Archives of Nicsi

Dinge, die…

Schon am Flughafen sitzend, habe ich nun Zeit, mein Jahr in Ruanda etwas Revue passieren zu lassen. Da kamen mir ganz spontan ein paar Dinge in den Kopf, die ich vermissen werde und Dinge, die ich so gar nicht vermissen werde (zu vervollständigende Liste)…

Dinge, die ich vermissen werde:

  • Robert
  • Robert
  • Robert
  • …
  • Irene, Alessia, Gracier
  • eure Päckchen :)
  • Sommerwetter
  • „Muzungu!!!“
  • Amstel  Bock (falls das jemand in Deutschland auftreiben könnte, wäre ich sehr dankbar!)
  • Fanta/Sprite für 30 Cent die Flasche
  • Niko (von Robert)
  • frische Mangos, kleine Bananen und Ananas zum Spottpreis

Dinge, die ich nicht vermissen werde:

  • kalte Duschen
  • zweieinhalb Stunden Busfahrt zwischen Butare und Kigali
  • „Donnez-moi de l’argent!“ oder auch „Cent Francs à manger!“(irrtümlicherweise immer als „Souffre manger“ verstanden und mit „Leide Hunger“ übersetzt, Danke für die Aufklärung, Nicole!)
  • Ruandische Bürokratie, insbesondere die der NUR
  • unvorhersehbare Regengüsse am hellichten Tag, bevorzugt, wenn ich gerade draußen bin
  • Schlaglöcher auf Hauptstraßen und Wellenreiten auf Nebenstraßen
  • eine Internetverbindung, die sich immer dann verabschiedet, wenn man „nur mal schnell“ was wegschicken wollte
  • Niko! (von allen anderen)
  • Toiletten ohne funktionierende Spülung und/oder Toilettenpapier
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Schon fast wieder in Berlin

Ich hab heute tatsaechlich mein Ticket abholen koennen und werde nun voraussichtlich – wie bereits angekuendigt – am Mittwoch um 11.15 Uhr CET in Berlin-Tegel ankommen. Falls mein Flieger nicht in der Zwischenzeit irgendwo anfriert….

Bis bahald!

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Kurzbesuch in Burundi

Nachdem ja nun gestern mein offizieller Aufenthalt in diesem Land sein Ende gefunden hat – und damit auch mein Visum abgelaufen ist – hab ich die Gelegenheit genutzt mal wieder ein Amstel Bock in Burundi trinken zu gehen. Was mal wieder zur Erheiterung der Grenzbeamten beigetragen hat. Womit man denen nicht alles so ne Freude machen kann :)

Am spaeten Abend hab ich es dann auch endlich nach Kigali geschafft. Robert ist schon wieder zuhause (er hat es im Krankenhaus nicht mehr ausgehalten), ist aber noch ganz schoen schlapp. Aber nachdem ich ja die letzten beiden Tage keine Gelegenheit hatte, kann ich ihn nun noch ein paar Tage betutteln ;)

Ich hoffe morgen mein Ticket abholen zu koennen…

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Wat’n Stress….

Puh, auf die letzten Meter wird es hier noch ganz schön stressig. Ist ja nicht so, dass ich den Rest des Jahres, das nun hinter mir liegt, keinen Stress gehabt hätte, aber momentan kommt echt einiges zusammen. Nicht nur, dass ich mit meinem Abschlussbericht nicht so recht voran komme und ihn eigentlich heute hätte abgeben sollen (nun am Montag); zusätzlich muss ich ja nun auch mal langsam Koffer und Kisten packen, um morgen abfahrbereit zu sein, wenn mich Roberts Freund abholt. Nein, Robert kommt mich nicht selbst abholen. Einige von euch wissen auch schon warum: Ihm wurde gestern der Blinddarm rausgenommen und ist entsprechend noch nicht so recht in der Verfassung, mit mir durch die Gegend zu gurken. So wird auch aus unserem geplanten Uganda-Kurzurlaub nichts, was mich dafür wiederum in die Lage versetzt, am Wochenende noch meinen Bericht fertig zu schreiben. Jetzt brauch ich nur noch ne kleine Eingebung, wie ich meine Arbeit in schöne Worte verpacke…

Am Mittwoch hatte ich schon eine kleine Schluss-Präsentation, die ich allerdings eher frustrierend fand, weil die Anwesenden auf einmal lauter tolle Ideen hatten, was es für Daten gibt und was man noch so einbinden könnte. Wenn diese Ideen letztes Jahr im März oder wenigstens im August gekommen wären, wäre das ein richtig produktives Meeting gewesen, aber so haben sie mir das Gefühl gegeben, in dem ganzen Jahr nix geschafft zu haben. Aber wenigstens haben sie ne Grundlage für eine Weiterführung des Projekts. Aber das nun ohne mich…

Wenigstens hab ich gestern meinen Scheck für die Erstattung meines Flugs im letzten Sommer entgegen nehmen können (doch schon…) und heute hab ich nun den „Bestellschein“ für meinen Flug nächsten Dienstag bekommen. Leider hat den ganzen Vormittag das System in meinem Reisebüro nicht funktioniert, so dass ich noch nicht nachfragen konnte, ob denn meine Reservierung überhaupt noch vorhanden ist. Und jetzt gerade mal wieder das Telefonnetz nicht. Dafür geht wenigstens das Internet ausnahmsweise mal so gut, dass ich gerade eine etwa 6MB große Datei per Email verschicken konnte. Jetzt kann ich nur für Alphonse hoffen, dass die Verbindung in Kigali auch so gut ist, dass er die Datei auch runtergeladen bekommt :)

Morgen holt mich nun Emmi mittags ab und fährt mal kurz mit mir nach Burundi, damit ich wieder ein neues Visum bekomme. Und dann geht’s nach Kigali. Vielleicht könnt ihr mir noch ein bisschen die Daumen drücken, dass das alles so klappt wie ich mir das vorstelle…

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Ruanda will mich wohl loswerden

Ich weiß, ich sollte das nicht persönlich nehmen, aber ich hab gerade schon ein wenig das Gefühl, dass mich Ruanda loswerden will. Letzte Woche hatte ich eine Magen-Darm-Infektion, die mich ein wenig außer Gefecht gesetzt hat, letzte Nacht wäre ich fast erfroren, so kalt war das in Roberts Bett (nein, er war nicht da) und heute wurde ich nun mit Hagelkörnern beschossen und Kigali wurde geflutet, so dass ich nun mit nassen Schuhen, Socken und Jeans in der Besprechung sitze. Grmpf. Schön ist anders…

Kigali wird geflutet Kigali wird geflutet

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Neue Telefonnummern!

Auch wenn ich ja bald nicht mehr hier sein werde, möchte ich euch darauf aufmerksam machen, dass MTN (einer der Mobilfunkbetreiber hier in Afrika) zum 1.2.2009 das Nummernsystem für Ruanda ändert. Damit werden alle Nummern 10-stellig, um den internationalen Kommunikationsrichtlinien Folge zu leisten – oder so ähnlich… Allen Nummern wird nach der 0 der eigentlichen Telefonnummer nun eine 78 hinzugefügt, die 0 selbst fällt bei Nutzung des Ländercodes weg. Also langer Rede kurzer Sinn: meine neue Nummer ist ab dem 1.2.2009 +250 783332723 (wenn ihr mich aus Ruanda anrufen wollt dann 0783332723). Allet klar?

Meine Telefonnummern für Deutschland sind noch die alten ;-)

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Zur Information

Nachdem mich jetzt schon einige Fragen erreicht haben, wann ich denn nun wieder in Berlin sei, wann ich ankomme, wann ich wieder arbeiten gehe etc. kann ich euch leider nur vorläufige Informationen geben, da ich immernoch kein Ticket in der Tasche habe. Reserviert ist aber für Dienstag den 3.2.2009 ein Flug von Kigali nach Brüssel und am Mittwoch, 4.2.2009 um 9.45 Uhr ein Flug von Brüssel nach Berlin Tegel (SN2581), wo ich um 11.15 Uhr ankommen sollte. Alle Angaben ohne Gewähr… Wahrscheinlich lass ich mich dann schon am Mittwoch Nachmittag mal in der TFH blicken, ganz sicher aber am Donnerstag. Soweit in Kürze und bis ich näheres weiß…

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Gefunden!

Nach einer endlos erscheinenden Odyssee durch die Bürokratie und die Büros von NUR haben Theresa und ich doch heute tatsächlich den Brief gefunden, in dem ich um die Rückerstattung meiner Reisekosten vom Juli/August gebeten hatte! Wäre ich doch bloß früher schon mal zum Vizerektor für Finanzen gegangen! Heute habe ich jedenfalls die Damen in seinem Vorzimmer offenbar so eingeschüchtert, dass sie verzweifelt in ihren Büchern gesucht haben, um herauszubekommen, was mit meinem Brief passiert ist. Nachdem ich dort dann schon etwa 10-15 Minuten rumstand, kam glücklicherweise noch meine Kollegin Theresa, die im CGIS für die Finanzen zuständig ist und hat mir beigestanden. Entsprechend erleichtert waren die Damen, als sie den Vermerk in ihren Büchern gefunden haben, dass der Brief Anfang September das Büro des VRAFs verlassen hat und ins Büro vom Direktor für Finanzen gewandert ist. Also sind wir hinterher gewandert. Dort wurde uns gleich gesagt, dass der Brief unmöglich noch dort sein kann und wieder verzweifelt durch die Bücher geguckt. Und auch diese Dame wurde fündig: Der Brief wurde an die nächste Abteilung weitergeleitet. Also gingen wir wiederum in das nächste Büro, wo dann jemand erst in dem einen dann in einem anderen Aktenordner blätterte, um dann meinen Brief fein säuberlich abgelegt dort wiederzufinden. Sogar der Vermerk vom Direktor für Finanzen „OK for refund“ war schon drauf. Bloß dass uns dieser leider nie erreicht hat und so Theresa mir auch nie einen Scheck ausstellen konnte. Seufz. Ende gut, alles gut!

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Der Countdown läuft

Nachdem ich letzte Woche noch ganz gut das Training hinter mich gebracht hab, war ich erstmal (und das erste Mal!) mit Robert in Nyamirambo shoppen und konnte für 100 Euro zwei Jeans, zwei Röcke und zwei Blusen ergattern. Während ich im ersten Laden noch das Gefühl hatte, zuviel bezahlt zu haben, hat Robert im zweiten dann ordentlich verhandelt, so dass ich dort für das gleiche Geld wesentlich mehr bekommen hab.

Am Freitag hab ich mich dann mal auf die Suche nach drei Angeboten für meinen Rückflug nach Deutschland gemacht. Naiv wie ich bin, bin ich zu den drei Agenturen gegangen, die ich selbst gefunden hab, bzw. die mir Robert empfohlen hat. Als ich bei der letzten raus bin, hatte ich aber doch ein blödes Gefühl und hab  doch lieber nochmal bei Yvette angerufen, um nachzufragen, ob das jetzt so in Ordnung sei. Natürlich nicht – NUR akzeptiert nur die Angebote von drei bestimmten Reiseagenturen, die ich dann also auch noch auf- und z.T. suchen musste. Erstaunlicherweise bekam ich so nun insgesamt 6 Angebote mit Preisen zwischen umgerechnet etwa 510 und 900 Euro für einen einfachen Flug von Kigali nach Tegel, alle mit dem gleichen Flieger! Das günstigste Angebot war natürlich nicht von einer der Agenturen, die von NUR bevorzugt werden. Nun bin ich gespannt, ob die das noch bei Zeiten hinbekommen, mir meinen Flug zu buchen. Wenn nicht, bleib ich eben hier :) War nur Spaß…

Bei dem strahlenden Sonnenschein und nach einem Vormittag am Pool gestern fällt es mir immer schwerer, mich auf zuhause zu freuen. Könnt ihr nicht alle ein Stück Berlin einpacken und herkommen? Das würde mir sehr entgegen kommen…

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Etwas destruktiv die Guten…

Gestern haben Martina und ich noch gestaunt, in welcher Geschwindigkeit, die Leutchen, einen Berg Kies ein paar Meter weiter geschippt haben. Heute bei der Kaffeepause konnten wir dann staunen, wie schnell doch eine Mauer unter der Last von ein paar Kubikmetern Kies einstürzen kann:

eingestürzte Mauer im Zuge von Umschichtung eines Berges Kies so sieht die ganze Baustelle aus

Das ganze war zu beobachten vom Telekom House in Kacyiru (in Kigali), wo ich momentan ein Training in Angewandten Techniken in GIS für PNILP gebe. Leider hab ich immer nur 1-2 Teilnehmer, was mich ein bisschen frustriert, dafür kann ich aber immer noch die Büromitarbeiter vom CGIS Kigali Office zur Kaffeepause einladen, weil die für 5 Leute geplant war und auch so geliefert wird. Und immerhin wird man hier im 5. Stock mit einer schönen Aussicht belohnt:

Aussicht Telekom House Kacyiru/Kigali

Der Guard hier meint’s bestimmt auch nur gut, aber im Falle einer meiner Teilnehmerinnen hat er dann doch etwas übertrieben finde ich. Er wollte sie nicht reinlassen, weil sie keine ID dabei hatte! Auch als ich meinte, ich kenne sie, wollte er keine Ausnahme machen. Ich weiß nicht, wie sie es dann schließlich hinbekommen hat, aber sie hat es dann doch noch geschafft. Weiß ja auch nicht, aber mich hat noch nie jemand nach ner ID gefragt. Wahrscheinlich könnte ich hier mit drei Computern unterm Arm rausspazieren, bloß weil ich Muzungu bin…

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