Category archives: in Ruanda

ein verrückter Tag

Nach einem frühen Frühstück mit Claudia, die ja schließlich keinen Urlaub hat, habe ich mich heute schon zeitig voller Tatendrang an meinen Rechner gesetzt. Schließlich hab ich gestern auch schon nix gemacht, da wollte ich heute ein bisschen was schaffen. Dummerweise gab dann die Graphikkarte meines (Dienst-)Laptops den Geist auf, färbte meinen Bildschirm erst gelb, dann tiefschwarz und verweigert seit dem überwiegend die Arbeit, was das Arbeiten am Laptop zurzeit unmöglich macht. Sch…! Also hab ich erstmal alle IT-people angerufen, die ich hier so kenne. Sraith hat mal schnell gegoogelt und jemanden gefragt und wunderte sich, dass es da keine Errormeldung vorher gab, schloss aber spontan, dass es ein Fehler im Betriebssystem sei. Glaubte ich eigentlich nicht, dazu war dieser gelbgefärbte Bildschirm zu suspekt. Ich dachte eher an einen Kabelbruch oder sowas und wollte die Hoffnung so schnell nicht aufgeben. Der nächste Fachkundige, den ich kenne, sitzt bei PNILP und hat kurzerhand einen Bekannten angerufen, der sich dann auch spontan mit mir bei PNILP im Büro getroffen hat. Aufgeschraubt, reingeguckt, ein bisschen am Kabel gerüttelt: da wird wohl das Kabel kaputt sein. Sag ich doch… Hm, na versuchen wir es mal mit einem anderen Bildschirm. Bildschirm angeschlossen, immerhin ein Bild, aber mit sehr seltsamen Muster und an der Auflösung ließ sich auch nichts machen – wird wohl doch eher an der Graphikkarte liegen. Wieder an ein paar Kabeln gerüttelt, hier und da noch an einem Stecker gezogen und wieder angesteckt – keine Veränderung. Nochmal anderen Bildschirm probiert – auch kein Erfolg. Nochmal Graphikkarte angeguckt: schade auch, Graphikkarte on board (nicht auf dem Surfbrett oder dem Flugzeug sondern auf dem Motherboard). Heißt: lässt sich nur inkl. Motherboard austauschen, das man dann aber auch erstmal passend haben muss. Das könnte etwas schwierig werden in Ruanda. NAAAA TOLLLLL!!!!! Warum jetzt, warum hier, warum mir????? Beste Lösung, die uns einfiel: jemanden finden, der den gleichen Laptop hat wie ich und ihn gerade nicht braucht und ihn mir statt dessen ausleihen könnte, so dass ich einfach meine Festplatte dort reinpacken und dort weitermachen könnte, wo ich angefangen hab. Das wird wohl meine Aufgabe für diese Woche sein…

Das war also der heutige Vormittag (was sich auch noch auf einen mittleren Nervenzusammenbruch am Abend auswirkte, aber davon will ich jetzt mal nicht reden, sonst folgt gleich der nächste…). Mittags bin ich mit einem Freund von Robert (Godfrey) in Roberts Auto nach Butare gefahren, um endlich mal meine 70 Sachen bei Irene abzuholen, die ich dort seiner meiner Ausreise vor über einem Jahr untergestellt hatte – in der leisen Hoffnung, bald wieder da zu sein und dann nicht alles neu kaufen zu wollen. Das mit dem „bald wieder da“ hat ja nun leider nicht so ganz geklappt, aber Robert, der eigentlich den Auftrag hatte, meinen Krempel in Butare abzuholen, hat es echt in dem ganzen Jahr nicht geschafft, bei Irene aufzukreuzen und das Zeug in sein Auto zu laden. Männer… Und da ich am Donnerstag mit Robert in sein Haus in Ruhengeri fahren will und das meiste von meinem Kram dort gebraucht wird, hab ich mir nun den Luxus geleistet und bin mal schnell nach Butare gegurkt und hab alles abgeholt. Da war die Freude groß, als ich auch noch eine halbe Kiste Amstel Bock gefunden hab, die ich total vergessen hatte :) Eine Portion Brownies mit selbstgemachtem Vanilleeis konnte ich bei Irene auch noch abstauben, so war der Tag wenigstens nicht ganz zum In-die-Tonne-treten. Auf dem Rückweg waren wir schon fast in Kigali angelangt, als der Tag noch verrückter wurde, als er eh schon war: Wir wollten gerade einen Bus überholen, als wir feststellten, dass dieser so langsam fuhr, weil ein offenbar geistig verwirrter Mensch mit weit ausgebreiteten Armen mitten auf der Straße lief. Godfrey hupte natürlich, was den verwirrten Menschen offenbar dazu getrieben hat, auf unsere Motorhaube zu springen, fast die Scheibenwischer abzureißen, aufs Dach zu klettern und dort rumzuhopsen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen endlich ein paar Leute aus dem Dorf angerannt inkl. der Verkehrspolizei, die wir kurz vorher passiert hatten, und versuchten den Verrückten von unserem Autodach zu bekommen, der sich aber mit Händen und Füßen sträubte, mit dem Erfolg, dass er sogar noch die Halterung vom Dach abgerissen hat. Ganz zu schweigen von dem leicht lädierten Scheibenwischer und der Delle im Dach – und dem Schrecken, der Godfrey und mir ganz schön in den Knochen steckte. Wir waren aber froh, dass er wenigstens nicht die Scheibe eingetreten hat oder ähnliches, das wäre noch wesentlich schlimmer gewesen. So konnten wir wenigstens mit einem lediglich verdreckten Auto zurück nach Kigali fahren. Und Robert muss dann am Donnerstag, wenn er wiederkommt, erstmal sehen, wie schwer der Schaden ist. Achja, der Verkehrspolizist hat sich sehr freundlich bei mir für diesen Vorfall entschuldigt. Naja…

Ich hab inzwischen sogar schonmal meine Kisten und Koffer durchgeguckt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das meiste tatsächlich bei Robert im Haus am besten aufgehoben ist. Meine Specksteinfigur aus Tansania und meine Holzskulptur aus dem Novotel sowie meine Küchenwaage und ein paar andere Kleinigkeiten kommen aber mit nach Berlin! Damit ist der kleinere Koffer dann auch schon fast wieder voll :)

So, nun drückt mir mal die Daumen, dass der morgige Tag besser wird und ich eine Lösung für mein Laptop-Problem finde!

Kommentare

der übliche Samstag in Kigali

Wie schon aus früheren Zeiten gewohnt, konnte ich gestern endlich wieder beim Hash mitmachen. Nummer 701 bereits, die Jubiläumsausgabe am letzten Samstag hatte ich leider verpasst. Aber der gestrige Hash war wieder sehr schön, wenn auch super anstrengend. Wer mal gucken mag, wo ich langgelaufen bin, darf sich diese kml-Datei runterladen und in GoogleEarth laden: Hash_701_trail.kml

Die 7,7 km hab ich in gut einer Stunde geschafft, was für die Höhenunterschiede gar nicht mal so schlecht war (und für die Temperaturen). Allerdings hatte ich auch einen Kopf rot wie eine Tomate und zwischendurch einen Puls von 172, also nicht ganz so optimal ;-) Die letzten Walker trafen mit Einbruch der Dunkelheit im Ziel ein und so mussten wir die Abschlussrunde schon im Dunkeln durchführen, in der ich dann mal wieder dafür bestraft wurde, dass ich so lange abwesend war. Heißt: ich musste einen halben Becher Bier auf ex trinken.

Danach schnell nach hause (eine Dusche war DRINGEND nötig), zum Abendessen war ich mit Markus, einem „neuen“ CIM-ler verabredet und dann ging es zur Hash-Party nach Kiyovu, die dann richtig lustig war. Es war schön, so viele Leute wiederzusehen und viel getanzt hab ich auch (da wurde die Pizza gleich wieder weggetanzt). Da ich Markus auch mal das Cadillac zeigen wollte, sind wir gegen 1 Uhr dann auch noch gemeinsam mit Anna dahin umgezogen, was aber eigentlich überflüssig war. Ich hätte mal lieber auf der Party bleiben sollen…

Anna und Nicole im Cadillac

Anna und Nicole im Cadillac

Markus und Nicole im Cadillac

Markus und Nicole im Cadillac (janz schön frech der Kerl!)

Heute konnte ich dafür mal ordentlich ausschlafen und hab mir einen ziemlich faulen Tag auf der Terrasse gegönnt. Is ja schließlich Urlaub – oder so was ähnliches ;-) Nur noch vier Tage bis ich Robert endlich sehe! Wird langsam echt Zeit!

2 Kommentare

Wie der Rattenfänger von Hameln…

Der Regen hat es mir auch heute Morgen noch schwer gemacht, mich aus dem Haus zu bewegen, aber gegen Mittag konnte ich mich dann endlich aufraffen. Wie am Mittwoch auch schon habe ich offenbar einen Augenblick abgepasst, an dem ziemlich viele Kinder Schulschluss hatten. Jedenfalls schaff ich es immer wieder, eine Horde Kinder um mich zu scharen, die mir alle entweder auf französisch oder auf englisch einen guten Morgen alternativ auch einen guten Nachmittag wünschen wollen (manchmal auch nachmittags einen guten Morgen…) und mich dann eine Weile des Wegs begleiten, bis ihnen einfällt, dass sie woanders lang müssen und sich dann wiederum lauthals von mir verabschieden. Am Mittwoch hatte ich auch etliche Hände an meinen Armen, die offenbar überprüfen mussten, ob die weiße Hautfarbe auch echt ist :) Immer wieder spaßig, hier unterwegs zu sein…

Kommentare

nix mit Salsa

Eigentlich wollte ich mich ja jetzt gleich aufmachen, um zum Salsa-Tanzkurs zu gehen. Schließlich ist Donnerstag und Tanzen wäre eigentlich angesagt, aber da es heute noch weiter wäre als sonst, nach Schöneweide zum Tanzkurs zu fahren, hatte ich mich eigentlich darauf eingestellt, nach Nyarutarama zum Salsa zu fahren. Aber daraus wird nun nix, da der Regen mich mal wieder ans Haus fesselt. Regen ist eigentlich gar kein Ausdruck! Ich hab das gerade mal versucht, mit dem Aufnahmegerät für euch festzuhalten, aber ich fürchte, so richtig kommt es nicht zur Geltung… Regen auf dem Wellblechdach (O-Ton!)

Gewitter im Anmarsch

Gewitter im Anmarsch

Wenn der Regen soweit nachgelassen hat, dass ich wieder meine eigene Musik hören kann, werd ich wohl alleine hier das Tanzbein schwingen müssen… Mal sehen, ob ich die Slow-Fox-Folgen von letzter Woche noch zusammen bekomme ;-)

4 Kommentare

Besuchstag

Ist gar nicht so einfach, sich selbst zum Arbeiten zu motivieren, aber ich geb mein bestes. Immerhin ist der erste Fragebogen schon entworfen – ich weiß bloß noch nicht, wem ich den zum Mal-drüber-gucken geben soll… So konnte ich gestern das Vergnügen, Dancille in ihrem neuen Büro zu besuchen, damit verbinden, mir einen Probeausdruck machen zu lassen – sieht ja ausgedruckt doch immer anders aus als am Bildschirm (vor allem als am Laptop…). Wer sich nicht erinnert: Dancille ist die Sekretärin der „Rwanda Kolping Association“ und seit zwei Jahren eine liebgewonnene Freundin von mir. Bei meinem Besuch hatte ich gleich noch die Gelegenheit, den neu gewählten „Präsidenten“ der RKA und den „Schatzmeister“ kennenzulernen. Der Präsident spricht sogar ein paar Brocken Deutsch – er hat sich mit „Auf Wiedersehen“ von mir verabschiedet. Dancille sagte aber, dafür spricht er kaum Englisch. Da hat wohl jemand die richtigen Prioritäten gesetzt ;-)

Dancille im RKA Office

Dancille im RKA Office

Nachdem mir Philomena (meine burundische Freundin in Berlin) erzählt hatte, dass die Nichte von Innocente (eine weitere burundische Freundin in Berlin, die mir einen Haufen Babysachen für besagte Nichte mitgegeben hat) zur Entbindung ins Krankenhaus gegangen ist, habe ich mich auch noch kurzfristig mit Huguette verabredet (Schwester der besagten Nichte, also eine weitere Nichte), um ihr die Babysachen zu übergeben. Also schnell aufs Moto nach Kimihurura (wo ich gerade wohne), Babysachen abgeholt, weiter nach Kacyiru zum Bildungsministerium, wo Huguette arbeitet und Babysachen abgeliefert. Na mal sehen, wann das Baby nun kommt. Huguette meinte, der Arzt würde dem Kind wohl noch etwas Zeit geben.

Und da ich nun schon in Kacyiru war, habe ich gedacht, kann ich gleich noch ins Kigali Office vom CGIS gehen und meine ehemaligen Kollegen dort besuchen. Ich hatte zwar keine Schokolade dabei, aber ich hab mich trotzdem getraut ;-) Also brachte mich ein kleiner Fußmarsch von gut einem Kilometer und fünf erklommene Stockwerke in ein fast leeres Büro: Nur Bernard und Jean de Dieu waren da, die sich aber umso mehr über meinen Besuch freuten. Stefan und Martina sind in der Zwischenzeit ausgereist (von Stefan wusste ich das schon, bei Martina war ich mir nicht bewusst, dass die Zeit ihres Projektes schon vorüber ist), Eugène und Elias sind für eine Schulung in Nyungwe und Claudio ist noch in der Schweiz – ganz ungewohnt, das Büro so leer zu sehen.

Eigentlich wollte ich gestern früh ja ein bisschen joggen gehen, aber nachdem es die ganze Nacht wie aus Kübeln geregnet hatte (und mich ein mächtiges Gewitter fast aus dem Bett hat fallen lassen), hatte ich nicht so recht Lust auf Pfützen-hopping und moddrige Joggingschuhe. Immerhin hab ich dann die Gunst der Stunde genutzt und bin von Kacyiru wieder zurück nach Kimihurura gelaufen.

So, jetzt muss ich aber los, bin in der Stadt verabredet!

Kommentare

ganz gut eingelebt

Meinen Flug nach Ruanda habe ich ziemlich verschlafen. Nichtmal dass es Eis zum Dessert gab, konnte mich nach dem Mittagessen (das ich auch schon nicht geschafft hatte) wachhalten. Als wir etwa über dem Sudan waren, hatte ich dann einigermaßen ausgeschlafen und konnte noch ein paar Fotos für euch machen:

irgendwo im Sudan

irgendwo im Sudan

interessante Gewässer im Sudan, rechts unten Feuer am Waldrand

ein paar Kilometer weiter: interessante Gewässerformen, rechts unten Feuer am Waldrand

wieder ein Stückchen weiter Richtung Süden

wieder ein Stückchen weiter Richtung Süden

Sonnenuntergang über dem Sudan

Sonnenuntergang über dem Sudan

Vielleicht hat ja jemand von euch Langeweile und Lust, die Stellen bei GoogleEarth zu suchen. Ich hab die Stelle jedenfalls auf die Schnelle nicht gefunden. Die Bilder sind übrigens in etwa gewestet (also Westen ist oben).

Endlich saß ich mal auf der richtigen Seite, um mich ein bisschen von der Sonne wärmen zu lassen. Ich fand’s nämlich ganz schön kalt an Board. Allerdings nicht so kalt wie in dem nach Brüssel! Da müssen sie über Nacht vergessen haben, die Türen zuzumachen oder so! Ich hatte in meinem Blickfeld keinen Passagier, der nicht mit Jacke dagesessen hat! Und mir war selbst mit Jacke und Schal noch kalt.

Überhaupt nicht kalt ist es hingegen hier in Kigali :) Meine Webseite behauptet, es wären 24 Grad – kann gut sein. Ich war heute noch gar nicht draußen, sitze aber mit dünner 3/4-Stoffhose und T-Shirt in Claudias Haus und erfreue mich des Sonnenscheins und der Wärme. Ein bisschen fleißig war ich sogar auch schon: Hab für diese Woche schon zwei Termine gemacht und sogar schon an meinem Forschungsantrag gearbeitet. Aber nachdem ich euch noch gar nicht darüber informiert hatte, dass ich gut angekommen bin, hab ich gedacht, mach ich das erstmal, bevor ich weiterarbeite. Gestern bin ich übrigens auch schon wieder in den Genuss der Regenzeit gekommen: Eigentlich wollte ich am Nachmittag mit einem Bekannten durch die Innenstadt schlendern, was dann aber durch den üblichen Regenguss inkl. ordentlichem Gewitter vereitelt wurde. Jetzt weiß er immernoch nicht, wo T2000 ist (DER Laden, wenn man billiges Zeug aus China kaufen will; manches davon ist aber ganz ok).

Robert habe ich erwartungsgemäß noch nicht gesehen, aber wir haben schon etwa sechsmal telefoniert – muss man ja ausnutzen, wenn das so schön billig ist :) Und immerhin ist es schonmal ein schönes Gefühl, ihm so viel näher zu sein als sonst.

2 Kommentare

… und immer schön die Zähne zusammenbeißen…

Es gibt sicherlich schönere Momente im Leben als Abschied nehmen zu müssen. Robert und ich haben heute wieder kräftig die Zähne zusammenbeißen müssen, aber wir werden es auch dieses mal überstehen. Da ich ja mit meiner Diss vorwärts kommen will, hoffe ich ja mal, dass es bis zu meinem nächsten Besuch nicht wieder so lange dauern wird.

Abschiedsfoto

Abschiedsfoto am Flughafen

Morgen um diese Zeit sitze ich schon im kalten Berlin – wie gruselig…

Bis bald!

2 Kommentare

mal ein richtig busy Monday

So beschäftigt war ich ja schon lange nicht mehr ;-)

Um Viertel nach 10 hatte ich das erste Meeting mit der GTZ, was recht informativ aber nicht besonders ermutigend war. Danach hab ich der Malaria Unit einen Kurzbesuch abgestattet und bin spontan (ja, sowas können die Ruander manchmal auch) mit Alphonse Mittagessen gegangen. Während dessen bekam ich die freudige Mitteilung, dass der Herr vom Gesundheitsministerium, den ich seit einer Woche versuche zu treffen, um 4 noch ein Fensterchen für mich frei hätte, falls ich Zeit hätte! Na klar hab ich Zeit! In der Pause zwischen Mittagessen und Meeting hab ich noch schnell die englische (korrigierte) Fassung meines Exposés ausdrucken lassen (Mann, das ist hier vielleicht teuer!) und mich im Bourbon kurz bei einer Sprite von der Hitze  und dem Herumgestakse in Stöckelschuhen erholt. Meinen Freund konnte ich bei der Gelegenheit auch noch kurz treffen. Der ist jetzt schon wieder auf dem Weg nach Gisenyi, woraus ihr richtig schließen dürft, dass wir unsere letzte vermeintlich gemeinsame Nacht diesen Jahres nicht gemeinsam verbringen werden. Grummel… Dafür war mein Treffen mit dem Gesundheitsministerium umso erfolgreicher! Wie es aussieht, werde ich in den nächsten Wochen fleißig an meinem Proposal arbeiten müssen, aber das Ministerium ist sehr an meinem Projekt interessiert und ich darf morgen sogar noch einen Blick in die Daten werfen, um mir ein Bild davon zu machen, was schon vorhanden ist. Damit hatte  ich ja nun nicht gerechnet!

Das Internet war in den letzten Tagen ziemlich dürftig, und ist auch jetzt gerade nicht besonders zuverlässig oder flott, weshalb es die letzten Fotos erst morgen oder auch erst am Mittwoch gibt, wenn ich wieder in Berlin bin.

Am Freitag war ich aber dann doch noch schnell in Butare – ohne Robert. Der ist im Akagera mit dem Wagen stecken geblieben und konnte dann erst am Samstag wieder nach Kigali fahren, woraufhin ich dann am Samstag wieder mit dem Bus nach Kigali zurück gefahren bin und meine ca. 70 Sachen doch wieder bei Irene lassen musste. Dabei wollte ich schon das eine oder andere gerne mit nach Berlin mitnehmen. Naja, lohnt sich ja eh nicht so richtig ;-)

Am Samstag kam dann aber noch Isaac (ein burundischer/inzwischen deutscher Freund aus Berlin) mit zwei Freunden aus Burundi angebraust und haben mir sogar noch eine Kiste Amstel Bock mitgebracht (von der ich nun nur einen Bruchteil trinken konnte)! Da in Butare nicht soviel los ist und es auch kein Amstel Bock gibt (außer momentan in Irenes Arbeitszimmer), haben sie mich eingepackt und sind mit mir zur burundischen Grenze gefahren, wo wir ein tolles BBB (Brochette, Bier und Bananen für die, die es vergessen  haben sollten) gefeiert haben. Nicht, dass wir was besonderes zu feiern gehabt hätten, außer der Deutsch-Burundischen Freundschaft ;-)

Da ich ja nun wieder nach Kigali zurück fahren wollte, haben die Jungs dann auch beschlossen, nach Bujumbura zurückzukehren und mich kurzerhand bei jemand anderem ins Auto gesetzt, der mich dann mit nach Butare genommen hat, wo ich wenigstens noch ein paar Amstel Bock eingepackt habe, um nicht alles Robert überlassen zu müssen. Lustigerweise saß mit mir im Auto einer, der nach Nyanza wollte, und wir stellten bereits innerhalb kürzester Zeit fest, dass wir gemeinsame Bekannte haben, weil er offenbar beim GIS Center ein Training mitgemacht hat! So klein ist die Welt! (Der Typ, der mit mir im Bourbon durch Zufall an einem Tisch saß, weil kein anderer mehr frei war, kannte Robert natürlich auch wieder…)

Ach ja: @Victoria: T-Shirt an Jean Pierre ist auch übergeben, allerdings diesmal ohne Beweisfoto ;-)

Und ein Amstel Bock auf 20 Jahre Mauerfall! :)

1 Kommentar

Falls noch Zweifel bestanden: Ja, hier ist jetzt Regenzeit!

Wie schon aus dem letzten Jahr gewohnt, fängt es pünktlich, wenn man irgendwohin will, an zu regnen. Immerhin konnte ich mich heute mit meinen ehemaligen Kollegen vom CGIS zum Mittagessen im African Bite treffen und schön draußen sitzen. Tatsächlich war es heute Vormittag richtig heiß und die Hitze hat mich fast erschlagen, als ich vor die Haustür trat. Aber als wir mit dem Essen fertig waren, zogen schon dicke Wolken auf und verhießen nichts gutes. Der auf das Dach trommelnde Regen weckte mich dann auch aus meinem Mittagsschläfchen und warf schnell die Frage auf, wie ich denn wohl bei dem Regen zum Bourbon kommen würde, wo ich mich mit Claudia auf eine heiße Schokolade verabredet hatte. Bewaffnet mit Regenschirm und Regenjacke wagte ich mich dann aus dem Haus und hatte auch den Eindruck, dass es eh gleich vorbei wäre. Na denkste, Puppe, das war die Ruhe vor dem Sturm! In kürzester Zeit waren meine Schuhe und meine Jeans so nass, dass ich keinen Sinn darin sah, mich noch irgendwo unterzustellen oder doch noch in ein Taxi zu springen, weil es viel schlimmer eh nicht mehr ging. Ich hatte dann auch den Eindruck, der einzige Fußgänger zu sein, der bei dem Regen noch unterwegs war. Nachdem ich nun schon gut zwei Stunden im Bourbon sitze, werden meine Füße nun auch langsam wieder warm und immerhin sind meine Knie jetzt auch schon wieder trocken. Ich bezweifle allerdings, dass meine Schuhe bis morgen früh wieder trocknen. Ist ja hier leider nix mit an die Heizung stellen. Ob es was bringt, die Schuhe in die Mikrowelle zu stellen? :) Ich werd’s wohl lieber nicht versuchen.

Morgen früh um 8 geht es nun mit dem Bus nach Butare. Die Preise haben ganz schön angezogen, seit ich das letzte mal hier war: von 1600 auf 2200 RWF! Da war ich gestern ganz entsetzt, als ich mein Ticket gekauft habe. Aber erstaunlicherweise konnte sich die Dame am „Fahrkartenschalter“ immernoch an mich erinnern. Robert kommt dann hoffentlich nachmittags/abends mit dem Auto nach und es sieht so aus, als hätten wir dann fast den ganzen Samstag für uns!

So, jetzt ist mein Tee fast alle, dafür die Batterie von meinem Laptop wieder fast voll. Wir hatten nämlich zuhause heute Nachmittag keinen Strom, deshalb lade ich meinen Laptop vorsichtshalber hier noch ein bisschen auf. Und eigentlich hatte ich auch gehofft, das Internet hier benutzen zu können, aber das scheint auch nicht zu funktionieren. Gut, dass Robert ein Modem hat, dass ich die ganze Zeit benutzen kann, da er ja eh keinen Laptop mehr hat. Sorry, Schatz.

Kommentare

Ein Dienstag in Kigali

Leider hat Robert nicht jeden Tag soviel Zeit für mich wie am Sonntag. So kam es, dass er gestern schon um kurz vor 8 das Haus verließ, vormittags kurz zuhause war, wir uns mittags zufällig auf der Straße trafen und er dann erst abends wieder zuhause auftauchte. Ist ja leider immer nicht so einfach, mit ihm zu planen. Eigentlich war nämlich geplant, dass er gestern Nachmittag mit Kunden in den Akagerapark fahren sollte. Glücklicherweise wurde das dann aber auf heute Morgen verschoben, so dass wir gestern Abend noch gemütlich zusammen kochen konnten. Schade, dass das so ein seltenes Vergnügen ist, aber wenigstens kam ich endlich mal wieder in den Genuss von Kartoffelbrei à la Robert und wie beim letzten mal perfekt gekochtem Brokkoli und Möhren. Ich frag mich, wie Robert das immer macht. Bei mir zerkocht der Brokkoli immer…

Abendessen zu zweit

Abendessen zu zweit

Heute musste Robert nun schon um halb6 am Hotel seiner Kunden sein. So konnte ich den heutigen Tag dazu nutzen, vormittags Kenyatta (der Fahrer unserer Tour de la Ruanda vom letzten Jahr) auf einen Kaffee zu treffen, und wieder ein paar Mitbringsel loszuwerden, das Kigali Office des CGIS und im Novotel das Fitnessstudio zu besuchen.

Beweisfoto für übergebene Mitbringsel

Beweisfoto für übergebene Mitbringsel

Wiedersehen nach langer Zeit: Kenyatta und Nicole

Wiedersehen nach langer Zeit: Kenyatta und Nicole

Heute Vormittag wäre sogar noch schönes Wetter für  den Pool gewesen, aber als ich gerade die zweite Runde auf dem Laufband drehte, fing es draußen an zu stürmen und zu regnen, was – zusammen mit der Tatsache, dass er sowieso wegen Bauarbeiten geschlossen ist – den Pool eher unatraktiv für mich machte. Wenigstens hat sich der Regen relativ freundlich verhalten und hat nicht meine Wäsche, die ich gestern schon nicht trocken bekommen habe, wieder nass gemacht.
Heute Abend bin ich noch zum Essen bei meiner Kolping-Freundin Dancille eingeladen! Ihre Kinder wollen mich auch endlich mal kennen lernen. Ich schätze, da werde ich dann wohl meine letzte Tüte Gummibärchen opfern müssen :)

Dancilles Familie und die Umuzungu-Nicole

Dancilles Familie und die Umuzungu-Nicole

Hat jemand einen Tipp, wie ich Roberts Rosen am geschicktesten nach hause bekomme? Ich hab sie heute zum Trocknen aufgehängt und würde sie eigentlich ungern zurücklassen.

1 Kommentar