Das nenn ich Urlaub!

Nachdem wir erstmal schön ausgeschlafen haben, haben wir uns mittags auf den Weg zum Hafen gemacht, um mit der Fähre nach Kigamboni überzusetzen, was auf der anderen Seite der Dar es Salaam Bucht liegt und einen tollen Sandstrand zu bieten hat. Die Fähre, mit der man da fährt, hat irgendwie was von Flüchtlingsschiff und die Rampe hatte auch schon einige Rostlöcher, aber wir haben es ja trotz allem geschafft.

Die Fähre - sieht aus wie ein Flüchtlingsschiff… Stefanie und Jürgen auf der Fähre

Die Skyline von Dar es Salaam Kigamboni

Auf der anderen Seite angekommen, haben wir uns mit einem Taxi zum Kipepeo Beach fahren lassen (Kipepeo heißt Schmetterling auf Swahili), wo man zwar 3000 TSH Eintritt bezahlen muss, dafür aber in diesem Wert auch einen Getränkegutschein und einen tollen bewachten Strand bekommt. Ich konnte mich kaum sattsehen an dem schönen Strand, dem Indischen Ozean, den hohen Wellen… Das Wasser hatte zwar fast Badewannen-Temperatur, war aber trotzdem herrlich erfrischend. Dummerweise hatte ich es versäumt, mich schon früh mit Sonnencreme einzuschmieren. Irgendwann war es dann dafür zu spät und den helleren Regionen nach zu urteilen, war schon das Stück zur Fähre zuviel Sonne für meine Haut. Hatte eigentlich gedacht, dass meine Haut inzwischen ein bisschen was gewohnt wäre, aber offenbar nicht. Nach einem kleinen Spaziergang mit Jürgen am Strand (mein eigentlicher Plan war ja, mir den Sand abzuwaschen, mich kurz trocknen zu lassen und mich dann einzucremen, aber als ich aus dem Wasser kam, hatte Jürgen schon einen ordentlichen Vorsprung und ich dachte auch nicht, dass wir so lange unterwegs sein würden) kam ich dann ziemlich krebsrot wieder zurück zu unserem Platz – vor allem von hinten, da war ich auch am blassesten… Wir haben es uns dennoch so richtig gut gehen lassen mit Cidre-Bier und Stieleis. Ein bisschen haben wir uns ja dann über uns selbst amüsiert, weil wir am Vorabend noch um 1000 TSH gefeilscht haben und nun für 1500 TSH ein Eis aßen, aber es geht ja schließlich ums Prinzip ;-)
Meinen Sonnenbrand hab ich dann schon im Daladala zurück zum Hafen ordentlich gespürt, wo ich auch noch auf dem Motor sitzen musste, was dann extra heiß war.

Kipepeobeach Kipepeobeach  Indischer Ozean

Stefanie und Jürgen am Kipepeobeach Nicole und Jürgen am Kipepeobeach Sonnenuntergang am Kipepeobeach

Abends hatten wir dann das Vergnügen mit dem gleichen Taxifahrer und seiner Schrottkarre zu „Mamas Pub“ zu fahren, wo es eher klassisches Essen gab: die tansanische Variante von Brochette de chevre. Hat eigentlich genauso geschmeckt wie „zuhause“. Danach sind wir dann noch zu einem Konzert von FM Academia gegangen, was Ronny irgendwie aufgetrieben hatte. Tolle Musik und eine bunt gemischte Gruppe, die aus ungefähr 10 Männern und 8 Mädels besteht, wobei zuerst nur die Männer zu sehen waren, die sich beim Singen immer in Gruppen abgewechselt haben und dabei fantastisch getanzt haben. Schließlich kamen dann auch die Mädels dazu, die erstmal nur getanzt haben (was hauptsächlich aus dem Wackeln mit ihren Hintern bestand), später dann aber auch gesungen haben. Hat jedenfalls Spaß gemacht, zuzugucken und mitzutanzen, auch wenn ich nicht mal ansatzweise probieren wollte, so mit dem Hintern zu wackeln! Trotzdem bin ich dann schon auf meinem Stuhl sitzend eingeschlafen. War wohl doch ein bisschen viel Sonne und Seeluft am Nachmittag. Jürgen hat sich dann irgendwann erbarmt und hat mich nach hause begleitet. Ganz schön anstrengend so ein Urlaub…

Stefanie und ihr Drink (Gin und Tonic) tolle Stimmung mit FM Academia tolle Stimmung mit FM Academia - jetzt auch mit den Mädels

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