Nur ganz kurz, weil Akku gleich alle und so ![]()
Der Park ist traumhaft. Gestern gleich früh um 7 erste Rundfahrt, dann an den Pool und nachmittags noch eine Bootstour. Heute auch schon um halb7 losgefahren und viel gesehen. Mehr Details dann morgen oder wahrscheinlich eher übermorgen. Hier aber schonmal die „auf-die-Schnelle-Best-of“:
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Urlaub auf Abruf
Leider verschiebt sich unser Aufbruch nach Uganda nun auf morgen. Ursprünglich wollten wir ja schon letzten Donnerstag fahren. Dann hat Robert aber noch einen Mieter für den Wagen gehabt, so dass er noch ein bisschen unsere Urlaubskasse auffüllen konnte. So war unsere Abreise für gestern geplant. Das hat dann aber leider auch nicht geklappt, weil der Volli***, der sich den Wagen geliehen hat, zu schnell gefahren ist und hier dann gleich die Papiere eingezogen werden, bis die Strafe von 50.000 RWF bezahlt ist. Also liegen die Papiere von unserem Auto nun in Rwamagana, wo sie hoffentlich heute abgeholt werden, so dass wir nun morgen früh endlich aufbrechen können. Hoffen wir mal das Beste. Dadurch haben wir nun leider auch nicht mehr ganz so viel Zeit nach hinten, weil Robert Freitagabend oder Samstag früh wieder hier sein muss. Wir werden aber bestimmt trotzdem eine schöne Zeit haben.
Etwas Gutes hatte die Verschieberei dennoch: Jean de Dieu, ein ehemaliger Kollege von mir hier in Kigali, hat gestern geheiratet. Davon wusste ich bis Freitag noch nichts und hatte dann eigentlich auch schon gesagt, dass ich leider nicht kommen kann. Aber nachdem wir nun gestern nicht losfahren konnten und Robert auch beschäftigt war, hatte ich doch mal wieder das Vergnügen an einer ruandischen Hochzeit teilzunehmen. Weil es prompt als ich mich auf den Weg machen wollte, anfing, wie aus Kübeln zu schütten, habe ich meine Anwesenheit auf den Empfang beschränken wollen. Da die es hier aber nicht mal schaffen, pünktlich zu heiraten, kam ich gerade zur Kirche, als die Hochzeitsgesellschaft sich auf den Weg zum Telecom House machten, wo im Garten die Fotos gemacht werden sollten. Als mich ein Verwandter ansprach, wollte ich eigentlich solange warten, bis sie wieder zurück wären (der Empfang sollte auch wieder in der Kirche sein). Aber als sich dann ein Minibus auf den Weg machen wollte, wurde ich fast genötigt mitzufahren. So kam ich dann auch mal wieder zu dem etwas zweifelhaften Vergnügen, in einem Minibus zu fahren. Aber nett fand ich das ja schon. Auf die Weise kam ich dann auch auf das Foto mit den Arbeitskollegen. Beim Empfang mussten wir uns wieder ein wenig in Geduld üben, aber wenigstens gab es schöne Musik, die von zwei Chören zum Besten gegeben wurden und das Brautpaar musste sogar tanzen. Drumrum mussten sie sich gegenseitig Getränke einflößen, wurden mit Kunstschnee besprüht, mussten sich gegenseitig mit Hochzeitstorte füttern und mussten dann noch die Schwiegereltern mit Hochzeitstorte bewirten. War also insgesamt ganz unterhaltsam. Neben mir saßen auch noch zwei Mädchen, die ganz fasziniert von meiner Kamera waren und ständig gucken wollten, was ich denn für Fotos gemacht hab. Diese Aufmerksamkeit kam mir auch von anderen Seiten zuteil, in Form von ob ich nicht lieber in der ersten Reihe auf einem der Plastikstühle sitzen wolle statt in der Kirchenbank oder dass mir jemand eine Sprite bringen würde, weil es nur noch Tonic gab, dabei war mir der Tonic auch recht. Schon komisch was die für einen Aufriss machen, bloß weil man eine andere Hautfarbe hat. Zugegebenermaßen waren Stefan, der das Brautpaar gefahren hat und Jean de Dieus Chef, und ich die einzigen Muzungus bei der Feier, aber dafür können wir doch nichts! ![]()
Abends wurde ich noch von meinem Schatzi bekocht! Es gab „Steak an Brokkoli-Möhren-Gemüse und Kartoffelbrei“ – ein echtes Gedicht! So leckeren Kartoffelbrei hab ich echt noch nie gegessen! Er hat seinen „Fehler“ auch gleich „bereut“: um das Kochen wird er sich in Zukunft nicht so leicht drücken können, dazu war es einfach zu gut
Ich hab auch gleich gefragt, was es denn heute gibt, aber ich fürchte, das wird wiedermal auf Pizza hinauslaufen. Wäre auch mal wieder an der Zeit – die letzte Pizza gab’s am Mittwoch, was dann allerdings auch schon die dritte in 5 Tagen war; ich liege also hoffnungslos unter meinem Schnitt für diesen Urlaub ![]()
Dann drückt mir mal die Daumen, dass wir morgen wirklich losfahren können und nicht wieder irgendwas dazwischen kommt!
PS: Hier noch mein neuer Ring:
Unvollständige Berichterstattung
Noch so erfüllt von den nächtlichen Geschehnissen hab ich doch glatt den Rest des gestrigen Tages vergessen zu erwähnen! Annelies war vormittags bei der Massage (bei ihrer ersten!), wo ich sie abgeholt habe und dann haben wir erstmal die Souvenierläden der Umgebung unsicher gemacht. Erstaunlicherweise finde ich ja dort immer wieder noch etwas, obwohl da ja ständig drin war, wenn ich in Kigali war. Dieses mal hab ich endlich einen Ring gefunden, den ich schon lange im Visier hatte, aber nie in meiner Größe gefunden habe. Mal sehen, ob ich es noch schaffe, euch ein Foto zu machen ![]()
Nach einem leckeren Mittagessen im Karibu haben wir erst ein bisschen gezögert, ob wir wirklich ins Novotel fahren sollten, um uns dort ein wenig am Pool zu vergnügen, haben uns letztendlich dann aber doch dafür entschlossen und haben diese Entscheidung auch nicht bereut. Die haben jetzt dort auch viele neue Liegestühle, was den Aufenthalt noch um einiges angenehmer gestaltet. Zwischendurch wurde es zwar etwas frisch, weil sich die Sonne hinter ziemlich hartnäckigen Wolken versteckte, aber insgesamt war es super. [Anm. der Redaktion: Jetzt wisst ihr auch, warum ich auf dem Foto im letzten Beitrag von heute früh so rötlich aussehe ;-)] Für Annelies war es ein schöner Ausklang ihres Urlaubs und für mich war es in meinem nicht 100%ig urlaubshaften Urlaub eine echte Oase der Entspannung. Hat mir richtig gut getan. Nachdem Annelies schon etwas früher aufgebrochen ist, um sich mit Irene zu treffen, hat mich Robert abgeholt und hat sich bei der Gelegenheit gleich noch einen Liebesknochen gekauft. Als er auf dem Parkplatz den ersten Bissen nahm, kam ein ziemlich großer Vogel angeflogen (könnte ein Falke gewesen sein, davon gibt es hier etliche) und schnappte sich ein Stück, woraufhin Robert den Rest vor Schreck fallen ließ. Ich hab mich auch total erschrocken, weil der Vogel so zwischen uns durchschoss, dass ich erst gar nicht kapiert hab, was da passiert ist! Unglaublich! Und mein armer Schatz musste ohne verspätetes Mittagessen auskommen ![]()
Robert hat gestern schon so davon geschwärmt, was wir nächste Woche alles sehen werden, dass ich schon richtig aufgeregt bin. Irgendwie hab ich die ganze Zeit das Gefühl, in die Flitterwochen zu fahren. Aber keine Sorge, so weit sind wir noch nicht ![]()
Ach ja: Und falls jemand von euch auf eine Postkarte wartet: die werde ich erst schreiben, wenn ich wieder in Deutschland bin und selbst vernünftige Postkarten drucken kann
Also geduldet euch noch ein bisschen. Und wie’s mir geht seht ihr ja hier ![]()
Abschiedsabend für Annelies
Zugegeben: „Annelies“ klingt jetzt nicht gerade typisch amerikanisch. Sie ist aber die beste Freundin von Irene und fliegt heute wieder nach Hause. Entsprechend mussten wir ihr gestern noch ein bisschen das ruandische Nachtleben zeigen. Das fing nicht ganz so typisch an, wie wir ursprünglich dachten. Wir waren erst im Mille Collines um dort der Live-Musik zu lauschen, aber statt der von uns eher erwarteten regionalen Musik wurden internationale Pop-Titel zum Besten gegeben. Im Ganzen nicht schlecht, aber halt nicht das was wir erwartet hatten. Wir hatten trotzdem unseren Spaß wie man sieht (hier fehlt Emily – klingt auch nicht amerikanisch, ist aber auch eine Freundin von Irene, die auch hier schon mit von der Partie war):
Dann ging es ins Republica, wo es gutes afrikanisches Essen gibt. Dem Taxifahrer haben wir dabei gleich noch eine schöne Geschichte geliefert, die er jetzt wohl all seinen Kollegen erzählt: Emily wollte noch vor dem Losfahren klären, dass wir nicht mehr als 1000 RWF bezahlen würden, sagte aber „one million“ statt „une mille“ oder „one thousand“, woraufhin der Fahrer etwas verdutzt guckte und nochmal nachfragte. Das konnten wir dann natürlich noch aufklären, mussten dann allerdings trotzdem 2000 bezahlen, aber das war auch ganz ok. Nach einem sehr leckeren Essen kam Robert auch noch zu unserer Mädchenrunde und gemeinsam zogen wir dann noch in den Nachtclub im KBC (weiß nicht, ob der Club einen eigenen Namen hat), wo wir so richtig den Laden gerockt haben
Robert kennt glücklicherweise den DJ (wen kennt Robert eigentlich nicht?), so dass wir auch gute ostafrikanische Musik bekamen und damit auch die angetrunkenen Männer ertragen konnten, die sich auf „unserer“ Tanzfläche breitmachten. Zu lustig, wie manche Leute so tanzen. Wir hatten alle aber sehr viel Spaß denke ich. Robert und ich haben es so auch endlich mal geschafft, zusammen tanzen zu gehen! Und das nach knapp 8 Monaten… unglaublich…
Alles beim Alten
Nachdem mein Schatz gestern Nacht tatsächlich mal Zeit hatte, zuhause zu schlafen, haben wir unser Wiedersehen mit Pizza und Wein gefeiert und Robert konnte sich gar nicht satt sehen an seinen Mitbringseln. Wie ein kleines Kind zu Weihnachten – echt süß
Aber wie gewohnt war unser Zusammensein mal wieder nur von kurzer Dauer. Er ist nun schon wieder auf dem Weg in den Akagera Park und ich sitze „mal wieder“ im Bourbon Coffee nach einem Salat und werde gleich mit Irene nach Butare fahren.
Beunruhigenderweise habe ich mir am Samstag ganz schön viele Mückenstiche beim Hash eingefangen. Hoffen wir mal, dass das alles keine Malaria-Mücken waren… Heute Abend gibt’s dann Anti-Mücken-Zeugs!
Ein Sonntag auf der Terrasse in Kigali
Ein wenig hatte ich ja heute früh Schwierigkeiten mich zu orientieren und es hat eine Weile gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich tatsächlich in Kigali bin und in Roberts Bett liege. Wenn Robert neben mir gelegen hätte, hätte es wahrscheinlich nicht ganz so lange gedauert ![]()
Draußen lachte mir ein sonniger Tag entgegen, so dass ich schon ein wenig mein Haus in Butare vermisst habe, aber so habe ich mich bei Claudia zum späten Frühstück eingeladen und hab auch noch schnell ein paar Eier mitgebracht. Beim Hochstiefeln zum Nakumatt hab ich gedacht, dass ich in Berlin diese Entfernungen mit dem Fahrrad erledigen würde, aber hier würde ich das mit den Steigungen gar nicht schaffen. Beziehungsweise würde es sich nicht so richtig lohnen, weil ich das Fahrrad hoch immer schieben müsste. Weiß auch gar nicht, ob man in Kigali überhaupt mit dem Fahrrad fahren darf. Claudia hat erzählt, dass man in letzter Zeit wieder öfter Fahrräder in der Stadt sieht, aber ob es erlaubt ist, ist dann noch die andere Frage. Das ist so wie mit dem Motorradfahren ohne Helm. Das ist auch nicht erlaubt, wird aber inzwischen auch immer öfter beobachtet, weil den Leuten die Helme zu dreckig sind, die man als Beifahrer auf dem Motorradtaxi bekommt. Kann ich gut nachvollziehen, aber der Sicherheit zuliebe setze ich ihn dann doch immer wieder auf. Auch wenn ich schon oft dachte, dass sich das Haarewaschen kaum lohnt, wenn man danach so einen ranzigen Helm drauf setzt…
Nun sitze ich also bei Claudia auf der Terrasse und genieße meinen Urlaub. Eine kleine Hoffnung hatte ich ja, dass ich es vielleicht mit meinem Handy schaffe, hier ins Internet zu kommen, aber bisher hat es leider nicht geklappt. Vielleicht geh ich morgen mal in einen Laden und frag nach.
Endlich wieder zurück in Ruanda!
Es fühlte sich schon ein bisschen so an, wie nach hause zu kommen, als ich heute in Kigali eingeflogen bin. Die roten staubigen Straßen zwischen den grünen Hügeln haben mir doch arg gefehlt. Doch bis dahin war es ein langer Weg und auch nicht gerade der leichteste. Als mein Flugzeug in Frankfurt mit 45 Minuten Verspätung dann endlich vom Boden abgehoben ist, konnte ich eigentlich schon nicht mehr sitzen und wäre liebend gerne schon in Kigali gewesen. Statt dessen hatte ich nun noch 7 Stunden Flug vor mir, dann noch knapp drei Stunden rumsitzen in Addis und nochmal gut 2 Stunden Flug nach Kigali. Als es um halb2 dann auch endlich mal was zu essen gab, war mir eigentlich nur noch nach Schlafen, aber das hatte ich vorher schon probiert und als quasi unmöglich abgehakt. Ich hab dann trotzdem was gegessen – wer weiß schon, wann es wieder was geben würde. Nachdem ich dann doch hin und wieder ein bisschen eingenickt war, wusste ich auch das: um halb6 (CET) wurde bereits das Frühstück serviert und so habe ich mir gerade so einen Tee und einen Joghurt runtergequält, während meine zuckerkranke Nachbarin ihr Frühstück wieder zurückgehen lassen musste und dann – nach dreimaligem Bitten wenigstens einen Kaffee zu bekommen – doch noch ein Vollkornbrötchen und ein paar Diabetiker-freundlichere Dinge bekommen hat. Irgendwann zwischen „Abendbrot“ und Frühstück hätte ich liebend gerne meine Beine abgeschraubt und in eine Ecke gestellt, weil ich sonst nicht so richtig Platz für sie hatte. Die Verzögerung wiederholte sich dann auch nochmal in Addis, mit einer Steigerung auf etwa 50 Minuten, wobei wir davon die meiste Zeit bereits auf dem Rollfeld standen. Versteh das immer nicht, warum die dann nicht auch starten können, wenn sie da schon rumstehen… Da hab ich dann mal wieder ein bisschen vor mich hingedöst und hab den eigentlichen Start nur am Rande mitbekommen – aber immernoch bewusst genug, um auf die Uhr zu gucken
Dann wurde ich auch schon wieder geweckt, weil es schon wieder etwas zu essen gab. Da ich ja noch nicht so richtig gefrühstückt hatte und es inzwischen schon 11 Uhr (CET) war, hab ich mich mal spontan für die „Lasagne“ entschieden, was ich kurz danach auch gleich wieder bereut habe: Als ich den Deckel von der Schale abmachte, sprang mich visuell erstmal ein Würstchen an, das so dermaßen unappetitlich aussah, dass mein ohnehin nicht überragender Appetit nochmal schlagartig abnahm. Die sogenannte Lasagne entpuppte sich als mit einer Käsemasse zusammengepappte Nudeln mit einem „Tomatensoßentopping“, was auch nicht viel appetitlicher war als es sich anhört. Ich hab mich dann hauptsächlich auf das Brötchen und den Obstsalat konzentriert, die es noch dazu gab. Gleichzeitig hab ich versucht, die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, mit der ich damit rechnen könnte, dass mich Robert vom Flughafen abholen würde. Da es in dieser Rechnung zuviele Unbekannte gab, hab ich es aufgegeben und einfach nur gehofft, aber mit jeder Minute Verspätung verringerte sich schonmal die rein rechnerische Wahrscheinlichkeit, da er schon angekündigt hatte, dass er nach Butare fahren müsse. Nachdem ich in einer gefühlten Rekordgeschwindigkeit durch die Passkontrolle war und mein Gepäck auch relativ flott (und komplett!) in Empfang genommen hatte, musste ich dann aber tatsächlich mit Roberts Freund Amri Vorlieb nehmen. Naja, hatte ich ja schon mit gerechnet. Dafür hab ich heute im Laufe des Tages schon etwa 5 mal mit Robert telefoniert *g* Ist ja so schön billig hier ![]()
Roberts Abwesenheit hatte den Vorteil, dass ich nach dem Auspacken meines Gepäcks (und der ganzen Mitbringsel) die Gelegenheit ergriff, mich bei meinem ehemaligen Kollegen anzumelden, um ihm den bestellten Käse und das „Cruesli“ (Knusper Müsli) zu übergeben und mich gleich auch noch zum Hash mitnehmen zu lassen. War zwar super anstrengend, aber auch wieder super schön. Zum einen ist die Gruppe einfach total nett. Zum anderen ging der Weg heute bergauf bergab durch Nyabugogo und Kimihurura, zwei Stadtviertel, die nicht gerade zu den sozial stärksten Kigalis zählen, und wie es aussah z.T. durch Vorgärten und Hinterküchen deren Bewohner, deren Gemüsegärten oder auch die Müllkippe. Die Bewohner reagierten auf meine Anwesenheit zum größten Teil belustigt und weisten mir glücklicherweise auch immer den richtigen Weg, während die Kinder in die gewohnten „Muzungu“-Rufe ausbrachen und ein Stück mitliefen. Wie hatte ich das vermisst
Irgendwie fühl ich mich ja da immer ein bisschen wie ein Popstar. Heute – nach meinen Erfahrungen vom letzten Samstag – hat es mir ein bisschen das Gefühl gegeben, in Berlin den Marathon mitzulaufen. Bloß die Percussion Bands haben gefehlt.
Im Abschluss-„Circle“ wurde ich dann auch noch „bestraft“, weil ich solange durch Abwesenheit geglänzt hatte. Da gibt es keine Entschuldigung! Da ich die halbe Flasche Bier nicht auf Ex geschafft hab, wurde mir dann der Rest auch gleich noch über meinen Kopf gegossen, so dass sich die Dusche später so richtig gelohnt hat. Gegen die „Taufe“ von Aimable war das aber noch gar nichts. Beim Hash bekommt man nach etwa 10 Teilnahmen nämlich einen Hashnamen zugewiesen. Da hat man selbst kein Einspruchsrecht, während der Rest der Gruppe über den Namen diskutiert und schließlich abstimmt. Aimable hat nun heute den Namen Anakonda zugewiesen bekommen (wie wir darauf gekommen sind, erspar ich euch jetzt lieber) und wurde bei seiner „Taufe“ quasi geteert und gefedert – bloß mit Bier und den Wachsschredders, die zur Wegmakierung genommen werden. Das wird bestimmt lustig beim Duschen…
Nach meiner wohlverdienten Dusche hab ich mich dafür noch mit Claudia auf eine Pizza in einem meiner Lieblingsrestaurants niedergelassen. Ist schon echt schön, wieder hier zu sein!
Statusmeldung
Status: eingecheckt und aufs Boarding wartend.
Nachdem ich ja schon um 14:20 Uhr total durchgeschwitzt am Hauptbahnhof meine Reise begonnen habe, die mich erstmal mit dem ICE nach Frankfurt geführt hat, war ich froh als ich endlich meine knapp 36 kg Gepäck los war. [Anmerkung: Hat meine Waage zuhause ganz gut gemessen. Schade eigentlich, hatte immer gehofft, dass meine Waage die ganze Zeit zuviel anzeigt, aber dem scheint wohl nicht so zu sein…] Die „Flughsicherheitskontrolle“ (da wo man nichts mehr zu trinken mit rein nehmen darf) kam dann irgendwie ziemlich überraschend, so dass ich noch quasi direkt davor stehend meinen halben Liter Apfelsaftschorle und meine letzte Stulle verdrückt hab. Die Stulle hätte ich zwar mit rein nehmen können, aber die wollte ich nicht so trocken runterwürgen, also musste beides dran glauben. So richtig ist der Frankfurter Flughafen nicht, aber wenigstens hat man ein bisschen mehr Platz und schafft es so einigermaßen, die Zeit zu vertrödeln.
Ich fürchte der Flug ist ganz schön voll, so dass ich wohl nicht damit rechnen kann, dass ich zwei Plätze für mich hab. Aber wenigstens hab ich einen Fensterplatz.
Sodela, dann werd ich mal nochmal für kleine Königstiger gehen und mich dann in die Schlange einreihen, um ins Gate gelassen zu werden. Ständig muss man hier irgendwo Schlange stehen…
Bis bald!
Tschüüühüss!
Bevor ich am Freitag wieder im Mega-Stress bin und es dann vergesse, sag ich jetzt schonmal tschüss, zumal ich ja jetzt quasi auch schon in den Urlaub gehe. Am 10.06. habt ihr mich ja schon wieder, also mal nicht weinen. In der Zwischenzeit grüß ich dann die Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras und Flusspferde von euch, die ich hoffentlich nächste Woche im Queen Elizabeth National Park zu Gesicht bekommen werde. Besonders auf die Löwen freu ich mich schon sehr! Und auf Robert natürlich ![]()
Bis bald!
Dabei sein ist alles..
Wat ne Plackerei! Ein bisschen hatte ich mir ja schon Hoffnungen auf einen etwas besseren Platz gemacht, aber am Ende war ich dann doch froh, dass ich es überhaupt geschafft habe. Immerhin hab ich es mit meiner Zeit von 01:04:04 auf Platz 288 von 422 in meiner Altersgruppe und Platz 2288 von allen 3607 zum 10-km-Lauf gestarteten Läufer/innen (ja, es waren auch ein paar Männer dabei, aber ich weiß nicht, wie offiziell die mitgelaufen sind) geschafft. Es sind also auch noch ein paar Mädels nach mir ins Ziel gekommen.
Insgesamt war es ein tolles Erlebnis, mitgelaufen zu sein. Ich fand es beeindruckend, wie visuelle (wie die Kilometerzahl) und arkustische (wie die Percussion Bands oder die Zurufe der Zuschauer) Reize eine Gänsehaut und Adrenalinschübe verursachen können! Auf dem letzten Kilometer wollte ich eigentlich nochmal so richtig Gas geben, aber als mein Puls bei 182 angekommen war, hat sich bereits eine leichte Übelkeit eingestellt, was mich dann doch dazu veranlasst hat, wieder etwas langsamer zu laufen. Dafür hab ich dann nochmal auf der Zielgeraden ein paar Mädels überholt ![]()


















