterei jetzt ein Ende hat. Wie es scheint, muss ich jetzt nur noch meine Bronchen davon überzeugen.
Nach „Robert in Berlin“ jetzt endlich wieder „Nicole in Ruanda“
Wie meine werte Leserschaft ja bereits mitbekommen haben dürfte, haben Roberts und meine Anstrengungen, ihm ein Visum zu besorgen, Früchte getragen. Und inzwischen war er auch tatsächlich in Berlin. Jippiieh! Seine Anreise hat mich zwar bestimmt 10 neue graue Haare gekostet, aber die sind ja zum Glück gerade frisch erblondet, da fällt das dann nicht auf. Robert hatte erlebnisreiche Tage auf der ITB, wir waren gefühlte 48 Stunden shoppen, in Wismar an der Ostsee, in Hamburg beim König der Löwen und auf der Reeperbahn und natürlich in Berlin unterwegs. Robert hat mit großen Augen „mein“ schönes Berlin bestaunt. Irritiert haben ihn zunächst die toten Bäume, die ja gar nicht tot sind. Aber dann hat er gleich die tolle Organisation unseres Straßensystems bewundert, die Stadtplanung und den ÖPNV. Und dass die Leute hier so schnell gehen und arbeiten. Ja, so ist das hier. Das fällt einem natürlich extrem auf, wenn man aus dem Land der Langsamkeit kommt
Und der Kaffee schmeckt ihm in Deutschland auch besser als daheim. Könnte mit dem Wasser zusammenhängen… Am vorletzten Tag haben wir es dann tatsächlich auch noch geschafft, in Berlin eine Stadtrundfahrt mit dem Bus zu machen. Glücklicherweise bei strahlendem Sonnenschein, so dass die Kälte auch einigermaßen zu ertragen war. Die Kälte war eigentlich auch das einzige, was Robert nicht an Deutschland gefallen hat.
Wie meine werte Leserschaft ebenfalls bereits richtig geschlussfolgert hat, waren die Tage mit Robert in Berlin zu ereignisreich, um darüber in meinem Blog zu schreiben, so gerne ich es getan hätte. Inzwischen sind wir beide gemeinsam wieder nach Ruanda geflogen, wo wir beide schon wieder fleißig am Arbeiten sind, bloß leider an unterschiedlichen Orten. Während Robert bereits mit Schnupfen nach Berlin gekommen ist, bin ich mit „Husten, Schnupfen, Heiserkeit“ nach Ruanda geflogen, wo ich jetzt nachts den Wachhund spiele und vor mich hin huste. Ich sollte wahrscheinlich einfach nicht so viel quatschen, aber das ist etwas schwierig, wenn man noch so einiges organisieren muss und das am besten telefonisch funktioniert. Es hat sich jedenfalls als sehr förderlich erwiesen, dass wir schon eine Woche vor dem Workshop nach Ruanda gekommen sind. Heute sind nun noch unsere „Kollegen“ (immerhin mein Doktorvater, also kann ich kaum Kollege zu ihm sagen, und ein Post-Doc-Mitarbeiter von ihm) von der Humboldt Universität angereist, mit denen wir uns morgen auf den Weg nach Butare machen werden.
Ich bin froh, nach einem halben Jahr endlich wieder in Ruanda zu sein, auch wenn es diesmal nur für vier Wochen ist. Und bei ca. 28 Grad im Schatten wird sich hoffentlich meine Erkältung auch bald verabschieden. Und am Montag seh ich auch endlich Robert wieder.




































