Weihnachten mit Patricia

Ganz das erste Weihnachtsfest war es ja nicht für Patricia, aber immerhin das erste, an dem sie selbst ihre Geschenke auspacken durfte. Viel Interesse hatte sie allerdings nicht an den Geschenken hatte ich das Gefühl. Das erste hat sie noch selbst ausgepackt, aber danach waren ihre alten Spielsachen doch wieder interessanter und Mama durfte den Rest auspacken. Sehr viel Freude hat sie inzwischen aber an ihrer Kugelbahn, die ich mir sie sich gewünscht hatte. Hier gibt es ein Video dazu :) Komischerweise ist eine Kugel schon spurlos verschwunden, aber so weit weg kann sie ja eigentlich nicht sein. Eine weitere vermisste Kugel ist inzwischen hinter den Harry Potter Büchern aufgetaucht, also werde ich die Hoffnung erstmal nicht aufgeben. Bei meiner Festplatte hatte mir das zwar nichts genutzt, aber so eine Kugel wird ja keiner geklaut haben (ganz abgesehen von dem Mangel an Gelegenheit). Den ganzen Trubel hat  Patricia jedenfalls auch ganz gut weggesteckt. Dass wir über die Feiertage mit Erbrechen und Durchfall zu kämpfen hatten, lag wohl eher an der Pannacotta oder einer schlichten Magen-Darm-Infektion. Aber auch das hat sie alles gut überstanden. So 100%ig ist die Erkältung immernoch nicht weg, aber der Schnupfen ist jetzt immerhin schon viel besser und der Husten meldet sich immer mal wieder, ist aber auch schon viel besser.

Patricia packt ihr erstes Geschenk aus

Patricia packt ihr erstes Geschenk aus

Hier mit dem entsprechenden Video… (bei den Kommentaren im Hintergrund bekommt man den Eindruck, alle anderen hatten mehr Spaß dabei als Patricia!)

Patricia auf ihrem Beobachterposten

Patricia auf ihrem Beobachterposten

Ganz unterschlagen (weil schon bei Facebook gepostet ;-)) habe ich unseren ersten Ausflug mit dem Schlitten. Anfang Dezember hatte es ja in Berlin schon ganz ordentlich geschneit. Die Oma hatte glücklicherweise schon vor einer ganzen Weile einen Schlitten besorgt und eines Sonntags konnten wir damit zwei Runden mit dem Schlitten um’s Haus drehen. Patricia hatte „a Moadsgaudi“ dabei und wenn sie könnte, hätte sie bestimmt „Schneller, Mama!“ gerufen. Am Sonntag vor Heiligabend hatte ich dann auch gedacht, man könnte nochmal mit dem Schlitten zur Oma fahren, aber als ich Patricia endlich ein- und den Schlitten ausgepackt hatte, war nur noch Schneeregen angesagt und Schlitten und Patricia wurden mit dem Bus transportiert. Ich hatte ja noch die leise Hoffnung, dass das nachmittags wieder etwas kälter würde und dann doch wieder richtiger Schnee fallen würde, aber es wurde nur noch glatt und sonst nix. Deshalb steht der Schlitten jetzt auch immernoch bei der Oma. Plöt.

Patricias erste Schlittenfahrt

Patricias erste Schlittenfahrt

Heute ist Patricia nun schon 14 Monate alt. Unglaublich. Über die Weihnachtsfeiertage habe ich mich oft daran erinnert, wie winzig sie noch vor einem Jahr war und wie sehr sie sich verändert hat – sowohl äußerlich als auch in ihrer Persönlichkeit. Es ist schon erstaunlich was so kleine Persönchen für einen Dickkopf haben können! Sie von etwas wieder abzubringen, was sie unbedingt haben will, ist oft gar nicht so einfach. Oder ihr etwas wieder abzunehmen. In der letzten Woche mussten wir zweimal einen Pooh aus dem Kindergarten zusätzlich zu ihrem eigenen Pooh mit nach hause nehmen. Alle beide hat sie nur für eine Sekunde losgelassen, wenn ich ihr die Jacke anziehen musste, sonst hätte es ein riesen Geschrei gegeben. Ähnlich ist es mit Kameras, Telefonen, Stiften, Löffeln, … Aber da findet man meist schnell was, mit dem man sie ablenken kann.  Was kann sie denn jetzt noch so? Seit dem Jahreswechsel wagt sie es ab und zu mal anderthalb bis zwei Schritte freihändig zu gehen, oft ist sie aber entweder zu faul oder zu feige, vielleicht auch beides. Aber immerhin geht sie jetzt schon viel sicherer auch mal nur an einer Hand, so dass ich guter Hoffnung bin, dass sie das mit dem Laufen auch bald hinbekommt ;-) Seit dem 16.12.2012 hat sie fünf Zähne (die vier mittleren Schneidezähne und links unten den zweiten Schneidezahn) und das Zähneputzen klappt mal super, mal überhaupt nicht – mal sehen, was der Zahnarzt nächste Woche sagt… Sehr gerne versucht sie nun schon, alleine mit dem Löffel zu essen. Manchmal lässt sie sich allerdings auch gerne füttern, und füttert dafür im Gegenzug mich mit ihrem Löffel. Nicht ganz der Sinn der Sache, aber wenigstens bekommt sie so auch ein Gefühl für den Löffel :D Aber auch, wenn sie sich selbst füttert, klappt es jetzt langsam immer besser und es fällt nur noch die Hälfte wieder vom Löffel, bevor er den Mund erreicht. Falls er den Mund erreicht und nicht irgendwo daneben landet. Und wenn das alles nicht so will wie Patricia, dann müssen eben wieder die Hände herhalten:  z.B. beim Bananenbrei. Die Oma und ich sind uns ziemlich sicher, dass sie inzwischen außer Mama und Papa (wobei ich mir da immer nicht so sicher bin, wie sicher sie diese Worte benutzt) auch „Nanane“ (übersetzt: Banane) sagt und das auch so meint. Und wenn sie eine unbedingt will, dann sagt sie das auch durchaus gerne mal 20mal hintereinander. Ein Wort, das eher universal eingesetzt wird, aber auch mit Essen oder Trinken in Verbindung steht, ist „nümm“, manchmal auch in einer Variation, die mehr nach „mjam“ klingt. Das sagt sie schon mindestens seit Ruanda und lässt sich mit „ich habe Hunger“, „ich habe Durst“, „hmm, lecker“ oder „will haben“ übersetzen. Das meistbenutzte Wort ist aber wahrscheinlich „da!“ überwiegend in Kombination mit einem ausgestreckten und irgendwohin zeigenden Zeigefinger. Manchmal habe ich keinen Schimmer, was sie jetzt wieder meint, aber süß ist es allemal :) Abschließend nun noch die aktuellen Maße: ca. 10 kg Lebendgewicht bei 80cm Körpergröße.

Daaaa!

Daaaa!

Und auch noch eine Randnotiz in eigener Sache  (eigentlich müsste ich den Blog bald in Patricias Welt oder so umbenennen…): Ich bin seit dem 1.1.2013 Stipendiatin bei Hypatia für 9 Monate. Damit kann ich jetzt meine Doktorarbeit fertig schreiben, ohne mir allzu viele Sorgen um das liebe Geld machen zu müssen und bin momentan auch ganz guter Hoffnung, dass das in den 9 Monaten zu schaffen ist. Ich habe zwar das „ganze“ Jahr noch nichts dran gemacht, weil ich noch so viele andere Dinge zu erledigen hatte, aber am Montag geht es los. Versprochen!

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