Dienstreise nach Dubai

So, jetzt gibt es noch ein bisschen Text zu den Bildern :-)

Eigentlich war meine Reise nach Dubai ja eine sehr kurzfristige Dienstreise für eine regionale Esri Konferenz. Am Montag kam die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, am drauffolgenden Freitag nach Dubai zu fliegen. Ööööööhm………. Also richtig lange überlegen musste ich da nicht und hab einfach zugesagt und dann in den nächsten Tagen Patricias Betreuung, meinen Flug, mein Hotelzimmer und mein Programm organisiert. Wat Frau Dr. nicht so allet kann, ne? :-)

„Unglücklichweise“ fliegt Rwandair zu nachtschlafender Zeit nach Dubai. Und mein Chef war so super nett mir sowohl zuzugestehen, nicht direkt vom Flieger zur Konferenz zu gehen, als auch ein Hotelzimmer so zu reservieren (bzw. mich das so reservieren zu lassen), dass ich morgens um halb5 direkt in mein Zimmer konnte. Und ich durfte auch noch im Radisson Blu absteigen, weil das nunmal praktischerweise nur 2 Minuten vom Konferenzort weg liegt. Hier also erstmal meine Unterkunft: Das Radisson Blue in Dubai Media City

Da ich nun den Samstag noch reichlich Zeit hatte, habe ich mir nur drei Stunden Schlaf gegönnt, dann einen Rundgang durch das Frühstücksbuffet (nein, ich habe natürlich nicht nur geguckt ;-)) gemacht, was es bis halb11 gab und hab mich nochmal kurz schlau gemacht für meine Citytour. Und noch schnell mein Handy ein bisschen aufgeladen – das hatte ich natürlich früh um halb5 vergessen  :-?

Gegen Mittag hab ich mich dann also in der Hitze zu Fuß zur Metro gewagt, dort ein Tagesticket für umgerechnet etwa 5,50 Euro (22 Dirham) erstanden und hab mich dann erstmal schön in das „Frauen & Kinder Abteil“ der Roten Linie gesetzt und mich in die Altstadt fahren lassen. Dieses Abteil ist tatsächlich Frauen und Kindern vorbehalten. Wenn dort ein Mann erwischt wird, muss er 100 Dirham Strafe zahlen! Als zwei Männer zu uns ins Abteil gestiegen sind, wurden sie gleich von zwei Frauen in das nächste Abteil geschickt. Beim Umsteigen in die Grüne Linie habe ich dann eine nette Südafrikanerin (weiß) kennengelernt und da wir uns auf Anhieb sympathisch waren, sind wir dann zusammen losgezogen. Erster Punkt auf der To Do Liste war der Gold Souk (Gooldmarkt), wo man sich bei Bedarf vermutlich komplett in Gold kleiden lassen könnte. Unglaublich, wie das alles gefunkelt und geleuchtet hat! Dann ging es weiter zum Spice Souk (Gewürzmarkt) – immer der Nase nach ;-) Da die Überfahrt von Al Sabkha nach Al Fahiri mit dem Wassertaxi gerade mal 25 Cent (1 Dirham) kosten sollte, haben wir uns den Spaß auch gegönnt. Ein wirklich bequemes Fortbewegungsmittel (solange es nicht regnet, denke ich mal), um von einer Seite des Creeks auf die andere zu kommen. Und ich hatte das Gefühl, die fahren wirklich ständig hin und her – wir haben glaube ich keine zwei Minuten warten müssen. In Al Fahidi angekommen, haben wir uns dann in Richtung Fabric Souk (Stoffmarkt) treiben lassen, wo man einen schönen Schal nach dem anderen umgelegt bekommt, um in das nächste Geschäft gelockt zu werden. Aber ich war standhaft (jedenfalls an dem Tag) – ich hatte eh kaum Geld zum Ausgeben dabei. Vom Stoffmarkt wollten wir eigentlich ins Heritage Village, haben dann aber noch einen Abstecher in ein kleines Lokal (vergleichbar zu den kleinen Dönerbuden in Berlin) gemacht, um uns ein wenig zu stärken bzw. zu erfrischen – ich war noch pappsatt vom Frühstück, aber einem frischen Mangosaft konnte ich nicht widerstehen. Meine neue Bekanntschaft hat das Essen auch fotografiert, ich hoffe, ich kann das gelegentlich noch nachreichen. Das Heritage Village fand ich persönlich jetzt nicht so sehenswert, aber wir sind mal durchgelaufen und haben dann auf dem Rückweg zur U-Bahn beim Saeed Al Maktoum House reingeschaut, wo wohl der frühere Scheich aufgewachsen ist. Dort kann man ein bisschen was über Dubais Geschichte lernen, mit alten Karten, alten Fotos und Münzen und Briefmarken. Das ganze schön gekühlt – da ließ es sich aushalten. Dann mussten wir uns langsam sputen, damit wir es noch rechtzeitig bei Tageslicht zum Burj Khalifa schaffen würden. Auf dem Weg dorthin wollte ich noch von der Station World Trade Center zu den Emirates Towers spazieren, weil dort die schönsten Wolkenkratzer standen, wie ich aus der Metro heraus festgestellt hatte. Das haben wir dann auch gemacht und dort „zufällig“ dann auch eine Eisdiele gefunden, die ein dermaßen leckeres Eis angeboten hat – da musste ich zugreifen! Warum bekommen die das in Ruanda einfach nicht hin, solch ein Eis herzustellen?! Das kann doch nicht so schwer sein! Dann sind wir also wieder mit der Roten Linie bis zur Dubai Mall/Burj Khalifa gefahren, wo man dann gefühlte 10 Minuten durch eine Passage (oder soll ich sagen überirdischer Tunnel? – jedenfalls klimatisiert)  von der Metro direkt in die Dubai Mall geht bzw. wer möchte „befördert wird“, denn es gibt auch die für Flughäfen typischen Personenbeförderungsbänder wie ich sie mal nennen möchte, damit man sich nicht schon vorher die Füße platt läuft, nehme ich mal an. Wir waren darüber auch ganz dankbar, schließlich waren wir ja auch schon eine Weile unterwegs. Die Dubai Mall ist wohl die größte der (etlichen großen) Malls in Dubai. wo man auf vier Etagen mehr als 1200 Geschäfte findet! Hier sind fast alle großen Marken vertreten. Vielleicht auch alle großen – vielleicht sind die, die ich vermisst habe, eher kleine ;-) Jedenfalls hab ich keinen Swatch Laden gesehen und Nivea auch nicht. Meine neue Bekanntschaft hatte für 19 Uhr ein Ticket, um den Burj Khalifa hochzufahren, was ich mir verkniffen habe. Aber vorher konnten wir noch die tanzenden Fontänen bewundern, die sich passend zu der Musik bewegen, die dazu abgespielt wird.

Dubai_Saeed_Al_Maktoum_House

Dubai Saeed Al Maktoum House

Dubai_Burj_Khalifa_Lake

Dubai Burj Khalifa Lake

Wahrscheinlich könnt ihr in Deutschland aufgrund der Urheberrechte die Videos nicht angucken. Aber ihr könnt ja mal nach Dancing Fountain Dubai googlen, vielleicht gibt es etwas offizielles auf YouTube, das auch in Deutschland abgespielt werden kann. Ich fand es jedenfalls atemberaubend schön! Ich wäre gerne nochmal nur zu einer Aufführung hingefahren, aber das war einfach zu zeitaufwendig. Nachdem ich mir dann noch in der Mall die Füße plattgelaufen habe auf der Suche nach einem preiswerten Kleid für Patricia und neuen Schuhen für mich (habe beides nicht gefunden) habe ich mich den Weg zurück zur Metro geschleppt und bin tot ins Bett gefallen.

Am Sonntag war dann der erste Konferenztag. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen kleinen Empfang – praktischerweise in meinem Hotel. Aber glücklicherweise entfleuchten dort die meisten gegen 17 Uhr, so dass ich mich auch unauffällig aus dem Staub machen konnte, um mein Glück zu versuchen, zum Sonnenuntergang am Strand zu sein. Das war schwieriger als gedacht, weil die meisten Strände private bzw. zu Hotels gehörende Strände sind, so dass ich ziemlich weit laufen musste, um einen zu finden, wo ich dann tatsächlich rauf durfte und bis ans Wasser kam. Dort kam ich dann auch gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang an. Drei Minuten später war sie dann schon im Persischen Golf verschwunden.

Kleiner Rundgang durch mein Viertel: Media City bis Jumeirah Beach

Auch nach Sonnenuntergang habe ich mich alleine als Frau in der Gegend sicher gefühlt, muss ich sagen. Überall sind Touristen und Hotels und dazwischen Geschäfte und tatsächlich wohl auch mal ein paar Einheimische – wobei das wohl auch zum größten Teil Zugereiste sind.

Nach dem zweiten Konferenztag hatte ich glücklicherweise noch Zeit für eine Viertelstunden Schwimmen im Pool auf der Dachterrasse im 8. Stock meines Hotels, bevor ich mich nochmal in die Metro gestellt habe, um meine letzten Dirham (abgesehen von denen, die ich für das Taxi zurück gelegt hatte) für ein paar Mitbringsel auf den Kopp zu kloppen. Da es dann beste Feierabendzeit war, konnte ich das Frauenabteil so richtig schätzen lernen! Es ist doch wesentlich angenehmer, an andere Frauenkörper gequetscht zu werden, als an fremde Männer. Haha, ich höre schon meine männlichen Leser! Ja, das hättet ihr wohl gerne! :D

Dubai hat insgesamt eine schöne Atmosphäre. Es ist sauber, gut organisiert, hat in der Altstadt einen gewissen Charme und in der Neubaugegend etwas Beeindruckendes. Ich würde wahrscheinlich nicht direkt zum Urlaub machen hinfahren, aber wenn es „zufällig“ noch was für das Hotel zu besorgen gibt, könnte ich mir schon vorstellen, das mit ein paar Tagen Urlaub dort zu verbinden. Ich glaube, leben würde ich da nicht wollen.

Und noch ein paar letzte Eindrücke:

Mein kleiner Ausflug als Story Map Tour :-) (zur besseren Ansicht im separaten Fenster)

1 Kommentar

One comment on “Dienstreise nach Dubai

  1. Katl sagt:

    Danke für die tollen Bilder und die Eindrücke! Freu mich auf euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:wink: :-| :-x :twisted: :) 8-O :( :roll: :-P :oops: :-o :mrgreen: :lol: :idea: :-D :evil: :cry: 8) :arrow: :-? :?: :!: