Category archives: in Ruanda

Erste Hürde geschafft

Ich schätze mal, ihr seid jetzt alle schon sehr gespannt, wie es gestern gelaufen ist. Insgesamt denke ich, ist es ganz gut gelaufen. Natürlich bin ich erst mit etlicher Verspätung dran gekommen und hatte dann nur 5 Minuten statt 10 Zeit, um mein Projekt vorzustellen. Es gab einige Anmerkungen und Verbesserungswünsche, um die ich mich nun diese Woche noch kümmern muss. So ist wohl die Übersetzung meines Fragebogens beispielsweise nicht ganz geglückt – etwas, was ich natürlich so überhaupt nicht überprüfen kann. Mal sehen, wen ich dafür jetzt noch anheuern kann. Neue Studenten für meine Feldarbeit hab ich auch noch nicht… Es ist also immernoch jede Menge zu tun und die Aufregung lässt nicht nach.

Heute war ich dennoch bei Dancille und hab mit ihr ein bisschen Geburtstag gefeiert. Fotos gibt es dann morgen noch!

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Aaaaaaahhhhhhhh!

Gott, was bin ich aufgeregt! In etwa zwei Stunden (um 14.00 Uhr) muss ich meine Studie vor dem Ethics Committee präsentieren. Ein Freund hat mich schon die halbe Nacht versucht, abzulenken (was Dank Salsa und Karaoke auch recht erfolgreich war ;-)), aber jetzt wird es langsam ernst. Ich hab schon das Gefühl, ganz heiser zu sein, weil ich meine 10-minütige Präsentation heute schon fünfmal oder so durchgesprochen habe. Man ist mir schlecht! Aber wie meine MAMA schon so schön angemerkt hat: meinen klugen Kopf wird mir schon keiner abreißen und zur Not muss ich halt nochmal einen Teil überarbeiten. Also Daumen drücken und vielleicht ein bisschen für mich beten, bitte! Ich geh jetzt mal duschen und zieh dann mein Präsentationsoutfit an, dann kann ja eigentlich kaum was schief gehen…

Am Donnerstag war ich übrigens tatsächlich noch joggen und gestern noch zur Massage in der Hoffnung, dass mich das ein bisschen entspannt. Hat aber nur ein bisschen geholfen. Der Masseur (und schmerzhaft auch ich) hat jedenfalls festgestellt, dass mein ganzer Körper total verspannt ist. Wahrscheinlich trinke ich auch noch zu wenig… Na mal sehen, wie es mir nach der Präsentation geht. Das sag ich euch dann morgen – heute hoffe ich dann gleich nach der Präsentation noch zum Hash gehen zu können, wenn sie mich nicht total in der Luft zerrissen haben und ich am Boden zerstört bin.

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leichte Panikattacken im Anmarsch

In Vorbereitung auf meine Präsentation am Samstag vor dem Ethics Committee und dem bevorstehenden Start (in gut zwei Wochen geplant) meiner Feldarbeit und den entsprechenden Vorbereitungen bekomme ich langsam Panik, dass das alles nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Die Studenten, die eigentlich für mich die Interviews durchführen sollten, haben inzwischen alle einen Job in Aussicht (toll, aber schlechtes Timing…), so dass einer der Studenten jetzt am Wochenende versucht, noch ein paar Studenten aus dem dritten Jahr für mich zu rekrutieren. Fähig genug werden die schon sein, hoffentlich sprechen sie auch gut genug Englisch. Leider hab ich meinen erhofften „Informanten“  für den District, in dem ich meine Feldarbeit machen will, auch noch nicht erreicht. Dass hier jemand sein Handy zwei Tage nicht aktiviert, ist ja auch eher ungewöhnlich… Mit meinem (nach Robert) Lieblingsfahrer Kenyatta bin ich auch noch am Verhandeln, um den Preis ein bisschen zu drücken. Gruß an Victoria von ihm! :) Meistens denke ich ja, dass schon alles gut gehen wird. Aber dann ruf ich mir wieder ins Gedächtnis, dass ich schließlich in Ruanda bin und hier selten alles so klappt, wie man sich das vorstellt. Wuaaaahhhh! Leider hilft es überhaupt nicht, im Bett zu bleiben und die Decke über den Kopf zu ziehen. Außerdem erschwitzt man dann, was auch nicht hilfreich ist. Also muss ich da wohl irgendwie durch und hoffe einfach, dass alles wenigstens so einigermaßen gut geht. Und zwischendurch bekomm ich dann noch den einen oder anderen Nervenzusammenbruch oder so… Ich glaub, ich muss heute Nachmittag noch ne Runde laufen gehen…

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Heute wird gewählt!

So ausgestorben sind die Straßen hier sonst nicht mal sonntags! Heute wird der Präsident von Ruanda gewählt und dafür haben alle (oder fast alle) frei. Heiß ist es auch noch, was auch nicht gerade dazu einlädt, das Haus zu verlassen. Ih hab es dennoch getan, um mich mit meinem Kumpel Markus im MTN Center auf einen Eiskaffee zu treffen und dabei wenigstens schonmal einen Teil der für ihn mitgebrachen Dinge los zu werden. Und unüblicherweise ist er schon 5 Minuten zu spät. Was mir wiederum die Zeit gibt, das hier zu schreiben :) Viele liebe sonnige Grüße!

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Mal wieder ein Sonntag am Pool

Prima Idee von Claudia: Wir haben Claire und die Jungs eingepackt und sind zum La Pallise gefahren. Dort gibt es nämlich einen viel schöneren Pool als z.B. im Novotel. Deshalb gibt es heute einen sonnigen Gruß direkt vom Pool :) Tigo sei Dank…

Pool im La Pallise

Pool im La Pallise

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Ein Hauch von Urlaub

Nach einer Woche Internetentzug komme ich endlich mal dazu, was zu bloggen. Sorry, das wird jetzt wieder mal etwas mehr zu lesen… Kurz gesagt: Ja, mir geht’s gut, Antrag ist abgegeben, und jetzt wird endlich gebloggt ;-)

Turbulenzen kommen

Turbulenzen kommen

Eiskristalle am Fenster - scheint draußen kalt zu sein ;-)

Eiskristalle am Fenster - scheint draußen kalt zu sein ;-)

fluffige Wolken

fluffige Wolken

irgendwo überm Sudan vielleicht

irgendwo überm Sudan vielleicht

Sonne über den Wolken

Sonne über den Wolken

Glücklicherweise hab ich es am Mittwoch gleich noch geschafft, meinen Forschungsantrag beim Ethics Committee abzugeben, weshalb ich ja hauptsächlich hier bin. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich das Büro wiedergefunden habe, weil es in der Zwischenzeit umgezogen ist (in einen anderen Stadtteil) und ich keine Telefonnummer von der Sekretärin hatte. Aber die Leute im Camerwa (das ist die Hauptverteilungsstelle für Medikamente in Kigali soviel ich weiß) waren sehr hilfreich und haben für mich rausbekommen, wo ich hin muss. Im Gesundheitsministerium hatte man mich nämlich zum Camerwa geschickt, wo aber keine ne Idee hatte, wo denn das EC jetzt sitzt… Aber ich habs ja dann noch geschafft. Also Leute, das war kein Erdbeben in Ruanda, sondern nur ein weiterer Felsbrocken, der mir vom Herzen gefallen ist ;-) Am 14. muss ich wie gesagt präsentieren und dann bekomme ich wohl am 17.8. gesagt, ob das so akzeptiert wird, wie beantragt, oder ob ich noch was ändern muss. Je nachdem, wie schnell ich dann ggf. mit der Überarbeitung bin, würde darüber dann beschlossen werden, das geht dann aber wohl alles recht kurzfristig. Aber natürlich hoffe ich, dass alles wie beantragt genehmigt wird. Da wird’s dann wahrscheinlich nochmal ordentlich rumpeln (der fallenden Steine wegen ;-)).

Der Titel dieses Beitrags bezieht sich aber auf das vergangene Wochenende, das ich mit den Kigali Hash House Harriers (KHHH) in Uganda verbracht habe. Als ich mich vor zwei Wochen für diesen Event angemeldet hatte, hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde und dieser Informationsmangel zog sich mehr oder weniger durch das ganze Wochenende. Erstaunlicherweise hat trotzdem alles recht gut geklappt.

Am Freitag um 8 ging es mit einem mehr oder weniger eigenen Bus in Kigali los Richtung Ugandische Grenze. Das Busunternehmen hatte sogar ein Mittagessen in Mbarara (das soll eine der größeren Städte Ugandas sein) organisiert, das im Preis enthalten war. Und während dieses Stops müssen sich die KHHH schonmal mit Bier und Ugandischem Sherry (wusste nicht mal, das es sowas gibt!) eingedeckt haben. Hat mich irgendwie an Orchesterfahrten von vor 18 Jahren erinnert… (Gott, bin ich alt!) Erstaunlich was diese Mädels für laute Stimmen haben, wo die Ruander sonst immer so einen auf ruhig machen ;-) Selten hab ich mich jedenfalls so auf eine Dusche gefreut wie am Freitag Abend nach 10 Stunden im Bus und etlichen Kilometern staubiger Piste. Ursprünglich war wohl geplant, dass uns der Bus direkt an unserem Hotel absetzt, was aber nicht so ganz geklappt hat. So mussten wir dann so einen kleinen Bus nehmen, der uns in weiteren 45 Minuten wieder ans andere Ende von Kampala gefahren hat. Rambo meinte, so stellt er sich die Hölle vor. Aber ich meinte, er solle doch froh sein, dass er wenigstens in netter Gesellschaft wäre. Er hat dann eingesehen, dass es noch schlimmer wäre, wenn neben ihm eine „Mama“ mit schreiendem Kind und vollen Windeln und auf der anderen Seite ein Ziegenhirte mit einer Hand voll Hühner sitzen würde oder so ähnlich. Siehste: Immer positiv denken :D

lunch break in Mbarara

lunch break in Mbarara

on a very small bus

on a very small bus

Nach unserer wohl verdienten Dusche haben wir uns dann auf die Suche nach was zu essen und zu trinken gemacht, was nicht ganz so einfach war. Immerhin war es inzwischen schon 22 Uhr, das erste Lokal hatte nur noch Reis zu bieten, aber schließlich fanden wir doch noch einen Imbiss, wo es Chicken (fritiert! :( ) und Chips gab, allerdings kein Bier. Also sind wir noch ein bisschen durch Kampala gefahren, um uns noch auf ein Bier mit den Kampala Hashers zu treffen. Ich glaube für die meisten von uns blieb es auch bei dem einen Bier (abgesehen von den bereits während der Fahrt getankten), da wir am nächsten Morgen schon wieder um 6 im Bus sitzen sollten! Um 7 sollten die ersten loslaufen! Irgendwann im Laufe des Abends hat mir dann auch mal jemand erklärt, was mich am nächsten Tag erwarten würde: Wir würden von Kampala nach Jinja laufen! Ich hab das erst für einen Witz gehalten, aber im Endeffekt war es tatsächlich so, bloß dass nicht alle die ganze Strecke gelaufen sind. Wir sind in 21 Teams mit jeweils neun Teammitgliedern („Seeds“ 1 bis 9) in einer Art Staffellauf die 89 km gelaufen, was dann auch den ganzen Tag gedauert hat. Die Seeds 1 sind als erstes gelaufen und mussten sowohl die längsten Strecken als auch insgesamt dreimal laufen: nochmal mittags und dann die letzte Strecke nochmal. Ich hab sie nicht beneidet! Ich hatte Seed 5, was aber nicht heißt, dass ich als fünfte gelaufen wäre. Das wäre ja zu einfach gewesen. Ich hab keine Ahnung, mit welcher Logik die Reihenfolge der Seeds vergeben wurde, aber nach 1 ist glaube ich 4 gelaufen, dann 2, dann 3, dann 6 glaube ich, dann 7 und dann ich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Alles sehr verwirrend! Ich war jedenfalls schon drei oder vier Starts vorher quasi startbereit, bis sich dann wieder rausgestellt hat, dass wieder jemand anderes läuft. Irgendwann hab ich mir aber mal die Aufstellung genauer angucken können, so dass ich mir endlich mal einen Überblick verschaffen konnte. Dummerweise hieß diese Reihenfolge für mich, dass ich genau um 11:53 Uhr in der größten Mittagshitze 5,9 km laufen musste! Einfach unmenschlich sag ich euch! Ich hab mich gefühlt wie ein Brathähnchen, bei dem die Haut so richtig schön knusprig wird! Dafür sieht meine Haut allerdings noch recht normal aus, nur ein kleines bisschen Sonnenbrand… Aber bei einem Durchschnittspuls von 172 sah mein Gesicht entsprechend tomatig aus, als ich nach 41 Minuten und 23 Sekunden endlich das Ziel erreicht hab. Ich gebe zu, das war nicht gerade schnell, aber schneller ging nicht. Immerhin konnte ich so am Schluss noch einen kleinen Endspurt hinlegen und dadurch die andere Muzungu, die in meiner Gruppe gelaufen ist, überholen! Ha!

Nicole before her first run

Nicole before her first run

Nicole first finish

Nicole's first finish

Mein zweiter Lauf war dann zum Glück erst um kurz nach 5 und ging auch nur über 4 km. Eigentlich wäre das auch eine schöne Strecke gewesen, nur leicht hügelig und mit einer leichten Brise und um die Zeit auch nicht mehr so heiß. Aber irgendwie hab ich es nicht geschafft, einen guten Rhythmus für meine Atmung zu finden, so dass ich als letzte ins Ziel kam. Allerdings glaube ich, dass noch mind. einer im Auto mitgenommen wurde.

Nicole's second finish

Nicole's second finish

Insgesamt war es jedenfalls ein tolles Erlebnis, dass all die Strapazen mit der Busfahrerei wert war! Allein die Strecke von Kampala nach Jinja über die Dörfer war die Reise wert. Mit all dem Staub und nicht ganz dem Europäischen Standard entsprechenden Sanitäranlagen und hygienischen Bedingungen bei der Essensausgabe war das eine echte Herausforderung für meinen Magen, meine Blase und mein Immunsystem glaube ich, aber bis jetzt fühle ich mich super ;-) Ich schätze mal, zum Schluss hatte auch noch die letzte Amerikanerin mit „Issues“ bezüglich der Sanitäranlagen ihre Hemmungen überwunden…

got stuck in the rainforrest

got stuck in the rainforrest

Kigali Hashers on the music truck

Kigali Hashers on the music truck

Kigali Hash House Harriers

Kigali Hash House Harriers

KHHH am Akamba Busbahnhof

KHHH am Akamba Busbahnhof

Die Rückfahrt verlief mit leichten Hindernissen, weil der letzte offizielle Bus von Kampala nach Kigali schon weg war, als wir wieder in Kampala ankamen. Zunächst wurde mir gesagt, wobei ich nicht weiß, ob das die offizielle Auskunft war, oder nur eine Mutmaßung, dass wir wohl nicht vor 14 Uhr fahren könnten (es war gerade mal halb12!). Dann ging es aber doch recht schnell und um 12 begrüßte uns ein sehr freundlicher Busfahrer, der vor der Abfahrt noch ein Gebet gesprochen hat, um dann wie ein Henker die Pisten langbrettern zu können. Ich war froh, dass wir es noch bei Tageslicht bis zur Grenze geschafft haben. In Ruanda sind die Straßen zum Glück nicht so zum Rasen geeignet, was einige dennoch nicht davon abhält es zu tun… Der Busfahrer hat uns jedenfalls sicher wieder nach Kigali gebracht. Und weil ich ja so gerne Bus fahre, werde ich mich heute Abend gleich wieder für zwei Stunden in den Bus setzen, um Robert in Ruhengeri zu besuchen.

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mal wieder kurz vor Abflug

Total durchgeschwitzt, obwohl ich extra noch geduscht hatte, sitze ich also mal wieder am Flughafen in Kigali und sitze die Zeit bis zu meinem Abflug ab. Ganzu hab ich die „Zielvereinbarungen“ der Brussels Airlines nicht einhalten können: mein einer Koffer wog zwar nur 20 kg, der andere aber dafür fast 29 kg und ich weiß nicht mal, was darin so schwer ist. Ich hatte eigentlich schon extra die schweren Sachen in den kleineren Koffer gepackt. Nachdem ich auch mit Umpacken den Anforderungen nicht gerecht geworden wäre, habe ich spontag beschlossen, die 50 Euro zu bezahlen, statt noch meine Koffer um- bzw. auszupacken und dann auch noch was dalassen zu müssen. Da fällt mir ein: die drei Flaschen burundisches Pilipili machen wahrscheinlich nur einen Bruchteil der knapp 30 kg aus, aber in der Summe…

Ärgerlich war hingegen, dass Robert und ich extra früh zum Flughafen gefahren waren, um nach dem Einchecken noch einen Kaffee zusammen trinken zu können – und dann haben sie mich nicht wieder rausgelassen! Voll doof! So konnten wir uns nur noch über die Absperrung hinweg auf 5 m Entfernung verabschieden, aber vielleicht war das auch besser so.  Bloß auf den Iced Caramel Macchiato hatte ich mich eigentlich auch schon sehr gefreut, der musste nun leider durch eine Fanta Citron ersetzt werden.

Heute Vormittag war ich noch in der Deutschen Botschaft und hab schonmal meinen Anteil an Roberts Visum geleistet :) Jetzt könnt ihr noch alle die Daumen drücken, dass es mit dem Visum auch klappt, damit er im Mai nach Berlin kommen kann! Dann lernt ihr ihn wenigstens auch mal kennen :)

Bis bald dann wieder in Berlin!

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die üblichen Planänderungen

Eigentlich bin ich es ja schon gewohnt, aber nerven tut es mich trotzdem immer wieder: Touristen, die mal eben kurzfristig ihre Pläne ändern und damit meinen Schatz davon abhalten, zu mir zurückzukehren. Eben genauso heute mal wieder geschehen bzw. gestern, als Roberts Kunden der Meinung waren, sie müssten doch unbedingt auch noch die Gorillas in Uganda sehen, weil die doch ganz anders wären als die in Ruanda. Ich glaube, das ist tatsächlich eine andere Art, aber ist das ein Grund, deshalb meinen Freund noch einen Tag länger in Beschlag zu nehmen? Also kommt er nun statt heute erst morgen Mittag zurück nach Kigali, wo wir dann immerhin einen Nachmittag und eine Nacht miteinder verbringen dürfen (wenn nichts dazwischen kommt…), bevor er dann am Dienstag um 5 wieder in den Akagerapark fahren muss und mich also wieder alleine lässt. Aber zum Flughafen will er mich dann abends immerhin wieder bringen. Zum Glück muss einer seiner Kunden auch auf den gleichen Flieger wie ich, so dass die Chancen gut stehen, dass er es tatsächlich schafft, rechtzeitig wieder da zu sein. Nervt trotzdem…

Immerhin hab ich so am Dienstag noch Zeit, meine 70 Sachen in meine zwei Koffer zu zwängen, das hätte ich sonst heute schon machen müssen…

Das ist hiermit eure letzte Chance, mir noch mitzuteilen, ob ihr noch etwas mitgebracht haben möchtet! Pilipili hab ich in Massen und in jeder erdenklichen Darreichungsform dabei, braucht ihr nur sagen, wer was haben will. Kaffee hätte ich ansonsten noch im Angebot, Buchstützen in Zebra-Form oder anderen Schnickschnack ;-)

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Deadline

So, jetzt wird es ernst: Ich habe eine Deadline und einen Termin zur Präsentation meines Projektes vor dem Ethics Committee! Bis Ende Juli muss ich die 11 Kopien meines Forschungsantrags eingereicht haben, am 14. August ist dann die Verteidigung! Ernst war’s ja vorher schon, aber wenn man so eine Deadline vor Augen und im Kalender zu stehen hat, fühlt sich das schon irgendwie anders an *schwitz*

Ihr könnt mich im Juni gerne hin und wieder mal fragen, wie weit ich bin ;-)

Und für alle, die mich vermissen: in gut einer Woche habt ihr mich ja schon wieder!

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Ostern in Kigali

Besonders österlich haben Robert und ich den Ostersonntag nicht verbracht. Aber immerhin durfte ich nach dem Frühstück das aus Deutschland mitgebrachte Osterei aufmachen (Danke MAMA! Das Foto, das ich eigentlich vom Auspacken hochladen wollte, bekomme ich leider nicht bearbeitet, weil mein Photoshop spinnt :(), bevor wir uns zu einem Osterspaziergang an den Stadtrand aufgemacht haben, um dort Vögel zu gucken. Echt faszinierend, was man selbst in der Stadt für Vögel sieht (heute früh waren es z.B. ein Crested Eagle und ein Pelikan – mitten in der Stadt!), aber da draußen vor den Toren Kigalis war die Auswahl noch größer und ich konnte auch ein paar schöne Fotos machen. Leider sind die Viecher meistens zu schnell, um sie wirklich gut zu erwischen – oder zu weit weg oder zu klein oder alles zusammen… Jedenfalls war es schön und schön sonnig, so dass ich glatt auch mal wieder etwas Farbe bekommen habe.

Robert beim Frühstücken

Robert beim Frühstücken

Grey backed Fiscal

Grey backed Fiscal

Southern Red Bishop

Southern Red Bishop

Robert birding

Robert birding

Nachmittags gab’s dann Kaffee und Kuchen im Bourbon, wo ich dank Robert jetzt auch etwas flotter bedient werde, nachdem ich letzte Woche ewig auf meinen Kaffee und das Passwort für’s Internet warten musste. Abends kamen dann noch Roberts Bruder Hilary und seine Verlobte (im August ist Hochzeit!), mit denen wir zum Abendessen ins Khana Khazana (eins der inzwischen fünf indischen Restaurants) gegangen sind. Leider mussten die beiden heute schon wieder nach Kampala zurück, wodurch wir aber einen faulen Vormittag machen konnten. Und nun sitze ich schon wieder im Bourbon und habe gerade einen göttlichen warmen Apple Pie mit Vanilleeis gegessen! Und schnell bedient wurde ich heute auch wieder – weiß nicht, ob das der Osterbonus ist, oder ob ich jetzt immer so bedient werde, weil ich Roberts Freundin bin (der allerdings gerade versucht, seinen neuen Führerschein zu bekommen). Hoffen wir jedenfalls mal, dass das jetzt so bleibt ;-)

Nina, Robert und Nicole

Nina, Robert und Nicole

Robert und Nicole beim Dinner im Khana Khazana

Robert und Nicole beim Dinner im Khana Khazana

Heute Abend steht noch Fischessen auf dem Programm, bevor ich meinen Schatz morgen schon wieder abgeben muss *uääääähhhhh*

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