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Kann ja nicht alles reibungslos laufen…

Wiedermal bin ich in die Fänge mangelnder Kommunikation geraten und muss dafür nun doppelt büßen. Wegen besagter mangelnder Kommunikation musste ich nämlich leider meinen Pre-Test, den ich heute Vormittag in Butare durchführen wollte, auf Montag verschieben. Leider muss ich das Ganze wohl auf meine Kappe nehmen, weil ich im direkten Gespräche vergessen hatte, meiner Gesprächspartnerin zu sagen, dass ich heute zum Pre-Test kommen will. Wir waren kaum raus aus dem Gebäude, aber haben sie dann nicht mehr gefunden, um ihr das noch zu sagen, so dass ich meinen Fahrer und Übersetzer gebeten habe, sie nochmal anzurufen. Leider hab ich mich aber vermutlich nicht deutlich genug ausgedrückt, was Pre-Test eigentlich bedeutet, so dass sie nicht damit gerechnet hat, dass wir heute schon Patienten befragen wollen, sondern dachte, wir wollen uns nur die Örtlichkeiten ansehen. Plöt. So ganz ohne Pre-Test will ich aber auch nicht ins Rennen gehen, so dass wir uns jetzt am Montag um 10 nochmal in Butare treffen, um den Pre-Test zu machen (jetzt weiß auch jeder Bescheid). Ein bisschen ärger ich mich schon deshalb, weil ich mir dann nämlich die Übernachtung zu heute, sowie die Busfahrt nach Kigali heute hätte sparen können. Andererseits hatte ich dann heute noch die Gelegenheit mein Gästehaus für die Zeit der Feldarbeit zu bezahlen und hab auch noch den Direktor vom CGIS gesehen, den ich dann auch gleich noch wegen unseres anstehenden Projektes sprechen konnte. Naja, immer positiv denken.

Tapfer wie ich bin (was mein Französisch angeht) hab ich heute schon wieder fast alle Gesundheitszentren angerufen, um den Chefs (bzw. eigentlich überwiegend Cheffinen) den entsprechenden Termin mitzuteilen. Und so wie sie sich zum Teil gemeldet haben, scheinen die meisten von ihnen immernoch in diesem Meeting zu sein, in dem sie gestern schon waren. Deswegen werd ich die beiden, die ich gerade nicht erreicht hab, später nochmal versuchen.

Ich wünsch euch ein tolles Wochenende!

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Feierabend!

Bei einem gepflegten Radler sitze ich gerade auf der Terrasse vor meinem Hotelzimmer und versuche, mich von den Strapazen der vergangenen zwei Tage zu erholen.

Immerhin habe ich innerhalb von ca. 15 Stunden verteilt auf zwei Tage 14 Gesundheitszentren abgeklappert, die auf den gesamten District Huye verteilt sind und für die ich zum Teil gar keine und zum Teil falsche Koordinaten hatte, was sogar noch schlimmer war als gar keine zu haben. Dadurch sind wir nämlich heute fast eine Dreiviertelstunde oder so durch die Gegend gefahren, um ein Gesundheitszentrum zu finden, dass irgendwo in der Pampa liegen sollte, in Wirklichkeit aber fast direkt an der Hauptstraße lag. Aber auch das haben wir gefunden. In sofern hatte diese Tour schonmal genau seinen Zweck erfüllt: Die richtigen Positionen der Gesundheitszentren zu finden und den Weg dorthin.

Das Gesundheitszentrum, das am nordwestlichsten Ende des Districts liegt, hat es uns mit dem Finden des Wegs besonders schwer gemacht. Von einem anderen Gesundheitszentrum kommend, haben wir uns durchgefragt, aber zweimal wurden uns Wege gewiesen, die für ein Auto unpassierbar waren. Einmal wurde uns immerhin auch geraten, lieber einen anderen Weg zu nehmen, weil nicht bekannt war, in welchem Zustand die Brücke ist, die wir passieren müssten. Eine der unpassierbaren Stellen seht ihr hier:

unpassierbarer Weg nach Kinyamakara

unpassierbarer Weg nach Kinyamakara

Kenyatta meinte, lieber verbrauchen wir etwas mehr Sprit als zu riskieren, dort stecken zu bleiben. Sehr vernünftig…

Allenorts wurde ich – bis auf eines – herzlich empfanden. Das einzige Zentrum, wo das nicht der Fall war, wollte der Vertreter vom eigentlichen Hauptverantwortlichen, der aber in Kigali war, partout sein Telefon nicht einschalten. Den werden wir dann halt noch nächste Woche „heimsuchen“. Dummerweise war heute ein Seminar für alle Chefs der Gesundheitszentren (was offenbar letzte Woche noch keiner wusste, als ich überall angerufen hab), so dass ich heute arge Schwierigkeiten hatte, die richtigen Ansprechpartner anzutreffen. Aber zum Teil waren immerhin die Vertreter informiert, bei den restlichen mussten wir dann noch ein bisschen rumtelefonieren oder auch nochmal später wiederkommen. Aber letztendlich haben wir tatsächlich – bis auf den einen – alle geschafft und alle haben mir ihre bestmögliche Unterstützung zugesichert. Alles gaaar kein Problem! Ntakibazo! Na prima :)

Meine Studenten habe ich gestern auch gebrieft und laut eigener Aussage, haben sie soviel Erfahrung mit Fragebögen und Leute befragen, dass das alles gar kein Problem sein wird. Das hoffe ich ja dann mal auch. Morgen ist Pre-Test in Butare angesagt, dann werde ich ja feststellen, wie gut mein Fragebogen funktioniert. Muss halt…

Mein Zimmer im Gästehaus der Universität ist für die Zeit der Datenerhebung auch schon reserviert – was soll da noch schief gehen? ;-)

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Geschafft!

Die nächste große Hürde ist geschafft: Ich hab meine Forschungsgenehmigung auf dem Tisch zu liegen! Ist natürlich mit einigen Auflagen verbunden, aber immerhin hab ich sie erstmal – für ein Jahr gültig. Und wer vor hat, hier auch einen Forschungsantrag zu stellen: Offenbar darf der Pre-Test ohne die Genehmigung gemacht werden. Jede Änderung im Forschungsvorhaben oder im Fragebogen muss dann nämlich wieder neu beantragt werden! Also dürfen mal wieder alle Daumen gedrückt werden, dass ich beim Pre-Test am Freitag nicht feststelle, dass die Fragen alle Murks sind… Nachdem da jetzt einige Köche dran rumgekocht haben, hoffe ich mal, dass er nicht total verdorben ist.

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„Mal wieder Halbzeit“ oder „Das Zimmer 101“

Für einige von euch vielleicht erfreulich, für mich weniger: Die Hälfte meiner Zeit hier ist schon wieder um. Gemessen an dem, was ich bisher so geschafft habe, finde ich das ein wenig beängstlich. Aber da ich weiß, was mir in den nächsten zwei Wochen noch bevor steht, bin ich wohl ganz gut dabei. Gestern habe ich immerhin auch mein korrigiertes Proposal abgegeben, was gleich von der Sekretärin auf die Umsetzung der Anmerkungen überprüft wurde (die angemerkten Mängel im Fragebogen hat sie natürlich nicht überprüft, mal sehen was der Chef dazu sagt…). Und heute Nachmittag soll ich bereits mein „Approval“ (Genehmigung) bekommen! Die können hier echt schnell sein, wenn sie wollen! NATÜRLICH fiel mir morgens auf dem Klo noch was ein, was ich doch noch einfügen sollte. Und NATÜRLICH war auf einmal die Formatierung meiner Absätze hinüber, so dass die Abstände nicht mehr stimmten und die Seitenaufteilung natürlich auch nicht. Aaaaaahhhhhh! Dabei wollte ich doch NUR noch schnell ein pdf draus machen! Immer das gleiche… Aber ich habs ja dann doch hingewurschtelt bekommen und zum Glück saß die Sekretärin vom EC auch gerade im Gesundheitsministerium in der Stadt, so dass ich gleich vom Copyshop rübergehen konnte, ohne noch durch die halbe Stadt fahren zu müssen. Was dann meinen Zeitplan wieder zurechtgebogen hat.

Und jetzt kommt noch eine Hotelkritik vom vergangenen Wochenende:

Ich opfer mich ja gerne als Versuchskaninchen, aber ich glaube, nächstes mal suche ich wieder das Hotel aus. Robert hatte nämlich für unsere gemeinsame Nacht in Butare das Hotel Barthos ganz in der Nähe der Universität ausgewählt. Im Grunde auch ein ganz hübsches Hotel mit Bar und Restaurant, in dem ich auch schon mit dem CGIS unser legendäres BBB hatte. Also warum nicht… Beim Einchecken hatte ich schon die ersten Verständigungsschwierigkeiten, weil die Dame am Empfang quasi kein Englisch und nur leidlich Französisch sprach. Immerhin hat sie verstanden, dass ich gerne ein Doppelzimmer hätte und hat mir ihre Preisliste gezeigt, die von 15.000 RWF bis ich glaube 45.000 RWF für das selbige reichte. Robert hatte sich ein 20.000 RWF Zimmer gewünscht und das sollte er auch bekommen. Also habe ich mir eins zeigen lassen: Zimmer 101, gleich das erste auf dem Flur. Schön groß, großes Bett, das gleich einen bequemen Eindruck machte, Badezimmer mit Badewanne und Heißwasserdusche und mit Fenster. Schien alles in Ordnung zu sein. Im Voraus bezahlt, wie üblich, gleichmal schön heiß geduscht und mich dann mit meinem Buch bewaffnet aufs Bett gehauen, um auf Robert zu warten. Schon beim Duschen stellte ich mal wieder fest, dass die Leute hier selten mitdenken: eine fest installierte Dusche (also so, dass man sie nicht in die Hand nehmen kann) und dann kein Duschvorhang. Klar, dass da nach dem Duschen das halbe Bad unter Wasser steht. Na gut, ist ja nicht mein Problem… Beim Lesen dann das nächste Problem: offenbar EINE ca. 20 Watt Glühbirne für so einen großen Raum und das in etwa 3m Entfernung vom Bett. Also war auch das Lesen nicht so richtig entspannend. Bis Robert kam, war in der Bar gegenüber bereits die erste Fußballübertragung im Gange. Diese Bar war mir leider beim Bezug des Zimmers nicht aufgefallen. Robert fiel sie sofort auf, weil es nämlich ziemlich laut von dort zu uns herüber dröhnte. Im Badezimmer war es besonders schlimm, aber auch im Zimmer konnte ich den Ton vom Fernseher auslassen, weil der von draußen ausreichte – um das mal so zu verbildlichen… Beim Abendessen in der gleichen Bar haben wir dann noch überlegt, ob wir versuchen sollen, ein anderes Zimmer zu bekommen. Ich hab es dann auch probiert, aber da ich bereits im Bett gelegen hatte und die Dusche natürlich schon ausgiebig benutzt war, sah die Lady keine Möglichkeit, uns ein anderes Zimmer zur Verfügung zu stellen. Außerdem wäre doch das Fußballspiel eh bald vorbei – meinte sie. Tatsächlich lief der Fernseher noch bis etwa Mitternacht würde ich sagen, was Robert nicht vom Schlafen abgehalten hat und mich dann irgendwann auch nicht mehr. Bloß die Gäste, die dann die Bar verlassen haben, als der Fernseher dann aus war, haben mich dann wieder wach gemacht. Genauso wie die benachbarte Moschee um 6, die Person, die mit einem aus vollem Hals plärrenden Radio über den Flur lief um ca. 6.30 Uhr, sowie das Personal, das um 7 anfing die Bar zu putzen und dabei die Holztische lautstark über die Fliesen schob. Und das an einem Sonntag Morgen! Irgendwann kam dann auch noch ein Wagen mit Lautsprechern vorbei, der irgendwas verkündet hat, was ich natürlich nicht verstanden habe. Aber um 8 musste Robert dann eh auch aufstehen. Zeit zum Frühstücken hatte er dann keine mehr. Kurz nachdem er weg war und ich mich noch zum Frühstücken fertig machte, kam eine Dame vom Hotel vorbei und meinte, mich darauf aufmerksam machen zu müssen, dass sie mir leider noch 5000 RWF abknöpfen müsse, weil wir ja nun zu zweit in dem Zimmer übernachtet hätten. Hm, ich hätte ja gedacht, dass ich mit einem Doppelzimmer auch ein Zimmer für zwei buche, aber da hab ich mich wohl geirrt. Irgendwo stünde das wohl auch auf der Preisliste – da hab ich wohl das Kleingedruckte nicht gelesen. Halsabschneider! Daraufhin hab ich ihr dann aber erstmal erzählt, was für einen Morgen ich hatte und ihr geraten, dieses Zimmer keinem Muzungu mehr anzubieten. Sie hat sich entschuldigt, aber sie könne ja nichts dafür bla bla bla… Na gut, also Frühstück, das war immerhin im Preis inbegriffen. Das hätte ich mir aber auch lieber sparen sollen, denn der Tee schmeckte nach Toilettenwasser und auf dem letzten Stück meines Omelettes (ich bin mir immernoch nicht sicher, ob ich zum Glück sagen soll) hab ich dann was entdeckt, was wie kurze Haare aussah – ekelhaft. Die Dame, die mein Frühstück abräumte, guckte nur ganz ungläubig. Jaaaaa! Haaaaare! Als ich widerwillig noch meine 5000 RWF bezahlt habe, hab ich das der Tante an der Rezeption auch noch erzählt, die natürlich wieder untröstlich war, aber leider nichts machen könne. Im Nachhinein ärger ich mich, dass ich nicht gesagt hab, ich will mit dem Chef sprechen. Also: wenn ihr es irgendwie vermeiden könnt, im Hotel Barthos zu übernachten – tut es !

Butare Hotel Barthos Room 101 - gutes Bett und heiße Dusche aber der Rest...

Butare Hotel Barthos Room 101 - gutes Bett und heiße Dusche aber der Rest...

Morgen um 6 geht es los zu meiner „Pre-Tour“ durch die Gesundheitszentren vom Huye District. Das bereitet mir schon wieder Magengrummeln, aber wie mit dem Proposal wird es dann wahrscheinlich besser als ich momentan denke. Ich freu mich jedenfalls darauf, zwei Tage mit Kenyatta über die Pisten zu düsen. Und am Freitag dann mein Pre-Test, um zu sehen, wie mein Fragebogen funktioniert, den ich am Sonntag noch mit Marie Christine ein bisschen verbessert habe.

Noch eine Aufgabe für euch: Robert träumt davon (bzw. hat er letzte Nacht davon geträumt), dass ich ihm was Deutsches koche und er mir dabei zugucken kann. Wovon Männer so träumen… Hat jemand von euch ne Idee, was ich kochen könnte? Hühnerbrust bekomm ich hier ganz gut beispielsweise. Und er isst gerne Kartoffelbrei. Wenn ich Senfgurken bekäme, würde ich wahrscheinlich Senfeier machen, aber das würde ihn wahrscheinlich nicht glücklich machen so ohne Fleisch… Also Ideen und Rezepte gerne als Kommentar oder per E-Mail an die euch hoffentlich bekannte Adresse. Danke!

Jetzt ist hier auch noch der Strom ausgefallen, dabei bin ich doch gerade dabei meine Akkus aufzuladen! Wie gut, dass wenigstens der verbleibende Akku von meinem Laptop gerade voll geladen war….

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Nicht gut aber ausreichend

Na das hatte ich mir ja wohl zu einfach vorgestellt, mal schnell alle Health Centre im Huye District anzurufen und meinen Besuch für nächste Woche anzukündigen. Glücklicherweise hatte ich einen lichten Moment und dachte, vielleicht sprechen doch noch nicht alle in diesem Land Englisch. Und da nichts über eine gute Vorbereitung geht, hab ich mir einen abgebrochen und einen Text auf Französisch zusammengeschustert, mit dem ich erstmal anfangen und den ich dann ggf. auch weiter benutzen konnte, falls mein Gesprächspartner nur Französisch sprechen sollte. Um das schonmal vorwegzunehmen: Die englische Übersetzung von dem Text hätte ich mir gleich sparen können, aber frau will ja für jede Situation gewappnet sein…

Nachdem gestern zwei meiner Anrufe in einem Meeting landeten, hatte ich das Gefühl, es würde vielleicht mehr Sinn machen, es heute zu versuchen. Also hab ich mich gleich um 8 an die Arbeit gemacht (noch ohne Frühstück!) und habe alle 14 Gesundheitszentren angerufen und mit meinem nicht guten aber ausreichenden Französisch meinen Besuch für die nächste Woche angekündigt. Puh, das war ein Krampf, ging aber dann doch besser als ich dachte. Mit der einen Mitarbeiterin treffe ich mich vielleicht schon am Sonntag in Butare. Na mal sehen, ob das für sie informativ wird. Aber ich glaube in Natura ist es für mich doch immernoch ein bisschen einfacher mit dem Französisch, vor allem mit dem Verstehen.

Morgen treffe ich mich noch mit meiner ehemaligen Kollegin in Butare, um nochmal über meinen Fragebogen zu schauen. Aber heute genieße ich noch ein bisschen die Sonne in Ruhengeri und mach schonmal mein Protokoll soweit fertig und hoffe, dass ich dann alles am Montag drucken, binden und abgeben kann. Und vielleicht treffe ich auch noch Sarah am Wochenende in Butare. Die hab ich diesmal noch gar nicht gesehen!

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Das flutscht heute!

Nachdem ich heute Schwierigkeiten hatte aus dem Bett zu kommen, muss ich wirklich sagen, dass das richtig flutscht heute! Erst hab ich noch vor dem Frühstück eine Antwort bzgl. der Übersetzung meines Fragebogens bekommen, natürlich gleich geantwortet, und nun hab ich schon wieder eine Antwort, die mir sagt, dass der Fragebogen in ihren Augen völlig in Ordnung ist. Hm, was hat das EC nur? Jetzt werd ich nochmal mit meiner Kollegin drüber reden, die ihn teilweise übersetzt und den Rest kontrolliert hat, ob sie doch noch was gefunden hat, was verbessert werden kann. Die Liste mit den Telefonnummern hab ich auch gerade bekommen mit einer sehr netten E-Mail, die mir zugesichert hat, für weitere Hilfe gerne zur Verfügung zu stehen (also nicht die E-Mail sondern der Verfasser ;-)). Dann kann ich vielleicht heute Nachmittag oder morgen, wenn ich in Ruhengeri hocke, in Ruhe alle Health Centre anrufen und mich für nächste Woche ankündigen. Die restlichen Änderungswünsche habe ich auch schon eingearbeitet. So macht Arbeiten Spaß! Dazu noch gute Musik und schönes Wetter – was will frau mehr? :)

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Kurzfristige Planänderung

Da renn ich „stundenlang“ (naja, immerhin 20 Minuten) auf der Suche nach einem Moto durch Kimihurura, hab schon Angst, meinen Bus zu verpassen und dann teilt mir mein lieber Freund quasi in letzter Minute mit, dass seine Kunden beschlossen haben, lieber noch eine Nacht in Uganda zu verbringen. Was heißt, dass Robert natürlich auch heute Nacht nicht in Ruhengeri sein wird und ich deshalb auch keinen Grund habe, nach Ruhengeri zu fahren. Ggggrrrrr. Morgen dann – hoffentlich… Wenigstens hat er mich noch erreicht, bevor der Bus da war, so konnte ich mein Ticket einfach auf morgen ändern lassen. Jetzt muss ich mich erstmal mit einem Abendessen und einer anschließenden heißen Schokolade im Bourbon trösten ;-)

Immerhin hab ich vorhin endlich meinen ehemaligen Kollegen erreicht, der die Kontakte zu den Gesundheitszentren im Süden hat. Der war gerade ein paar Tage in Europa und schickt mir morgen dann hoffentlich eine Liste mit den Telefonnummern. Wobei mir gerade einfällt, dass er gar nicht meine E-Mail-Adresse hat. Ich Blondchen! Na das lässt sich ja zum Glück ändern. Dann kann ich ihn auch gleich noch erinnern…

Mal wieder ein kleiner Nachschlag: Da sitze ich noch hier im Bourbon und chatte mit der Welt, da setzt sich jemand an meinen Tisch. Ist ja erstmal nix dabei. Es hat mich dann doch etwas irritiert, dass er mit dem Faltblatt, dass er in den Händen hatte, soweit auf meine Seite vom Tisch rübergewandert ist. Das war auch gut so, denn so habe ich gerade noch gesehen, wie er quasi durch das Faltblatt verdeckt mein Handy auf seine Seite vom Tisch bugsiert hat (schreibt man das so?!)! Ich habs ihm dann glücklicherweise wieder abgenommen und er ist dann schnell weggerannt. Leider kam ich nicht schnell genug von meinem Tisch weg, sonst hätte ich ihn windelweich geschlagen! Und die Polizei geholt. Dann hätte der sich das das nächste mal 10mal überlegt!

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Wunder gibt es immer wieder … la la la la ….

Da hat sich das Ethics Committee jetzt aber mächtig ins Zeug gelegt, um mir die Kommentare zu meinem Proposal zukommen zu lassen! Als ich heute bei der Sekretärin anrief, um wegen meiner mit Fragen gefüllten E-Mail nachzufragen, sagte sie mir, ich könnte mir die Kommentare gleich abholen. Wahnsinn! Leider sagen mir diese Kommentare nicht wesentlich mehr als die, die ich bereits am Samstag bekommen habe. Aber wenigstens hab ich sie jetzt nochmal schriftlich und sehe auch, was noch geändert werden muss, und worüber sie hinweg gesehen haben. Jetzt muss ich mein Proposal nochmal entsprechend überarbeiten, nochmal ausdrucken und binden lassen und es dann nochmal – diesmal wenigstens nur in einfacher Kopie – abgeben. Leider weiß ich jetzt aber immernoch nicht, wie lange das dann noch wieder dauern kann, aber ich versuche jetzt erstmal alles um ein paar Tage zu verschieben.

Heute fahr ich erstmal wieder zu Robert nach Ruhengeri, da hab ich dann morgen ganz viel Zeit und Ruhe, mich um mein Proposal zu kümmern.

Gestern war ich übrigens (nachdem ich den ganzen Tag zuhause gehockt und gearbeitet habe!) mit Sraith im Kino! Voll cool! Und das beste: wir durften uns einen Film aussuchen, weil wir den, der gespielt werden sollte, beide schon kannten. Statt dessen haben wir dann das A-Team geguckt. Lustigerweise haben wir beide verstanden, der Film hieße „18“ bis ich dann nach ein paar Minuten  – als das A-Team wieder komplett war und die passende Musik eingespielt wurde – gemerkt habe, dass das ja das A-Team ist. Nicht, dass man diesen Film unbedingt gesehen haben muss, aber lustig war er trotzdem. Vor allem ihn zu zweit in einem richtigen Kino zu sehen :)

Cinestar Cinema Kigali Nyamirambo

Cinestar Cinema Kigali Nyamirambo

Und noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Besuch in Butare: Normalerweise ist ja immer die Standardfrage, wenn ich dort ins Büro komme, ob ich zugenommen hätte. Unter Afrikanern mag das positiv gemeint sein, von wegen Wohlstand und so, aber ich konnte dem bisher nichts positives abgewinnen. Umso erfreulicher war es diesmal von zwei Kollegen zu hören, dass ich wohl abgenommen hätte. Nicht, dass ich wüsste – aber wenn sie meinen ;-)

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Alles nicht so einfach…

Gestern war ich das erste mal wieder in Butare und wurde unheimlich herzlich von meinen ehemaligen Kollegen begrüßt. Die scheinen sich echt gefreut zu haben, mich wiederzusehen :) Nicht wesentlich weniger haben sie sich wahrscheinlich über die Schokolade gefreut, aber deshalb bring ich sie ja auch mit ;-) Am Sonntag bei Dancille wurde ich von einer Nachbarin übrigens darauf angesprochen, wie es kommt, dass wir Europäer/Amis immer Schokolade mitbringen, wenn wir nach Ruanda kommen. Gute Frage eigentlich. Vermutlich ist es die Angst, dann gerade unheimlich Lust auf gute Schokolade zu bekommen, wenn es keine gibt oder nur für ein Vermögen. Die Nachbarin hat aber auch zugegeben, dass auch die Ruander die Schokolade immer sehr gerne essen und sich alle freuen, wenn welche mitgebracht wird.

Nun war ich ja gestern nicht nur zum Schokoladeessen nach Butare gefahren, sondern hauptsächlich um mich mit meinen neu rekrutierten Studenten zu treffen, die mir bei der Datenerhebung helfen sollen/wollen. Die machten gestern schonmal einen ganz freundlichen Eindruck, waren aber noch ein bisschen schüchtern. Aber ich schätze, wenn sie die Patienten in Kinyarwanda befragen, wird sich die Schüchternheit schon legen. Eigentlich wollte ich ja schon Anfang nächster Woche mit einem Test anfangen und dafür am Freitag mit den Studenten ein paar Übungen machen. Da ich den Fragebogen aber nochmal überarbeiten muss und ich noch nicht genau weiß, wie jetzt die weitere Vorgehensweise damit ist, muss ich nun überlegen, ob ich alles um ein paar Tage verschieben kann, ohne in allzu große Bedrängnis zu kommen. Die Studenten haben allerdings ab dem 15. auch schon wieder Prüfungen, so dass sie dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Schwierig… Naja, ich werd mir heute mal nen Kopp machen, wie ich das noch auf die Reihe bekommen kann.

Ach ja, was ich noch erzählen wollte… Wäre ja verwunderlich, wenn mein Rechner hier mal so ganz artig mitspielen würde: Jetzt hat mein Ersatzakku den Geist aufgegeben wie es aussieht. Mal sehen, ob er sich noch laden lässt, aber mein Rechner sagt mir jedenfalls schon, dass ich mir bald nen neuen besorgen müsste. Noch geht ja wenigstens der Hauptakku (der auch schon ein neuer ist)  – dieser ruandische Strom hier scheint den Akkus nicht besonders gut zu bekommen…

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So klein ist Ruanda!

In den letzten Tagen ist mir immer wieder aufgefallen, wie klein doch Ruanda ist!

Als ich letzte Woche mit Alphonse zum Mittagessen im Karibu war, winkte mir auf einmal ein ded-Mitarbeiter zu, der auch mit beim Hash in Uganda war, kurz danach tippte mir eine weitere Teilnehmerin auf die Schulter und sagte Hallo – keine Ahnung, ob die wiederum zusammen da waren, oder ob das auch nur Zufall war. Vorher schon hatte ich Emmanuel auf der Straße getroffen – einer meiner Vorgesetzten im Projekt. Am Samstag traf ich dann auf der Suche nach einem Taxi den Inhaber des „besten“ Supermarktes in Butare (die Auswahl ist zugegebenermaßen begrenzt), der direkt gegenüber vom Sitz des Ethics Committees einen Supermarkt in Kigali aufgemacht hat. Ich weiß nicht, ob das eine gute Gegend für einen Supermarkt ist, aber es war lustig und schön, ihn dort zu treffen. Noch immer auf der Suche nach einem Taxi rief dann von der anderen Seite jemand zu mir rüber, ob ich ein Taxi suchen würde – endlich!  Und siehe da: Es war Sirus, ein Taxifahrer, den ich bei meinem letzten Aufenthalt öfter in Anspruch genommen hatte und der sich sogar noch an mich erinnern konnte und wo ich wohne. So ist das hier… Aber ganz so bekannt wie ein bunter Hund wie Robert bin ich noch nicht :D Als ich letztens bei Tigo (einer neuen Mobilfunkgesellschaft hier) war, um mein Handy internettauglich zu machen, erkannte der Mitarbeiter natürlich prompt Robert auf meinem Handy und teilte mir gleich mit „I know him!“ „Sure, everybody knows him…“

Und hier nun noch ein Foto von dem Geburtstagsessen von Dancille. Die beiden Fotos, auf denen auch ich drauf bin, sind leider nicht gut geworden.

Dancilles Geburtstagsessen

Dancilles Geburtstagsessen

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