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Patricias achter Monat

Während Patricia mit ihren inzwischen 9 kg (bei ca. 72 cm) nun schon ihr Gewicht mehr als verdreifacht hat, taste ich mich langsam endlich wieder an mein Normalgewicht ran. Nach 14 Monaten war ich gestern endlich mal wieder joggen – ein grandioses Gefühl.

Patricia wird immer schneller beim Robben über den Fußboden. Und gleichzeitig zusehends ungeduldiger, weil das mit dem Krabbeln und Gehen noch nicht so funktionieren will, wie sie das will. Dafür hat sie inzwischen richtig viel Spaß beim Baden (ich dusche dabei meist schonmal mit ;-)) und wenn sie stehen darf, verbessert sich ihre Laune sofort, falls sie gerade mal schlecht drauf sein sollte.

Patricia beim Baden

Patricia beim Baden

Patricia steht

Patricia steht

Von Thorbjörn bzw. ihrer Tante haben wir jetzt den Schaukelelch ausgeliehen bekommen. Ein tolles Teil und Patricia hat extrem viel Spaß dabei, darauf zu schaukeln. Noch muss man sie zwar dabei festhalten, aber wenn das erstmal alleine funktioniert, wird sie den bestimmt viel benutzen.

Patricia und Thorbjörns Schaukelelch

Patricia und Thorbjörns Schaukelelch

Auch Patricia hat unsere Nationalelf so gut es ging unterstützt :) Der Klatschhand wollte sie zwar immer lieber am Daumen nuckeln statt mit ihr zu klatschen, aber die Hasenohren standen ihr ausgezeichnet. (zur Klatschhand gibt es hier ein Video) Genutzt hat es bloß leider alles nix… Dafür bin ich aber Tippkönigin meiner Tippgruppe geworden, was mich persönlich natürlich fast so sehr freut, wie wenn Deutschland Europameister geworden wäre :)

Klatschhand zum Anbeißen

Klatschhand zum Anbeißen

Deutsches Hasi

Deutsches Hasi

Sehr süß finde ich ja, wie Patricia jetzt klatscht. Die Oma hat wohl so oft Backe backe Kuchen mit ihr gesungen, dass das Klatschen dann auch irgendwann funktionierte. Und sie freut sich da selbst so drüber, voll drollig :) Hier gibt es das passende Video dazu.

das Händeklatschen geht schon ganz gut

das Händeklatschen geht schon ganz gut

Gleichzeitig findet sie ihre Füße immer interessanter. Der Opa berichtete letztens, dass sie nebst der fast leeren Nuckelflasche noch beide großen Zehen im Mund hatte. Warum? Weil sie es kann! ;-) Leider ist das nicht gerade hilfreich, wenn man sie wickeln will und sie dabei ihre Füße nicht loslassen will…

Nachdem ich mich anfangs noch recht schwer damit getan habe, Patricia zu füttern, geht das jetzt immer besser. Und da sie bei meinen Eltern sonntags jetzt eh immer schon mit am Esstisch sitzen darf (dort bisher aber nur mit der Stirn in Tischhöhe), hat sie nun gestern ihren neuen Hochstuhl probesitzen dürfen. Nach langem Recherchieren habe ich mich nun doch für einen Tripp Trapp von Stokke entschieden. Bzw. zwei – bei mir steht nämlich auch noch einer. Wir hams ja… Aber die Investition hat sich gelohnt würde ich sagen. Sie hatte gestern schon soviel Spaß daran, auf ihrem Stuhl sitzend gefüttert zu werden, dass es auch für die fütternde Oma eine Freude war. Jetzt ist sie schon ein großes Mädchen, dass alleine am Tisch sitzen darf! :)

Patricia bei der Erstbesteigung ihres neuen Hochstuhls

Patricia bei der Erstbesteigung ihres neuen Hochstuhls

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Die Leiden einer ÖPNV-nutzenden Kinderwagenfahrerin

Mag ja sein, dass das jetzt schon alles viel besser ist mit dem Busfahren mit Kinderwagen und so. Trotzdem ist es zum Teil immernoch eine Zumutung finde ich. Letztens musste ich zum Zahnarzt. Grundsätzlich stellt sich hier natürlich schonmal die Frage, nehm ich die Kleine mit oder nicht. Da ich aber dachte, die Mitarbeiterinnen dort würden sich vielleicht freuen, sie mal kennenzulernen, nehme ich sie mit. Das war wahrscheinlich der grundlegende Fehler, der sich dann aber auf halben Wege nicht mehr rückgängig machen ließ. Da man ja nie weiß, wie die Fahrstühle so funktionieren und weil ich dachte, das wäre am bequemsten so, fahre ich den ganzen Weg nach Charlottenburg (Gegend Olivaer Platz) mit dem Bus. Ist ja eigentlich auch gar kein Problem, muss man ja nur einmal umsteigen. Blöd nur, dass der 109, der vom Flughafen in die Stadt fährt Verspätung hat und entsprechend voller ist als erwartet. Doppelt blöd, weil eine Rollstuhlfahrerin mit drei Koffern natürlich den gesamten Platz einnimmt, der sonst für drei Kinderwagen reicht. Ich frag mich ja eh immer, warum es in den Bussen, die zum Flughafen fahren immer so wenig Platz gibt… Da ich keine Lust habe, auf den nächsten Bus zu warten und zu riskieren, dass der dann auch wieder voll ist, stelle ich mich mit dem Kinderwagen also in die Tür. Zum Glück macht das der Busfahrer auch so mit. Ist ja auch nicht selbstverständlich… Irgendwo steigt noch ein Kinderwagen ein. Prima! De andere Kinderwagen, der dort auch noch an der Bushaltestelle steht, muss leider auf den nächsten Bus warten. Ein paar Stationen weiter steigen zum Glück sowohl der andere Kinderwagen als auch die Rollstuhlfahrerin inkl. Gepäck und Begleitung aus. Jedenfalls wollen sie das. Nachdem der andere Kinderwagen ausgestiegen ist, schleppt die Begleitung der Rollstuhlfahrerin die Koffer an mir und dem Kinderwagen vorbei durch die Tür. Ich wäre ja auch ausgestiegen, wenn man mich gelassen hätte! Prompt blökt die Rollstuhlfahrerin, dass sie aussteigen will. Jaaahaaa, hab ich doch gemerkt! Bloß stehe ich jetzt so blöd mit dem Kinderwagen in der Tür, dass ich ihn quasi rausschubsen müsste oder selbst drüber springen oder so. Der Busfahrer ist glücklicherweise so freundlich und hilft mir den Kinderwagen rauszuschaffen und schaut auch ganz mitleidig. Wenigstens regnet’s nicht – immer positiv denken… So schaff ich es dann also doch mit nur 15 Minuten Verspätung zum Olivaer Platz, der Busfahrer lächelt mir sogar noch freundlich zu und wünscht einen schönen Tag – der Tag ist fast gerettet ;-) Beim Zahnarzt vor der Tür stellen wir fest, dass der Kinderwagen nicht durch die Tür passt! Wo gibt’s denn sowas?! Tja, schöner Altbau. Man müsste den zweiten Flügel aufmachen, aber der Imbus, den man dafür bräuchte, ist nicht auffindbar. Also einmal über den Hof und durch den Hintereingang. Die Zahnarztgeschichte erspar ich euch. Kurz gesagt: Sie musste bohren und die Arzthelferinnen haben sich prima um Patricia gekümmert.
Da meine Schwester in der Gegend arbeitet, treffen wir uns zum Mittagessen. Da es ihr erster Arbeitstag nach dem Urlaub ist, denke ich, bring ich mal ein paar Blumen mit, als ich an einem Blumenladen vorbeikomme. Dummerweise müsste man, um da reinzukommen, aber eine Stufe hoch und dabei gleichzeitig irgendwie die Tür aufhalten und dann möglichst mit dem Kindewagen nichts umfahren – neee, lassen wir mal lieber. Glücklicherweise gibt es noch einen anderen Blumenladen auf dem Weg, bei dem Patricia zwar auch draußen warten muss, aber ich kann sie immerhin im Blick behalten.
Den Rückweg will ich vom S-Bahnhof Savignyplatz antreten. Dort gibt es ja einen Fahrstuhl, also schlage ich das Angebot meiner Schwester aus, uns zu begleiten und mir zu helfen, den Kinderwagen die Treppen hochzutragen. Der nächste Fehler des Tages. Der Fahrstuhl ist nämlich kaputt. Und da eine weitere Mutter auch etwas verzweifelt davor steht, helfen wir uns gegenseitig, unsere Kinderwagen die Treppen hochzutragen.
Am Alex muss ich umsteigen und warte gefühlte Stunden auf die einzelnen Fahrstühle, bis ich endlich bei der U8 angekommen bin. Irgendwann muss ich da mal die Zeit stoppen…
Friedrichstraße war der Fahrstuhl am Dienstag komplett außer Betrieb. Ganz prima, wenn man auf den oberen Bahnsteig will. Da kommt man nämlich nicht hin, ohne wenigstens ein paar Stufen zu gehen, habe ich festgestellt. Eine ältere Dame war so freundlich, mir zu helfen…

Wie gut, dass ich gut zu Fuß bin und viele Strecken einfach per Pedes zurücklege, so dass ich mich nicht allzu häufig ärgern muss. Aber meistens ist es ja dann eh in den Momenten, wo man es eilig hat, dass der Bus schon voll ist und man mit dem Kinderwagen nicht mehr reinkommt. Letztens quetschten wir uns auch mit vier Kinderwagen und einem Rollator in den Bus. Die Dame mit dem Kinderwagen, die sich als letzte reinzwängte, hätte allerdings auch keine zwei Meter zu Fuß geschafft schätze ich, weil sie auf ihren Highheels schon fast nicht in den Bus gekommen wäre, ohne sich die Haxen zu brechen. Ich gab ihr den guten Rat, doch einfach bequeme Schuhe anzuziehen, aber sie meinte, sie müsse die noch einlaufen. Na wenn sie meint, dass sich das lohnt… ;-)

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Mutterglück

Nun ist meine (na gut) unsere Kleine schon einen Monat alt und ich will hier auch endlich mal was dazu schreiben. Obwohl ich es echt schwierig finde, die letzten 30-32 Tage so kurz in Worte zu fassen…

Das ging ja dann doch alles ganz schön schnell. Die Fruchtblase war sechs Wochen vor dem errechneten Termin (der wäre am 22.12. gewesen) geplatzt und zwei Tage später durfte ich schon Patricia Elizabeth zur Welt bringen (also am 12.11.). Dabei hatte ich mich eigentlich auf sechs noch recht ruhige Wochen eingerichtet, in denen ich im wahrsten Sinne des Wortes noch eine ruhige Kugel hätte schieben können/wollen/sollen. Was ich nicht noch alles machen wollte. Nach einem Kinderwagen gucken zum Beispiel. Oder das Kinderbett aufbauen. Oder eine Wickelkommode kaufen. Oder eine Tasche für die Klinik packen. Statt dessen schlage ich mir nun bereits die Nächte mit dem Stillen um die Ohren und genieße die vielen schönen Augenblicke mit ihr. Den guten Ratschlag meines Doktorvaters, die 6 Wochen Mutterschutz bis zur Geburt noch zu nutzen, um ein bisschen was an meiner Doktorarbeit zu schaffen, scheint Patricia als Aufforderung verstanden zu haben, mir auch in dieser Beziehung einen Strich durch die Rechnung zu machen. Aber ich hoffe noch darauf, dass wir einen guten gemeinsamen Weg finden, wie ich mit ihr die Arbeit schreiben kann. Momentan scheint mein Tag allerdings hauptsächlich aus Stillen, Windeln wechseln, Milch abpumpen, Fläschchen auskochen und Wäsche waschen zu bestehen. Nachts versuche ich, dazwischen auch ein bisschen Schlaf abzubekommen. Wenn das nicht so gut klappt, schlafe ich auch mal beim Stillen ein, das ist so schön beruhigend ;-)

Aber auch wenn ich mich manchmal ein wenig überfordert fühle oder quasi „ausgelutscht“, weil ich mit dem Stillen kaum hinterherkomme, genieße ich die Zeit mit ihr sehr. Noch schläft sie ja sehr viel, aber selbst dann ist sie so süß, dass man sie die ganze Zeit nur knutschen könnte. Und wenn sie dann mal wach ist (und nicht gerade furchtbar hungrig) schaut sie mit ihren großen Augen um sich. Dabei könnte ich ihr stundenlang zugucken. Ihre „Aufwach-Zeremonie“ ist auch zu komisch – inklusive Recken und Strecken, herzhaftem Gähnen, Stirn in Falten ziehen, Zunge rausstrecken und entsprechenden Geräuschen. Echt zum Brüllen :D Lustigerweise kann es dann auch sein, dass sie eine Sekunde später wieder ganz ruhig und entspannt schläft, als wäre nichts gewesen. Oder sie fängt an zu schreien, weil sie Hunger hat. Und das soll man (bzw. frau, also Mutter) nun am besten schon vorher erahnen. Also ich hab da noch meine Schwierigkeiten. Ich versuche deshalb, ihr jetzt schon beizubringen, dass sie einfach sagen soll „Mama Hunger“ oder so etwas in der Art, dann wäre alles klar und sie könnte sich das Geschrei sparen. Kostet schließlich alles Energie, die man sich erst wieder anfuttern muss! Aber nein, sie bevorzugt immernoch das Schreien. Na mal sehen, wann ich sie soweit habe ;-)

Meine Bilanz nach dem ersten Monat könnte nun so aussehen: gefühlte 1000 gewechselte Windeln (in Wahrheit dürften es ca. 240 gewesen sein), Patricia-seitig zwei völlig nutzlose entwickelte Talente (1. sobald die Windel auf oder besser noch weg ist, pinkeln, ganz super! Und 2. sobald Mama irgendwohin gehen will, lautstark mitteilen, dass man bitte vorher noch was essen möchte, obwohl eigentlich noch mind. eine Stunde Zeit wäre), gefühlte 20 gewaschene Waschmaschinenladungen; und ich weiß nicht mehr, wann ich die letzte Nacht durchgeschlafen habe. Muss irgendwann im 4. Monat gewesen sein oder so… Aber immerhin auch ca. angefutterte 700 Gramm (also bei Patricia ;-) 500 vom Geburtsgewicht ausgehend) und vielleicht zwei Zentimeter gewachsen – die Strampler in Größe 50 passen jetzt langsam. Bei mir ca. 8 kg weniger als vor der Geburt und ordentliche Augenringe. Aber auch gaaaaaaaaanz viele Schmuseeinheiten und glückliche Momente :)
In ein paar Tagen kommt nun auch endlich der Papa. Ich bin gespannt, wie sich die beiden verstehen werden. Robert freut sich auf seinen Urlaub – ich hoffe, er braucht nach seinen zweieinhalb Wochen hier nicht erst recht welchen… Ich freue mich jedenfalls auf die Zeit zu dritt, als richtige kleine Familie. Auch wenn mir Robert das Stillen leider nicht abnehmen kann…

Auf diesem Wege möchte ich schonmal bzw. nochmal allen ganz herzlich danken, die mich sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt unterstützt haben sowie für die vielen lieben Worte und Glückwünsche zur Geburt unserer Tochter!

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Abflugbereit

Nicht, dass ihr euch Sorgen macht, dass ich doch lieber hier bleibe: ich sitze bereits im Abflugbereich vom Flughafen Kigali International. Mit Soleluna-Pizza vollgefuttert, geputzten Zähnen und rausgenommenen Kontaktlinsen, sozusagen schlafbereit. Ich hoffe, der Flieger ist nicht wieder so laut. Aber der iPod ist auch aufgeladen – da steht einem Schläfchen auf dem Weg nach Addis fast nichts mehr im Wege. Falls mich das Baby schlafen lässt. Aber irgendwann gibt es normalerweise dann doch „a Ruh“ ;-) Ich freu mich zwar nicht unbedingt auf zuhause, aber momentan wäre ich extrem froh, wenn ich die Fliegerei schon hinter mir hätte. Ich kann jetzt schon nicht mehr sitzen, aber viel Freiraum zum Herumlaufen gibt es hier auch nicht. Und aufs Flugfeld lassen sie mich nicht ;-) Naja, in knapp 4 Stunden Aufenthalt in Addis werd ich mich hoffentlich noch ein bisschen bewegen können. Ist schließlich meine ursprüngliche Joggingzeit so zwischen 6 und 10 Uhr morgens. In einer Stunde geht’s los…
Ich bin gespannt, was sich in dem Jahr hier tun wird, das ich voraussichtlich brauchen werde, um wieder herzukommen. Heute habe ich schon an verschiedenen Kreuzungen die neuen Ampeln gesehen, die sie auch bei uns an der Ecke aufgestellt haben und die sofort zum Verkehrschaos geführt haben. Dabei sind die total modern, mit Countdown bis zur nächsten Rot/Grünphase! Kann aber sein, dass weniger die Ampeln sondern die in der Mitte stehenden Polizisten, die dann zusätzlich zu den Ampeln den Verkehr regeln, das Problem sind. So genau konnte ich das noch nicht beobachten. Vielleicht haben sie sich ja bis nächstes Jahr an die neuen Ampeln gewöhnt ;-)
Bis bald dann wieder in/aus Berlin!

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„Feldarbeit“ wieder überstanden

Auch wenn ich diesmal ein wenig Zweifel habe, ob hier überhaupt jemand (bis auf ein paar Ausnahmen) verfolgt, was ich diesmal in Ruanda so treibe, möchte ich diejenigen, die es interessiert, doch wenigstens darüber informieren, dass ich meine „Feldarbeit“ diesmal auch wieder gut überstanden habe. Es war zwar diesmal auch wieder etwas mühsam, aber trotzdem war es recht brauchbar, was ich herausgefunden habe. Wie ich schon in der vorangegegangenen Woche mitbekommen hatte, war jetzt in der Woche eine Schulung in Muhanga (Gitarama), an der eigentlich alle Leiter der Gesundheitszentren teilnehmen sollten. Ich hatte mich schon ein bisschen gewundert, dass mir zwei Direktoren sagten „Nein, ich bin den ganzen Tag im Büro, kommen Sie einfach vorbei!“ (also auf Französisch). So richtig überraschend war es deshalb nicht, dass eben diese beiden Herren dann eben nicht in ihren Gesundheitszentren anzutreffen waren, aber wir haben trotzdem jeweils jemanden gefunden, der uns ein paar Fragen beantworten konnte, so dass die Fahrt nicht umsonst war. Die „Reise“ in den Süden hat sich schon allein wegen des Gesprächs gelohnt, dass ich endlich mit der Leiterin der Gesunheitsabteilung im Distrikt führen konnte. Mit der habe ich mich dann abends nach der Schulung noch in Muhanga getroffen. Vielleicht war das für mich das fruchtbarste Gespräch, weil ich mit ihr wenigstens Englisch reden konnte. Mit den anderen war es mit unserem jeweils nicht besonders guten Französisch nicht so ganz einfach. Insgesamt hatte ich bei der Heimfahrt nach Kigali dann aber das gute Gefühl, was geschafft zu haben, auch wenn ich mich jetzt nochmal ransetzen muss, um die Interviews abzutippen bzw. die wichtigsten Punkte rauszuschreiben.

In Butare hat sich übrigens einiges verändert. Viele Straßen wurden inzwischen gepflastert oder sie sind gerade dabei, das Stadium wurde abgerissen und bei der Uni stehen die neuen Studentenwohnheime jetzt schon in voller Größe, nur noch etwas Putz fehlt und ich glaube ein paar Fenster. Am Ibis (eins der Top-Hotels/-Restaurants in Butare) wird das ganze Restaurant grunderneuert wie es aussieht, was dazu geführt hat, dass ich auch mal gesehen habe, was hinten noch alles für Gebäude sind, die ich sonst nie beachtet habe…

Heute ist unser letzter gemeinsamer Abend in Kigali, den wir (ich hoffe, es bleibt dabei!) im Restaurant vom Mille Collines „zelebrieren“ wollen. Morgen muss Robert nach Musanze (Ruhengeri), wo ich dann nachmittags auch hinfahren werde, um die nächsten beiden Tage dort mit ihm zu verbringen. Für morgen Abend wurde mir da schon der beste Fisch aller Zeiten versprochen. Na mal sehen :) Am Dienstag hab ich dann fast noch den ganzen Tag Zeit, mich in Kigali rumzudrücken und mich mit dem einen oder anderen noch zu treffen, da mein Flieger erst mitten in der Nacht Richtung Äthiopien abhebt. Unglaublich, dass die 6 Wochen schon wieder vorbei sind.

Achja, ich komm am Mittwoch, den 7,9. um 19.40 Uhr mit Lufthansa von Frankfurt an. Wäre schön, wenn Onki mich abholen könnte ;-) Ich ruf aber nochmal an.

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