So meine Lieben, endlich sind die Fotos fertig bearbeitet und hochgeladen, so dass ich euch nun auch etwas über meine letzten Tage berichten kann.
Robert und ich hatten ein paar herrliche Tage in Ruhengeri (Musanze) und Gisenyi (Rubavu) und allem was so dazwischen oder drum rum liegt. Abgesehen davon, dass es natürlich einfach schön war, noch ein paar Tage mit Robert zu verbringen, hatten wir absolutes Glück mit dem Wetter und haben die Schönheit dieses Landes genossen, das Robert auch mal auf eine ganz andere Weise gesehen hat. Ist halt doch was anderes, ob man mit Touristen im Gepäck unterwegs ist, oder mit seiner Liebsten ![]()
Am Mittwoch ging es zunächst nach Ruhengeri, wo wir bei Robert im Haus übernachtet haben. Ist immer wieder schön, dort zu sein, zumal viele meiner Sachen für Küche und Wohnzimmer inzwischen hier gelandet sind. Am Donnerstag Vormittag hat es dann erstmal wie aus Kübeln gegossen, aber was gibt es gemütlicheres als den auf das Dach prasselnden Regen, wenn man gemütlich im Bett liegen bleiben kann?! Glücklicherweise zog es dann aber am Nachmittag auf, so dass sich unser Ausflug zur Virunga Lodge oberhalb der Seen Bulera und Ruhango (auch Twin Lakes genannt) sehr gelohnt hat. Ein bisschen diesig war es leider auch den Rest des Tages, aber man hat dort eine tolle Aussicht und wir haben das Schauspiel der Wolken genossen. Eine Übernachtung dort oben kostet etwa 1000 USD (nein, kein Tippfehler) – wir haben uns mit Kaffee und African Tea begnügt. Es ist schon ein sehr schönes Plätzchen und bis auf das Hauspersonal waren wir auch die einzigen dort.

Panorama der Virunga Vulkane; von links nach rechts: Karisimbi (4507 m), Mikeno (Congo) hinter Bisoke, Sabyinyo (kaum zu sehen), Gahinga und Muhabura (4127 m)
Am liebsten hätten wir dort auch noch den Sonnenuntergang abgewartet, aber wir wollten auch noch nach Gisenyi an den Lake Kivu, so dass wir uns irgendwann von dem Anblick der Vulkane und der Seen loseisen mussten. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu hause ging es dann also weiter Richtung Osten. Von 1840 m in Ruhengeri geht es über die Berge mit etwa 2500 m wieder runter zum See, der auf etwas 1500 m Höhe liegt. Auf der Straße sieht man unendlich viele Menschen (wie fast überall in Ruanda), aber auch ein Mützig-Hotel (Mützig ist eine der führenden Bier-Marken hier in Ruanda) und mit etwas Glück hat man auch nochmal einen schönen Blick auf die Vulkane.
In Gisenyi wurde im Stipp Hotel gespeist (sehr leckeres Steak), im Musanto House Hotel übernachtet und im Lake Kivu Serena ordentlich gefrühstückt, nachdem wir quasi noch vor dem Aufstehen schon die drei Kilometer bis zur kongolesischen Grenze (und natürlich auch wieder zurück) im flotten Laufschritt absolviert hatten. Nach dem Abendessen hatten wir noch versucht, das Glühen der Lava im Nyiragongo zu sehen, aber wahrscheinlich standen die Wolken gerade nicht günstig darüber. Als wir in der Dämmerung nach Gisenyi rein fuhren, war ein leichter roter Schimmer über dem Vulkan zu erahnen. Der Nyiragongo hatte 2002 die Grenzstadt Goma im Kongo zu einem Großteil zerstört.
Im Großen und Ganzen gibt es in Gisenyi nicht soooo viel zu sehen, aber dennoch ist es mal einen Ausflug wert. Hier gibt es beim Lake Kivu Serena und dann ein gutes Stück in Richtung kongolesische Grenze einen ganz schönen Sandstrand, von wo aus der See auch ausgiebig zum Baden genutzt wird. Wir hatten nun als wir zum Frühstücken im Hotel ankamen kein optimales Badewetter, aber einen tollen Kontrast zwischen Pool und See bzw. Regenwolken darüber. Eine schöne Stimmung.
Bei einem kleinen „Spaziergang“ durch den Garten des Hotels entdeckte ich einen Baum mit mir völlig unbekannten Früchten. Kann mir da jemand weiterhelfen?
Ansonsten gibt es von Gisenyi aus noch die Metangas-Bohrplattform im Lake Kivu zu sehen. Allerdings sieht man davon nur mit einem Fernglas oder einem Teleobjektiv wirklich was, da sie schon sehr weit im See liegt.
Was ich noch nicht wusste, ist, dass es in der Nähe von Gisenyi eine heiße Quelle gibt, die von den Kindern zum Baden und von den Müttern zum Kochen von Süßkartoffeln genutzt wurde, als wir dort auftauchten. Robert meint, die Gegend um Gisenyi ist eine der ärmsten Ruandas. Ob das so ist, mag ich nicht beurteilen, aber die Kinder sahen hungriger und ein bisschen verwahrloster aus als anderswo. Deshalb waren sie aber nicht weniger interessiert an unserem Auto (Roberts Dienstwagen).
Leider klarte es auf dem Rückweg nach Ruhengeri nicht schnell genug auf, um schönes Licht für ein paar Landschaftaufnahmen zu haben. So sind die Teeplantagen zwar trotzdem schön grün, aber die Hügel sind halt leider immer diesig. Dennoch haben Robert und ich die schöne Landschaft genossen und ein bisschen was versucht, für euch einzufangen.

Terrassen-Landwirtschaft mit den Virunga Vulkanen im Hintergrund (Karisimbi, Mikeno (Congo) und Bisoke)
Kurz vor Kigali war das Licht dann wieder so schön, dass ich endlich mal ein schönes Bild von Kigali machen konnte (sofern man Kigali als schönes Motiv ansieht). Rechts auf dem Hügel inklusive dem Hochhaus liegt die Innenstadt.
Wir schafften es gerade so nach hause, bevor Robert schon wieder ins Büro musste, um sich den Plan für die nächsten Kunden abzuholen. Jetzt hoffen wir, dass er am Dienstag rechtzeitig genug zurück in der Stadt ist, um mich zum Flughafen zu bringen.
Freitag Abend war dann aber wenigstens auch endlich mal Gelegenheit, mich mit Markus und einer neu gewonnenen Freundin aus Bayern zum Essen zu treffen. Katja hat gerade vier Monate hier in Ruanda in einem Jugenddorf gearbeitet und hatte mich – so wie Markus auch – über meine Webseite gefunden, kontaktiert und mit Fragen gelöchert. So waren wir froh, dass wir uns nun tatsächlich auch mal persönlich kennenlernen konnten.
Den Sonntag habe ich heute mit zwei weiteren Gästen aus Berlin im La Pallise am Pool verbracht. Leider scheint die Regenzeit doch noch nicht ganz überwunden zu sein, auch wenn es insgesamt schon trockener zu werden scheint, so dass wir beim Mittagessen mit Sack und Pack vor dem Regen unter den bereitstehenden Pavillon flüchten mussten. Dadurch wurde es dann auch recht kühl, so dass wir gar nicht so lange geblieben sind wie wir ursprünglich geplant hatten. Das hat trotzdem nichts daran geändert, dass ich trotz LSF 30 wiedermal einen ordentlichen Sonnenbrand habe. Geht halt hier doch immer viel schneller als ich denke…
Jetzt ist noch mal ein kleiner Endspurt angesagt, um in den letzten beiden Tagen noch ein paar nützliche Leute zu treffen (ich will endlich Daten haben!). Dass die Zeit hier immer so schnell vergehen muss! Bald habt ihr mich wieder ![]()






















So ungern ich euch widerspreche, aber ich bezweifle arg, dass das Papayas sind. Zum einen sehen die Bäume gaaaanz anders aus, zum anderen wachsen Papayas direkt am Stamm soviel ich weiß und nicht zuhauf an einem kleinen Ast (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Papaya). Und ich mag Papaya nicht besonders – weder mit noch ohne Limetten-/Zitronensaft…
Andere Vorschläge?