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Ein paar Koordinaten

Hier ein paar Punkte vom letzten Wochenende in Ruhengeri: Anhaltspunkte_WE_in_Ruhengeri.kml

Da ist auch der Punkt von Claudias Haus dabei (bzw. vor ihrem Gartentor glaub ich) und ein Punkt auf der Strecke von Ruhengeri nach Kigali, wo Markus arbeitet, der Bekannte, mit dem ich vor zwei Wochen einen Abend unterwegs war. Nur um euch mal zu zeigen, was für Arbeitswege die Leute hier so haben, wenn sie nicht in einer Lehmhütte wohnen wollen. Leider ist natürlich genau da, wo das Wasserfallbild entstanden ist, nur ein schlechtes Bild in Google Earth vorhanden, sorry.

Meine übliche Butare-Joggingrunde findet ihr hier: Joggen_Butare.kml. Das ist doch weiter als ich dachte: 3,84 km in eine Richtung, also knapp 7,7 km hin und zurück, was sogar etwas länger ist als meine Runde zuhause mit 7,4 km. Da hab ich aber nicht noch eine so extreme Steigung auf dem Heimweg dabei wie hier. Da geh ich dann immer schon, deswegen dachte ich, in einer Stunde könnte ich hier nicht so eine Strecke schaffen. Wenn ich schon nichts gearbeitet hab, kann ich wenigstens stolz auf mich sein, dass ich zweimal joggen war… Und heute steht wieder der Hash auf dem Programm, soll heute allerdings ziemlich einfach sein.

Und so sieht übrigens mein externer Kühler aus: http://ecx.images-amazon.com/images/I/4133SDzFTnL.jpg (oder so ähnlich). Da stellt man dann den Laptop oben drauf. Der meinige hat jetzt einen neuen Prozessor und funktioniert erstmal wieder. Hoffen wir mal, dass das auch so bleibt.

Claudia ist jetzt auch wach, dann gibt es wohl gleich Frühstück :)

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Aktueller Frustrationsstatus

Wie eigentlich auch nicht anders erwartet, bekomme ich auf kaum eine E-Mail eine Antwort, so dass ich am Montag  nochmal einen neuen Anlauf nehmen und meine E-Mails an die diversen Ministerien hier nochmal versenden werde.

Dass mein Rechner immernoch nicht einsatzfähig ist, trägt nicht gerade zur Anhebung meiner Frustrationsgrenze bei. Mit dem neuen Arbeitsspeicher ging der Rechner zwar zwischendurch mal wieder, hatte am Samstag dann aber wieder die Arbeit verweigert, wurde von Enock von Montag auf Dienstag gereinigt und wieder zum Laufen gebracht. Dann hab ich Dienstag noch schnell einen externen Kühler für meinen Laptop gekauft (den ich dann mit nach Butare „schleppen“ musste), der dem internen Kühler beim Kühlen meines Rechners helfen soll, konnte damit am Dienstag Nachmittag und Mittwoch Vormittag auch arbeiten, woraufhin er dann aber prompt wieder die Arbeit niederlegte und sich nur noch mit Widerwillen für eine gute Stunde am Nachmittag überreden ließ, mich wenigstens die Datei fertig bearbeiten zu lassen. Danach war dann nichts mehr zu machen, so dass ich ihn gestern wiedermal zu Enock gebracht hab, der jetzt nach einem neuen Prozessor sucht, um ihn auszutauschen. Bis jetzt hab ich schon das Budget für zwei Wochen Ruanda für diesen besch*** Rechner verpulvert, aber Enock hat mir versprochen, dass er mir nicht noch mehr abknöpfen wird. Na mal sehen – so ein Prozessor wird schließlich auch nicht auf einem Baum wachsen… Abgesehen davon, dass ich sowieso schon viel mehr Geld ausgebe, als ich gehofft hatte, ausgeben zu müssen. *seufz*

Jut jetze, jenuch jejammert! Immerhin sitze ich hier bei gefühlten 32 °C und Sonnenschein in Kigali statt in meinem Büro in der BHT (ups, das sollen wir ja nicht schreiben!) Beuth Hochschule für Technik im immernoch (oder schon wieder) winterlichen Berlin – wenn das kein Grund ist, gut gelaunt zu sein ;-)

Die zwei Tage in Butare waren auch ohne funktionierenden Rechner schön. Ich liebe einfach diese Landschaft dort und bei zweimal Joggen konnte ich sie auch ausgiebig genießen. Meine ehemaligen Kollegen/innen haben sich auch gefreut, mich (und meine Schokolade) wiederzusehen. Es scheint nicht allzu oft vorzukommen, dass ehemalige Mitarbeiter sich so regelmäßig blicken lassen, auch wenn sich die Regelmäßigkeit auf alle vier bis fünf Monate beschränkt. Außergewöhnlich sonnig war es gestern in Butare auch noch, so dass ich mir glatt mal wieder einen kleinen Sonnenbrand geholt hab. Es war um 8 auch schon fast zu heiß zum Joggen, aber da war ich dann auch schon fast wieder zuhause. Später kam ein etwas frischerer Wind dazu, der es dann ganz angenehm gemacht hat, in der Sonne zu sitzen. Offensichtlich etwas zu angenehm ;-)

Gestern war ich auch wieder zwei Stunden Salsa tanzen und hab wieder einen schönen Schritt gelernt. Mit zwei Stromausfällen zwischendurch war es diesmal nicht ganz so anstrengend wie letztes mal. Trotz Regenzeit hat es gestern nur ganz kurz mal geregnet, ansonsten scheint es schon seit Montag (vielleicht Montag Nacht, kann mich nicht mehr erinnern) nicht mehr geregnet zu haben. Sogar die große Pfütze vor dem Haus ist inzwischen eingetrocknet und es ist extrem staubig und diesig. Vermutlich wird es aber mindestens, wenn ich heute oder an einem der nächsten Tage gerade aus dem Haus gehen will, anfangen zu regnen, darauf kann man sich eigentlich immer verlassen ;-)

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Nachtrag Fotos vom WE

Die Geschichte zu folgendem Bild hab ich euch noch gar nicht erzählt: Das ist ein Bus, der normalerweise größere Strecken durch das Land fährt. In diesem Fall war er zwar leer (bis auf den Fahrer und einen „Co-Piloten“), aber die hintere Tür schwang immer wieder auf, worüber sich Robert furchtbar aufgeregt hat. Bei der Fußgängerdichte und dem Fahrstil der Busfahrer wäre es nämlich nicht unwahrscheinlich gewesen, dass jemand die Tür vor den Kopf bekommen hätte. Das konnten/mussten wir zum Glück nicht beobachten, aber die unbeaufsichtigte Tür musste ich euch doch wenigstens zeigen.

Swinging door

Swinging door

Und hier ein paar Bilder von unserem Spaziergang am Samstag.

Nicole und der Muhabura

Nicole und der Muhabura

der Muhabura

der Muhabura

Robert und ein Wasserfall

Robert und ein Wasserfall


Die entsprechenden Koordinaten werden nachgeliefert – sitze immernoch an Claudias Rechner und bin froh, dass ich das hier jetzt endlich geschafft hab! Die Internetverbindung war heute jedenfalls nicht auf meiner Seite…
Jetzt geh ich meinen Laptop abholen und fahre dann nach Butare. Die Joggingsachen hab ich im Gepäck – freu mich schon auf meine Laufstrecke da unten :)
Bis demnächst!

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ein ständiges Auf und Ab

Sowohl gefühlsmäßig als auch technisch waren die letzten Tage durch ein ständiges Auf und Ab geprägt. Die Zeit mit Robert habe ich meistens sehr genossen, auch wenn es zum Teil nicht ganz so „zweisam“ war, wie ich mir das gewünscht hätte. Aber da er ja nun erst gerade von dem einen Training gekommen ist und heute wieder zum nächsten gefahren ist, musste er nebenbei auch noch einiges erledigen.

Insgesamt hatten wir aber eine sehr schöne Zeit in Ruhengeri. Am Donnerstag haben wir gleich noch die Mitbringsel bei Sarah vorbeigebracht und wurden mit „Sarah’s Dish“ belohnt (Rezept ist bei Sarah Figur zu erfragen ;-)). Um zu ihrem Haus zu kommen, mussten wir uns erst durch den Nebel und dann noch durch den Schlamm kämpfen. Sarah hat sich schicke Gummistiefel aus Deutschland mitgebracht – eine super Idee für diese Gegend wie ich feststellen musste! Mal sehen, wie ich meine Sneakers morgen wieder sauber bekomme… Dafür war der Freitag für Ruhengerische Verhältnisse extrem sonnig und warm. Ein bisschen hatte ich bei Robert im Haus das Gefühl, zu campen – alles ist noch in Kisten verpackt, weil es noch keine Schränke gibt. Aber die Ausstattung ist eigentlich schon komplett. Wir haben eigentlich hauptsächlich die Sachen gesichtet, die ich aus Butare geholt hatte und die nun größtenteils in Roberts Hausstand in Ruhengeri eingeflossen sind. Nebenbei gab es dann noch Anweisungen für den Houseboy, den Robert mit zunehmender Anwesenheit im Haus (normalerweise ist er ja immer nur für ein oder zwei Nächte da) für ziemlich nutzlos deklariert hat. Keine Ahnung, woher Robert weiß, wie man Fenster putzt – er war jedenfalls nicht einverstanden mit der Art und Weise wie sein Houseboy das machen wollte. Zum Sonnenuntergang haben wir noch einen Spaziergang Richtung Uganda gemacht, bei dem uns viele Blicke verfolgt haben. Manche haben wir prompt in Sprachlosigkeit versetzt – sehr lustig. Nach Einbruch der Dunkelheit, als wir noch auf dem Rückweg zum Auto waren, hat sich Robert gewundert, dass die Leute immernoch erkennen, dass ich weiß bin, aber im Vergleich zum dem Dunkel um uns rum war ich halt einfach immernoch taghell :) Leider wurde unsere Heimfahrt erst durch ein verdächtiges „ffft ffft“ und schließlich durch ein unerfreuliches „flapp flapp“ unterbrochen: der rechte Hinterreifen war platt. Na toll. Mitten in der Pampa und das auch noch im Dunkeln. Aber wie gut, dass mein Handy ein Blitzlicht hat, was man im Dauerbetrieb nutzen kann und dass Robert weiß, wie man einen Reifen wechselt (wäre bei seinem Job auch fatal, wenn er es nicht wüsste…), so war die Sache in ca. 13 Minuten erledigt und wir konnten unseren Heimweg fortsetzen.

Den Reifen konnten wir am Samstag dann noch reparieren lassen, was gut war, da wir heute früh prompt den nächsten Platten hatten. Keine Ahnung, was mit dem Reifen war, aber nachdem Robert ihn mal wieder gewechselt hatte und zum Reparieren gefahren ist, haben sie erstmal nur neue Luft reinmachen können und den Reifen wieder gewechselt (na, kommt ihr noch mit :))  und damit sind wir dann ohne Probleme bis nach Kigali gekommen. Who knows…

Gestern hatten wir auch noch einen schönen Spaziergang gemacht, mit einer herrlichen Sicht auf die Vulkane. Da ich jetzt aber gerade an Claudias Laptop sitze, da meiner mal wieder die Arbeit verweigert, ist mir das zu mühsam, euch die Fotos hochzuladen. Vielleicht klappt es ja morgen. Sogar GPS-Koordinaten hätte ich zu bieten, aber die Software, um die auszulesen, ist natürlich auch auf meinem Laptop… Drückt mir mal die Daumen, dass Enock, meinen Rechner wieder hinbekommt! Eigentlich hab ich keine Zeit, hier die nächsten fünf Wochen Urlaub zu machen!

Jetzt ist Robert jedenfalls schon wieder in Uganda zur nächsten Fortbildung. Das ist schon ganz schön hart, aber ich wusste ja vorher, was mich erwartet…

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halbwegs arbeitsfähig

Muss mich beeilen, was zu schreiben, bevor mein Rechner sich wieder selbständig umfärbt und runterfährt. Immerhin konnte Roberts Freund Enock das Problem in soweit beheben, dass er lediglich den Arbeitsspeicher austauschen musste (nix mit Motherboard austauschen oder so), der offenbar wegen Überhitzung den Geist aufgegeben hatte. Dummerweise beide Arbeitsspeicher-Einheiten nach einander, so dass er mir heute einen von seinen geben musste. Aber wenigstens kann ich jetzt erstmal wieder was machen. Offenbar arbeitet der Kühler nicht ganz so wie er sollte, was damit zusammenhängen könnte, dass ich ein paar Abende der letzten Woche im Bett noch Filme geguckt hab. Ist also alles meine Schuld *rabääääh* Jetzt hab ich meinen Laptop (nachdem er sich gerade grün gefärbt und sich dann abgeschaltet hat) auf vier Schachteln Tackerklammern hochgelagert und hoffe, dass er jetzt etwas länger durchhält.Wenigstens kann ich jetzt erstmal was mit ArcGIS machen, die Adobe CS läuft leider nicht mehr, was aber nicht ganz so dramatisch ist.

Morgen sehe ich Robert endlich wieder! Wir können’s beide gar nicht mehr abwarten. Robert war gestern am Telefon ganz aufgekratzt :) Ich freu mich schon so wahnsinnig ihn endlich wiederzusehen! Ich sag euch gleich: Bis mindestens Samstag Nachmittag werdet ihr dann erstmal nichts mehr von mir hören/lesen ;-)

Für die Zeit, die ich mit Robert zusammen sein kann, bekommt Enock den Rechner dann nochmal wieder, um ihn richtig zu reinigen, in der Hoffnung, dass dann der Kühler wieder besser funktioniert. Und das Adobe CS Problem wird er dann auch noch lösen. Ein echter Retter in der Not!

Gestern Abend hab ich es tatsächlich zum Salsa geschafft! War auch sehr lustig und ganz schön anstrengend und der Schritt, den wir gelernt haben, war ganz schön schwer. Hat aber echt Spaß gemacht und ich werd auf alle Fälle wieder versuchen, hinzugehen. Auch wenn mir nach den ganzen Drehungen ganz schön triselig war…

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kleine Aufmunterer für mich und eine kleine Bitte an euch

Woran man sich nicht so alles erfreuen kann, wenn der eigene Laptop den Geist aufgibt: zum Beispiel an dem Laptop meiner „Mitbewohnerin“ in Kombination mit dem Jubiläums-Geburtstags-Werbe-Geschenk von ukimedia, auf dem lauter praktische portable Apps sind, so dass ich nicht ganz auf dem Trockenen sitze, was die Technik angeht. Muss nur noch Indesign in einer portable Version finden… Außerdem hab ich gerade endlich einen Termin beim Gesundheitsministerium bekommen, um meine angeforderten Daten einzusacken. Die kann ich jetzt zwar gerade nicht so auswerten, wie ich gerne würde, aber ich kann ja wenigstens schonmal klein anfangen und hoffen, dass ich das mit meinem Laptop bald geregelt bekomme.

Nun zu meiner Bitte an euch: Ich hab letztes Jahr zusammen mit „der anderen Nicole“ einen Geocache versteckt, der jetzt leider am Zerfallen ist, wie mir berichtet wurde. Vielleicht hat ja jemand sowieso geplant, mal wieder in die Wuhlheide zu fahren und einen Geocache zu heben – das wäre jetzt DIE Gelegenheit! :) Und dann könnte derjenige gleich eine mittelgroße Gefrierdose mitnehmen und dem Schatz wieder ein neues zuhause geben. Die Dose erstatte ich demjenigen gerne! Ich würds ja selber machen, aber bin gerade etwas weit weg und wenn es jetzt taut, ist der Inhalt vermutlich weggeschwommen bis ich wieder da bin. Unseren Geocache findet ihr hier: Geocaching.com Viel Spaß! :)

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ein verrückter Tag

Nach einem frühen Frühstück mit Claudia, die ja schließlich keinen Urlaub hat, habe ich mich heute schon zeitig voller Tatendrang an meinen Rechner gesetzt. Schließlich hab ich gestern auch schon nix gemacht, da wollte ich heute ein bisschen was schaffen. Dummerweise gab dann die Graphikkarte meines (Dienst-)Laptops den Geist auf, färbte meinen Bildschirm erst gelb, dann tiefschwarz und verweigert seit dem überwiegend die Arbeit, was das Arbeiten am Laptop zurzeit unmöglich macht. Sch…! Also hab ich erstmal alle IT-people angerufen, die ich hier so kenne. Sraith hat mal schnell gegoogelt und jemanden gefragt und wunderte sich, dass es da keine Errormeldung vorher gab, schloss aber spontan, dass es ein Fehler im Betriebssystem sei. Glaubte ich eigentlich nicht, dazu war dieser gelbgefärbte Bildschirm zu suspekt. Ich dachte eher an einen Kabelbruch oder sowas und wollte die Hoffnung so schnell nicht aufgeben. Der nächste Fachkundige, den ich kenne, sitzt bei PNILP und hat kurzerhand einen Bekannten angerufen, der sich dann auch spontan mit mir bei PNILP im Büro getroffen hat. Aufgeschraubt, reingeguckt, ein bisschen am Kabel gerüttelt: da wird wohl das Kabel kaputt sein. Sag ich doch… Hm, na versuchen wir es mal mit einem anderen Bildschirm. Bildschirm angeschlossen, immerhin ein Bild, aber mit sehr seltsamen Muster und an der Auflösung ließ sich auch nichts machen – wird wohl doch eher an der Graphikkarte liegen. Wieder an ein paar Kabeln gerüttelt, hier und da noch an einem Stecker gezogen und wieder angesteckt – keine Veränderung. Nochmal anderen Bildschirm probiert – auch kein Erfolg. Nochmal Graphikkarte angeguckt: schade auch, Graphikkarte on board (nicht auf dem Surfbrett oder dem Flugzeug sondern auf dem Motherboard). Heißt: lässt sich nur inkl. Motherboard austauschen, das man dann aber auch erstmal passend haben muss. Das könnte etwas schwierig werden in Ruanda. NAAAA TOLLLLL!!!!! Warum jetzt, warum hier, warum mir????? Beste Lösung, die uns einfiel: jemanden finden, der den gleichen Laptop hat wie ich und ihn gerade nicht braucht und ihn mir statt dessen ausleihen könnte, so dass ich einfach meine Festplatte dort reinpacken und dort weitermachen könnte, wo ich angefangen hab. Das wird wohl meine Aufgabe für diese Woche sein…

Das war also der heutige Vormittag (was sich auch noch auf einen mittleren Nervenzusammenbruch am Abend auswirkte, aber davon will ich jetzt mal nicht reden, sonst folgt gleich der nächste…). Mittags bin ich mit einem Freund von Robert (Godfrey) in Roberts Auto nach Butare gefahren, um endlich mal meine 70 Sachen bei Irene abzuholen, die ich dort seiner meiner Ausreise vor über einem Jahr untergestellt hatte – in der leisen Hoffnung, bald wieder da zu sein und dann nicht alles neu kaufen zu wollen. Das mit dem „bald wieder da“ hat ja nun leider nicht so ganz geklappt, aber Robert, der eigentlich den Auftrag hatte, meinen Krempel in Butare abzuholen, hat es echt in dem ganzen Jahr nicht geschafft, bei Irene aufzukreuzen und das Zeug in sein Auto zu laden. Männer… Und da ich am Donnerstag mit Robert in sein Haus in Ruhengeri fahren will und das meiste von meinem Kram dort gebraucht wird, hab ich mir nun den Luxus geleistet und bin mal schnell nach Butare gegurkt und hab alles abgeholt. Da war die Freude groß, als ich auch noch eine halbe Kiste Amstel Bock gefunden hab, die ich total vergessen hatte :) Eine Portion Brownies mit selbstgemachtem Vanilleeis konnte ich bei Irene auch noch abstauben, so war der Tag wenigstens nicht ganz zum In-die-Tonne-treten. Auf dem Rückweg waren wir schon fast in Kigali angelangt, als der Tag noch verrückter wurde, als er eh schon war: Wir wollten gerade einen Bus überholen, als wir feststellten, dass dieser so langsam fuhr, weil ein offenbar geistig verwirrter Mensch mit weit ausgebreiteten Armen mitten auf der Straße lief. Godfrey hupte natürlich, was den verwirrten Menschen offenbar dazu getrieben hat, auf unsere Motorhaube zu springen, fast die Scheibenwischer abzureißen, aufs Dach zu klettern und dort rumzuhopsen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen endlich ein paar Leute aus dem Dorf angerannt inkl. der Verkehrspolizei, die wir kurz vorher passiert hatten, und versuchten den Verrückten von unserem Autodach zu bekommen, der sich aber mit Händen und Füßen sträubte, mit dem Erfolg, dass er sogar noch die Halterung vom Dach abgerissen hat. Ganz zu schweigen von dem leicht lädierten Scheibenwischer und der Delle im Dach – und dem Schrecken, der Godfrey und mir ganz schön in den Knochen steckte. Wir waren aber froh, dass er wenigstens nicht die Scheibe eingetreten hat oder ähnliches, das wäre noch wesentlich schlimmer gewesen. So konnten wir wenigstens mit einem lediglich verdreckten Auto zurück nach Kigali fahren. Und Robert muss dann am Donnerstag, wenn er wiederkommt, erstmal sehen, wie schwer der Schaden ist. Achja, der Verkehrspolizist hat sich sehr freundlich bei mir für diesen Vorfall entschuldigt. Naja…

Ich hab inzwischen sogar schonmal meine Kisten und Koffer durchgeguckt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das meiste tatsächlich bei Robert im Haus am besten aufgehoben ist. Meine Specksteinfigur aus Tansania und meine Holzskulptur aus dem Novotel sowie meine Küchenwaage und ein paar andere Kleinigkeiten kommen aber mit nach Berlin! Damit ist der kleinere Koffer dann auch schon fast wieder voll :)

So, nun drückt mir mal die Daumen, dass der morgige Tag besser wird und ich eine Lösung für mein Laptop-Problem finde!

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der übliche Samstag in Kigali

Wie schon aus früheren Zeiten gewohnt, konnte ich gestern endlich wieder beim Hash mitmachen. Nummer 701 bereits, die Jubiläumsausgabe am letzten Samstag hatte ich leider verpasst. Aber der gestrige Hash war wieder sehr schön, wenn auch super anstrengend. Wer mal gucken mag, wo ich langgelaufen bin, darf sich diese kml-Datei runterladen und in GoogleEarth laden: Hash_701_trail.kml

Die 7,7 km hab ich in gut einer Stunde geschafft, was für die Höhenunterschiede gar nicht mal so schlecht war (und für die Temperaturen). Allerdings hatte ich auch einen Kopf rot wie eine Tomate und zwischendurch einen Puls von 172, also nicht ganz so optimal ;-) Die letzten Walker trafen mit Einbruch der Dunkelheit im Ziel ein und so mussten wir die Abschlussrunde schon im Dunkeln durchführen, in der ich dann mal wieder dafür bestraft wurde, dass ich so lange abwesend war. Heißt: ich musste einen halben Becher Bier auf ex trinken.

Danach schnell nach hause (eine Dusche war DRINGEND nötig), zum Abendessen war ich mit Markus, einem „neuen“ CIM-ler verabredet und dann ging es zur Hash-Party nach Kiyovu, die dann richtig lustig war. Es war schön, so viele Leute wiederzusehen und viel getanzt hab ich auch (da wurde die Pizza gleich wieder weggetanzt). Da ich Markus auch mal das Cadillac zeigen wollte, sind wir gegen 1 Uhr dann auch noch gemeinsam mit Anna dahin umgezogen, was aber eigentlich überflüssig war. Ich hätte mal lieber auf der Party bleiben sollen…

Anna und Nicole im Cadillac

Anna und Nicole im Cadillac

Markus und Nicole im Cadillac

Markus und Nicole im Cadillac (janz schön frech der Kerl!)

Heute konnte ich dafür mal ordentlich ausschlafen und hab mir einen ziemlich faulen Tag auf der Terrasse gegönnt. Is ja schließlich Urlaub – oder so was ähnliches ;-) Nur noch vier Tage bis ich Robert endlich sehe! Wird langsam echt Zeit!

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Wie der Rattenfänger von Hameln…

Der Regen hat es mir auch heute Morgen noch schwer gemacht, mich aus dem Haus zu bewegen, aber gegen Mittag konnte ich mich dann endlich aufraffen. Wie am Mittwoch auch schon habe ich offenbar einen Augenblick abgepasst, an dem ziemlich viele Kinder Schulschluss hatten. Jedenfalls schaff ich es immer wieder, eine Horde Kinder um mich zu scharen, die mir alle entweder auf französisch oder auf englisch einen guten Morgen alternativ auch einen guten Nachmittag wünschen wollen (manchmal auch nachmittags einen guten Morgen…) und mich dann eine Weile des Wegs begleiten, bis ihnen einfällt, dass sie woanders lang müssen und sich dann wiederum lauthals von mir verabschieden. Am Mittwoch hatte ich auch etliche Hände an meinen Armen, die offenbar überprüfen mussten, ob die weiße Hautfarbe auch echt ist :) Immer wieder spaßig, hier unterwegs zu sein…

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nix mit Salsa

Eigentlich wollte ich mich ja jetzt gleich aufmachen, um zum Salsa-Tanzkurs zu gehen. Schließlich ist Donnerstag und Tanzen wäre eigentlich angesagt, aber da es heute noch weiter wäre als sonst, nach Schöneweide zum Tanzkurs zu fahren, hatte ich mich eigentlich darauf eingestellt, nach Nyarutarama zum Salsa zu fahren. Aber daraus wird nun nix, da der Regen mich mal wieder ans Haus fesselt. Regen ist eigentlich gar kein Ausdruck! Ich hab das gerade mal versucht, mit dem Aufnahmegerät für euch festzuhalten, aber ich fürchte, so richtig kommt es nicht zur Geltung… Regen auf dem Wellblechdach (O-Ton!)

Gewitter im Anmarsch

Gewitter im Anmarsch

Wenn der Regen soweit nachgelassen hat, dass ich wieder meine eigene Musik hören kann, werd ich wohl alleine hier das Tanzbein schwingen müssen… Mal sehen, ob ich die Slow-Fox-Folgen von letzter Woche noch zusammen bekomme ;-)

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